RSS Feed - Build-Ing. https://www.build-ing.de de HUSS-MEDIEN GmbH Mon, 27 May 2024 04:37:42 +0200 Mon, 27 May 2024 04:37:42 +0200 TYPO3 news-1349 Fri, 24 May 2024 06:00:00 +0200 Digitaltag 2024: Mittelstand-Digital Zentrum Bau ist dabei! https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/digitaltag-2024-mittelstand-digital-zentrum-bau-ist-dabei/ Am 8. Juni 2024 lässt sich die Zukunft der Bauindustrie live beim Wissenschaftsfestival Tomorrow Labs in Magdeburg erleben. An der Veranstaltung beteiligt sich das Mittelstand-Digital Zentrum Bau mit dem Szenario „Baumaschinen digital“, das in seinem Magdeburger Demonstrator „Elbedome“ gezeigt wird. Damit unterstützt das Zentrum parallel dazu den Digitaltag 2024 am 7. Juni 2024, in dessen Rahmen über eine Woche hinweg zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zu der Frage stattfinden, wie Digitalisierung unseren Alltag und unser Berufsleben verändert.

Der Zentrums-Partner Fraunhofer IFF ist beim Wissenschaftsfestival Tomorrow Labs mit dem 360°-Mixed Reality-Labor Elbedome dabei und zeigt dessen technische Möglichkeiten und spezifischen Anwendungen. Im Szenario „Baumaschinen digital“ lassen sich aktuell die drei Anwendungsfälle Vorausschauende Instandhaltung für die Baumaschine, Zentrale Überwachung der Baumaschinen auf der Baustelle und Assistenz für die Baumaschinenbediener erleben.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Bau auf dem Wissenschaftsfestival Tomorrow Labs:

•    Innovative Technologie für die Zukunft: Besucherinnen und Besucher können erleben, wie digitale Baumaschinen im „Elbedome“ simuliert und gesteuert werden.
•    Umfassende Hintergrundinfos: Sie erfahren Wissenswertes über den außergewöhnlichen „Elbedome“, der 3D-Technologien, AR und VR für Forschung und Anwendung verbindet.
•    Überzeugende Präsentationen: Das Szenario „Baumaschinen digital“ wird am 8. Juni, 16:30 Uhr, 18:30 Uhr und 20:30 Uhr, im „Elbedome“ vorgestellt und erläutert.
•    Kostenlose unkomplizierte Besichtigung: Der „Elbedome“ kann im Rahmen des Wissenschaftsfestivals Tomorrow Labs kostenlos und ohne Anmeldung besichtigt werden.


Szenario „Baumaschinen digital“ – Wann und wo?

Datum: 08. Juni 2024
Uhrzeit: 16:00 - 21:00 Uhr
Ort: Elbfabrik des Fraunhofer IFF, Joseph-von-Fraunhofer-Straße 1, 39106 Magdeburg

Die Vorführung des Szenarios „Baumaschinen digital“ findet jeweils um 16:30 Uhr, 18:30 Uhr und 20:30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter:

•    https://www.digitalzentrumbau.de/kos/WNetz?art=News.show&id=1657
•    https://tomorrowlabs.magdeburg.de/
•    https://www.elbedome.de/
•    https://digitaltag.eu/

 

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Veranstaltungen Verbände
news-1348 Thu, 23 May 2024 08:26:31 +0200 buildingSMART Deutschland wählt neues Präsidium https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/buildingsmart-deutschland-waehlt-neues-praesidium/ Am 7. Mai 2024 fand im Kongress Center der Messe in Erfurt die Mitgliederversammlung des buildingSMART Deutschland e. V. statt. Ein Tagesordnungspunkt war dabei die Wahl eines neuen Präsidiums. Gewählt wurden für die sieben zur Verfügung stehenden Kategorien:

