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ZVSHK-Präsident: "WIR sind das Klimahandwerk! Hört auf uns!"

Michael Hilpert, Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), nimmt in einem Statement Stellung zur geplanten Umsetzung der Wärmewende.


„Right or wrong, my country! – Die Ampelkoalition will die Wärmewende für unser Land mit ganz viel Wärmepumpen und Fernwärmeanschlüssen bewerkstelligen. Dann machen wir uns mal ans Werk. Denn wir als SHK-Handwerk sind das Klimahandwerk. Wir stellen die knapp 400.000 Fachkräfte, die es braucht, um die hochfliegenden Pläne der Politik in die Tat umzusetzen.
 
Dazu wäre es allerdings ganz hilfreich, wenn die politischen Entscheider zumindest in Ansätzen auf das hören würden, was wir ihnen als die Vertreter dieses Klimahandwerks Woche für Woche versuchen, klar zu machen: die Realitäten im Wärmemarkt verlangen nach angepassten und wohldurchdachten ordnungspolitischen Eingriffen, um die Heizungskeller der Republik wirklich klimaneutral zu bekommen. Pragmatismus geht hier vor Ideologie.
 
Wir bleiben im Interesse unserer Betriebe und ihrer Kunden hartnäckig und haben – nach der kurzfristig zu Ostern erbetenen Verbändestellungnahme zum Kabinettsentwurf des GEG – weitere Verbesserungsvorschläge zur geplanten Änderung dieses Gesetzes in die anstehenden parlamen-tarischen Entscheidungsprozess eingebracht. Wir kämpfen weiter mit Nachdruck dafür, dass das abgeänderte GEG realistische Übergangsfristen vorsieht, damit unsere Betriebe jetzt Rechtssicherheit bekommen bei Beratung, Planung und Bauausführung neuer Heizungsanlagen. Wir kämpfen weiter dafür, dass die Politik mit dem geänderten GEG kein faktisches Verbot der Biomasse Holz erlässt und nicht neue bürokratische Hürden aufbaut, die nur Fachkräftekapazitäten binden, die dann für die Installation fehlen.
 
Diese Punkte sind essentiell, wenn es darum geht, eine klimaneutrale Heizungsmodernisierung gerade in Bestandsgebäuden zu entfesseln! Aktuell drängt sich bei uns der Eindruck auf, dass in Berlin bei der Diskussion um das GEG gezielt vom Thema Bestandssanierung abgelenkt wird und sich alles um das Thema Neubau dreht – aus unserer Sicht nicht wirklich das entscheidende Handlungsfeld, wenn es darum geht, wie die Menschen im Lande zukünftig ihre Häuser und Wohnungen warm bekommen.
 
Wir rufen den Parlamentariern zu: Klimaschutz im Gebäude muss von denjenigen her gedacht werden, die ihn bezahlen und umsetzen sollen. Wir sind das Klimahandwerk. Wir sind tagtäglich mit den Sorgen und Nöten unserer Kunden konfrontiert, suchen nach pragmatischen Lösungen und wissen, wie sie umzusetzen sind. Hört auf uns und nehmt unsere Vorschläge ernst."

 

Michael Hilpert, Foto: ZVSHK

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