Kategorie 1 / Planung

  • Caspar Richter, Architekt
  • Michael Eisfeld, Eisfeld Ingenieure AG

Kategorie 2 / Bau

  • Bernhard Heilmeier, KLEBL Baulogistik GmbH, Teil der Unternehmensgruppe KLEBL
  • Heinrich Lünenschloß, Köster GmbH

Kategorie 3 / Zulieferer

  • Christian Glatte, Schüco Digital GmbH
  • Dr. Nils Krönert, Hilti AG

Kategorie 4 / Bauherren Betreiber

  • Dr. Christian Schlosser, Bundesministerium für Digitales und Verkehr BMDV
  • Petra Rinnenburger, Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

Kategorie 5 / Software

  • Andreas Kohlhaas, VSK Software GmbH
  • Uwe Hüttner, IB&T Software GmbH

Kategorie 6 / Ausbildung

  • Prof. Dr. Katharina Klemt-Albert, RWTH Aachen, Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen Icom
  • Prof. Yvonne Brandenburger, Fachhochschule Erfurt

 Kategorie 7 / Sonstige Dienstleister

  • André Pilling, DEUBIM GmbH
  • René Schumann, HOCHTIEF Vicon GmbH

Das Präsidium von buildingSMART Deutschland e.V. wird direkt von der Mitgliederversammlung alle zwei Jahre gewählt. Ihm gehören maximal 14 Personen an, die die Mitgliedschaft von buildingSMART repräsentieren. Maximal zwei Mitglieder des Präsidiums gehören einer der sieben Hauptkategorien an, in die buildingSMART-Mitglieder eingruppiert werden.

In der Mitgliederversammlung gab der Vorstand zudem seinen Rechenschaftsbericht ab, der Prüfbericht über die Haushaltsführung 2023 wurde vorgestellt und es wurden Vorstand und Präsidium entlastet.

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buildingSMART Personen und Firmen Verbände
news-1347 Wed, 22 May 2024 08:05:31 +0200 C4PO-Kongress 2024 https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/c4po-kongress-2024/ Die BAUAKADEMIE und die Verbände CoreNet Global, gefma und RealFM laden gemeinsam zum C4PO-Kongress am 12. und 13. Juni 2024 nach Berlin ein. Die Veranstalter kommen erstmalig in dieser Konstellation zusammen, um den Teilnehmern noch fokussierter die gemeinsame Fachexpertise im Rahmen dieser zweitägigen Veranstaltung zur Verfügung stellen zu können. Sie verfolgen das Ziel einen neuen jährlichen FM-Hotspot in Berlin zu etablieren, wo Corporates und ihre Realisierungspartner Best Practice Sharing betreiben. Die Build-Ing. ist auch dieses Jahr als Medienpartner mit dabei.

Die Konferenz wurde 2007 unter dem Titel „Facility Management Kolloquium“ mit den Dauerschwerpunkten „Industrielles FM“ und „Nachwuchskräfteförderung“ in Kooperation mit IFMA Deutschland (heute RealFM e.V.) gegründet. Das Besondere an dieser Veranstaltung ist, das ein Projektteam von FM-Studierenden dreier Berliner Hochschulen im Hintergrund an der Organisation mitwirkt. Viele ehemalige Projektleiter sind heute bekannte Führungskräfte im FM. Im Jahr 2019 wurde der „Benchlearning Summit“ integriert und der Kongress zur Zweitagesveranstaltung mit der Zielgruppenschärfung auf Corporates aller Industriezweige in Deutschland, die Betreiberleistungen erbringen, ausgebaut.

Am 12. Juni werden die C4PO-Awards in den drei Kategorien People, Place und Process an ausgewählte Best Performer aus unserer BenchLearning Community verliehen. Am 13. Juni erwartet die Teilnehmer ein neues, interaktives Workshop-Format zu Themenstellungen wie ESG, Betriebskosten, Integrated Facility Management und dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Real Estate und Facility Management.

Die Teilnehmer erwartet ein unvergessliches Event mit spannenden Vorträgen, einem regen Austausch im Workshop-Format zu aktuellen FM-Themen sowie der Vorstellung und Prämierung innovativer Konzepte mitten im Herzen von Berlin.

Programm-Highlights 2024

  • Keynote von Heiko Maas (Außenminster a.D.)
  • 9 Pitches für die Verleihung der Benchlearning Community Awards
  • Vorträge und Workshops zu den Themen CREM/FM Reifegrad, ESG Kosten, Klimaneutralität von Industriestandorten
  • Veranstaltungsort EDGE Grand Central
  • Dinner und Preisverleihung auf Berlins schönster Dachterrasse

Weitere Informationen unter folgenden Links:

Website des Kongresses: https://c4po.berlin/
Website: www.bauakademie.de
BenchLearning Plattform: www.benchlearning.de
NEO Research: www.neobench.de

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Facility Management Veranstaltungen Verbände ESG
news-1346 Tue, 21 May 2024 08:00:00 +0200 „Wir müssen einfacher bauen“ - Gastbeitrag von Geschäftsführer Christian Bruch (DGfM) https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/wir-muessen-einfacher-bauen-gastbeitrag-von-geschaeftsfuehrer-christian-bruch-dgfm/ Im Vorfeld des diesjährigen Wohnungsbau-Tages wurde bekannt, dass 11,3 Prozent der deutschen Bevölkerung in überfüllten Wohnungen leben. Laut Statistischem Bundesamt steigt diese wichtige Kennwert seit 2007 kontinuierlich an. Die KFW verkündete ebenfalls kurz vorher, dass sich das inländische Fördervolumen in 2023 bei 77,1 Mrd. EUR (2022: 136,1 Mrd. EUR) normalisiert habe und ein wesentlicher Grund dafür deutlich niedrigere Zusagen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) seien. Bei Letzteren habe der Wechsel von der Breitenförderung zur fokussierten Spitzenförderung mit anspruchsvollen Standards zu einem Rückgang auf 16,1 Mrd. EUR (2022: 37,4 Mrd. EUR) geführt.

Hohe Bedarfe bei wenig Förderung – so lauteten also die Rahmendaten für das Fachforum des 15. Wohnungsbau-Tages am 11. April in Berlin.

Insofern wurde mit Spannung erwartet, ob Bundesbauministerin Klara Geywitz oder Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck politische Mittel und Wege zur Änderung der Situation aufzeigen würden.

Licht am Ende des Tunnels oder…?

Um es vorwegzunehmen, neue Impulse waren nach den Reden der beiden Spitzenpolitiker und den Nachfragen durch die Vertreter des Wohnungsbau-Bündnisses nicht erkennbar. Beschwichtigung wäre wohl die richtige Zusammenfassung der Statements in einem Wort. Allerdings verfing diese Stoßrichtung nicht. Während die Regierungsvertreter meinten, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, warnte die Branche, dass sei das Licht des entgegenkommenden Zuges.

Und, um im Bild zu bleiben, dieser Zug sei nicht klein, sondern bestehe aus Wohlstand, Wachstum und Energiewende. Mit einem Gutachten des DIW wiesen die Initiatoren des Wohnungsbau-Tages nach, dass der mit 17 Prozent der gesamten deutschen Steuereinnahmen beladene und mit jedem siebten Euro der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in Beziehung stehende Wohnungsbau genug Wirtschaftskraft hat, um diesen entgegenkommenden Zug entgleisen zu lassen.

Wir müssen einfacher bauen

Welche Weichenstellungen eine Kollision verhindern könnten, war dann Gegenstand des Gutachtens von Professor Dietmar Walberg. Da die Wohnungsbaukosten von Q1/2020 bis Q4/2023 im Median von 3.028 EUR auf 4.318 EUR pro Quadratmeter gestiegen sind und ein Defizit von über 800.000 Wohnungen besteht, sieht Walberg die Notwendigkeit für ein konsequentes Hinterfragen der aktuellen Baustandards.

Ausführlich erläuterte er, dass „Anders Bauen“ und „Einfacher Bauen“ nur durch Maßhaltung, Skalierung, Substitution und Prozessoptimierung möglich sind.  Der dann entstehende „Regelstandard E“ zeichnet sich durch 25 Prozent geringere Herstellungskosten, niedrigeren Ressourcen- und Materialverbrauch aus, ohne geltende Normen oder Mindestanforderungen zu unterschreiten. Gerade reduzierte Deckendicken (18 cm Stahlbetondecke, statt 20 cm) und geringere Außenwanddicken (11, 5 cm KS- Außenwand statt 17,5 cm) senken nicht nur Baukosten, sondern führen auch zu zusätzlichen Wohnflächen und damit zu höheren Gebäudertragswerten.

Die Wohnungsbauförderung in Schleswig-Holstein stelle bereits auf diesen „Regelstandard E“ ab und schaffe damit rechtssichere Rahmenbedingungen. Um dies auch ohne Förderung zu ermöglichen, da waren sich Politik und Verbände mal einig, braucht es jetzt dringend zivilrechtliche Änderungen. Denn die in der Niedrigzinsphase und mit Förderungshochlauf gebauten Wohnungen bestimmen derzeit die anerkannten Regeln der Technik. Um davon abzuweichen, braucht es die rechtssichere Möglichkeit der Inbezugnahme eines staatlich vorgegebenen Regelstandards.

Eine auskömmliche Breitenförderung muss her

Aber, und auch das wurde am Wohnungsbau-Tag klar, nicht nur die Branche muss „Anders bauen“ – die Politik muss auch „Anders Fördern“. Wenn der Wohnungsbau die dargestellte Wirtschaftskraft hat, so muss die Förderung im Wohnungsbau eine Breiten- und keine Spitzenförderung sein, postulierte das Bündnis.

Statt die Erfüllung höherer Anforderungen durch Fördergelder zu ermöglichen, muss der Staat in schwierigen Zeiten breiten Bevölkerungsschichten weiterhin die Erfüllung von sinnvollen Regelstandards ermöglichen. Vor diesem Hintergrund war die Reduzierung der Wohnungsbauförderung auf ein historisch geringes Maß in 2023 ein vollkommen falscher Weg. Natürlich kann man hinterfragen, ob es sinnvoll war, Programme wie die BEG Wohngebäude-Zuschussförderung aufzulegen, die Anfang 2022 innerhalb von zwei Monaten ca. elf Milliarden Euro für fast 336.000 Wohnungen verschlangen. Aber lediglich ca. 96.000 über die KFW geförderte Wohnungen in 2023 sind einfach zu wenig und gerade keine Förderung „wie geschnitten Brot“, wie die Ministerin meinte. Denn seit 2017 wurden nie weniger als 200.000 Wohneinheiten gefördert.

Es sieht so aus, als hätte die Bundesregierung den Förder- und Finanzierungshahn zugedreht, als die von der Finanzkrise getroffene Branche diesen am dringendsten brauchte. Das Argument von Bundesminister Habeck, man habe nicht gegen die rapiden Zinserhöhungen der EZB anfördern wollen, weil sonst die Inflation nicht eingedämmt worden wäre, ist nicht schlüssig. Schließlich sollte auch im Rahmen des Heizungsgesetzes breit gefördert werden. Und auch höhere Mieten infolge des ausbleibenden Wohnungsbaus befördern die Inflation

Für das Wohnungsbaubündnis steht fest: Der Wechsel von der Breitenförderung zur Spitzenförderung kam zu Unzeit und muss dringend korrigiert werden. Die Durchsetzung von Regelstandards muss auch durch eine breite Wohnungsbauförderung verstärkt und nicht durch eine Spitzenförderung konterkariert werden.

 

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Veranstaltungen Verbände
news-1345 Fri, 17 May 2024 09:43:49 +0200 Wieland Electric führt BIM-fähigen Lösungskonfigurator ein https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/wieland-electric-fuehrt-bim-faehigen-loesungskonfigurator-ein/ Der kundenspezifische Building Solution Designer (BSD) wurde mithilfe der P´X Industry Solution entwickelt und ist nun einsatzbereit. Dieses Tool ermöglicht es Planern und Elektroinstallateuren, das führende Sortiment an steckbaren Elektroinstallationen von Wieland Electric gemäß der BIM-Methode zu planen und IFC-Fachmodelle zu erstellen. Nach einer erfolgreichen zweijährigen Zusammenarbeit hat Wieland Electric in Bamberg gemeinsam mit dem Konfigurationsspezialisten Perspectix ein Projekt abgeschlossen. Nach einer umfassenden Testphase wird der BSD den Anwendern kostenlos zur Verfügung gestellt. Seit 2006 nutzen rund 1.000 internationale Anwender den Vorläufer gesis PLAN, der ebenfalls in Zusammenarbeit mit Perspectix entwickelt wurde, um steckbare Elektroinstallationen der Wieland-Produkte zu planen. Mit diesem Tool können rund 20.000 Komponenten des Produktportfolios als 3D-Objekte basierend auf CAD-Plänen konfiguriert werden.

Zudem werden Visualisierungen, Stücklisten, Stromberechnungen und Preisangebote generiert. Durch diese Initiative hat das international ausgerichtete Familienunternehmen nicht nur den eigenen Vertrieb und seine Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern, sondern auch Kunden weltweit zur intelligenten 3D-Planung befähigt.

Für eine BIM-konforme Anwendung muss die Planungssoftware 3D-Objekte im 3D-BIM-Modell platzieren und zahlreiche Produkt-Metadaten wie Bemessungsspannung oder Kupfergewicht mitführen um dadurch Berechnungen, etwa der Gesamtleitungslänge oder notwendige Querschnitte im weiteren Planungsverlauf zu ermöglichen. Schließlich werden die Daten in einem Fachmodell nach IFC-Standard von buildingSMART an einen BIM-Koordinator übergeben. Anfang März konnte die Software auf der Messe Light and Building erfolgreich vorgeführt werden. Im Mai wird nun die Beta-Version ausgegeben, um mit den Erfahrungen die Benutzerführung zu optimieren. Im Juni erhalten die ersten Systempartner und Kunden den kostenlosen Building Solutions Designer.

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3D IFC Personen und Firmen
news-1344 Thu, 16 May 2024 06:00:00 +0200 Dübel und Kopfbolzen in Beton: Herstellerübergreifende Bemessung https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/duebel-und-kopfbolzen-in-beton-herstelleruebergreifende-bemessung/ Die aktuelle Version 3.5.1 der Bemessungssoftware Anchor Profi steht ab sofort zum Update bereit. Damit können Dübel und Kopfbolzen mit Ankerplatte herstellerübergreifend bemessen, verglichen und ausgewählt werden. Eine einzige Software ermöglicht es Tragwerksplanern und Prüfstatikern, Schwerlastanker von international führenden Herstellern für ihre Projekte zu berechnen, zu vergleichen und optimal auszuwählen. Die Software berechnet praxisnah die Spannungsverteilung in der Ankerplatte, die Zug- und Druckkräfte der Anker sowie die Auswirkungen auf das angrenzende Profil, umfassend berücksichtigt.

In der neuen Version 3.5.1 ermöglicht die Software die individuelle Definition und Hinzufügung von Versteifungen für alle Profile, was einen bedeutenden Fortschritt bei der Bemessung elastischer Ankerplatten darstellt. Zudem wurden fünf gängige Aluminiumwerkstoffe für Ankerplatten und Anschlussprofile in die Programmdatenbank integriert. Die Datenbank wurde auch um Hochleistungsverbundschrauben erweitert. Um die Effizienz der Ankerbemessung mit Lastfällen zu steigern, können nun Einwirkungen der Lastfälle direkt aus Excel-Dateien importiert werden.

Intuitiv zu handhabende Software

Aufgrund von Anwenderwünschen wurden außerdem zwei weitere deutsche Dübelhersteller in das Programm aufgenommen, was die Auswahlmöglichkeiten für Dübel und somit die Flexibilität für Anwender erhöht. Insgesamt wurden über 300 Ankerbewertungen (Europäische Technische Bewertung ETA, Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung abZ und amerikanische Evaluation Reports ICC-ERS) in die neue Version der Software integriert.

Die Nutzeroberfläche von Anchor Profi ist äußerst benutzerfreundlich und einfach zu handhaben. Alle relevanten Verankerungsdaten werden übersichtlich präsentiert. Durch eine interaktive 3D-Modellierung können Nutzer frei Dübel- und Langlochanordnungen auswählen und mit beliebigen Ankerplatten kombinieren. Anschließend ermöglichen 2D-Konstruktionswerkzeuge eine detaillierte Ausarbeitung der Geometrien von Ankerplatten und Ankeranordnungen.

Eine Plausibilitätsprüfung zeigt deutlich die Dübelkräfte und die zugehörige Einwirkungsfläche bei Betonversagen an. Unbenutzte Dübel sind leicht erkennbar und können entsprechend berücksichtigt werden.

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3D Software
news-1342 Wed, 15 May 2024 06:00:00 +0200 gefma veröffentlicht Whitepaper zu KI https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/gefma-veroeffentlicht-whitepaper-zu-ki/ Das neue Whitepaper GEFMA 929 mit dem Titel „KI im Immobilienmanagement" untersucht eingehend die aktuelle Relevanz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Immobilienbranche. Es bietet praktische Ratschläge dazu, wie sich die Branche auf die zu erwartenden Entwicklungen, die auf KI basieren, vorbereiten kann. Die Autoren betonen, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz im Facility Management vor allem darauf abzielt, Menschen bei anspruchsvollen Aufgaben und komplexen Entscheidungen zuverlässig zu unterstützen. Angesichts der zunehmend komplexen Herausforderungen in der Immobilienbranche sei die Integration von KI nicht mehr nur eine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit. Das Whitepaper liefert konkrete Beispiele, die zeigen, wie KI-basierte Lösungen dazu beitragen können, Kosten zu senken und die Qualität sowie die Leistung im Immobilienmanagement zu verbessern.

Von manueller Datenpflege zu automatisierten Entscheidungsgrundlagen

Das Whitepaper untersucht die Rolle von KI in verschiedenen Bereichen der Branche, darunter die Inbetriebnahme, die Optimierung des Instandhaltungsmanagements, Dokumentenübersetzungen und das digitalisierte Workplace- und Mietmanagement. Es legt besonderes Augenmerk auf die Wirtschaftlichkeit von Künstlicher Intelligenz in Bezug auf Prozesswertschöpfung, die Qualität von FM-Dienstleistungen und die Effizienzsteigerung im Ressourceneinsatz.

Die Publikation ist für eine breite Zielgruppe konzipiert, darunter Auftraggeber, Auftragnehmer, Berater, Softwareanbieter, Lehrende, Lernende und alle anderen, die für die Digitalisierung in der Branche verantwortlich sind. Es wurde vom gefma-Arbeitskreis Digitalisierung herausgegeben, einem Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis, das die Digitalisierung im Facility Management aktiv vorantreibt.

Das White Paper GEFMA 929 „KI im Immobilienmanagement“ ist ab sofort kostenfrei im gefma-Onlineshop erhältlich.

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Facility Management KI Verbände
news-1343 Tue, 14 May 2024 12:46:27 +0200 Integrierte Materialbewirtschaftung vereinfacht Planung der Haustechnik https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/integrierte-materialbewirtschaftung-vereinfacht-planung-der-haustechnik/ Eine überzeugende Antwort auf den Mangel an Fachplanern präsentiert LuArtX IT mit dem neuen TGA-Modul „Materialbewirtschaftung“. Die Umsetzung von Vorgaben wird deutlich vereinfacht. Unter der Materialbewirtschaftung versteht man die Disposition sämtlicher im Unternehmen vorhandener Materialien unter Berücksichtigung spezifischer Regeln für die Beschaffung und Bevorratung. Damit wird deutlich, dass sie ein wichtiger Teil des Supply Chain Management sind und der künftig immer wichtiger werdenden Kreislaufwirtschaft. Dabei gilt es zu bedenken, dass Supply Chain Management und insbesondere Kreislaufwirtschaft mit umfassender Dokumentation zu tun hat. Schließlich sollte das, was verwendet wurde, minutiös festgehalten werden. Nur so lässt sich sicherstellen, Vorschriften auch tatsächlich eingehalten zu haben oder die effiziente Wiederverwendung von Bestandteilen, etwa einer Anlage, nach ihrer Außerdienststellung möglich zu machen.

Was nützen einem all die Archive voller Aktenordner oder Verzeichnisse, wenn nicht Sorge dafür getragen wird, dass die vorgesehen Materialien auch tatsächlich bei der Planung verwendet werden? Die Beantwortung dieser Frage ruft die Digitalisierung auf den Plan. Und zwar nicht nur derart, die Beschreibung der zu verbauenden Komponenten in Form von Metadaten in einem IT-System abzulegen, sondern auch sie unmittelbar im Zugriff zu haben.

Weitreichende IT-Unterstützung

Die LuArtX IT GmbH aus Böblingen hat aufgrund der Bedeutung von Materialbewirtschaftung deren sinnvolle Unterstützungsmöglichkeiten genauer analysiert und sie „Ende zu Ende“ gedacht. LuArtX bringt nun für seine BIM-Suite für die Fabrikplanung CARF ein neues Materialbewirtschaftungsmodul für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) auf den Markt, dass das zuvor Genannte erfüllt. Es stößt das Tor für weitere Prozessautomatisierung durch KI-basierte Assistenzsysteme auf. Die Suche nach den erlaubten Komponenten entfällt vollständig, sodass sich der Anwender stets sicher sein kann, gemäß den Firmenvorgaben zu handeln. Seine Produktivität wird dadurch immens gesteigert.

Effizienzsteigerung für den Anwender

Die Benutzeroberfläche des neuen TGA-Moduls von CARF bietet eine Vorschau der zu platzierenden Bauteile. Mithilfe der CAD-Engine MicroStation wird die Geometrie dafür anhand von Tabellenwerten generiert. Allerdings ist es keine Detailgrafik, so wie in CARF auch nur vereinfachte 3D-Modelle angezeigt werden. Daher kann in der Vorschau das Datenblatt des Herstellers in Form eines PDFs abrufbar gemacht werden. Es dient dazu, sich in Hinsicht auf die technischen Spezifikationen des Bauteils eine bessere Übersicht zu verschaffen.

Spürbare Erleichterung für den Administrator

Zielgruppe des TGA-Materialbewirtschaftungsmoduls von CARF sind Administratoren, also diejenigen Kollegen, die den Planungscontent pflegen. Indem der Administrator den Materialienkatalog aufbaut, definiert er, was der Anwender verwenden darf und was nicht. Das bedeutet zum Beispiel, dass dem Anwender nur diejenigen Armaturen angezeigt werden, die für ein bestimmtes Rohrleitungsmaterial am besten geeignet sind.
Es gibt einen allgemeinen Bereich, in dem Normen und Bezeichnungen hinterlegt werden. Bei Standards können auch Werknormen berücksichtigt werden. In der Dimensionstabelle lassen sich spezifischen Attribute, wie Gewicht oder Abmessungen der Materialien, definieren.

„Durch das neue TGA-Materialbeschaffungsmodul kann CARF so eingestellt werden, dass der Anwender schneller eigenständig arbeiten kann, weil er nicht mehr so viel Hintergrundwissen benötigt. Das vermeidet Fehleingaben und hilft nicht zuletzt gegen den Fachkräftemangel.“ Andreas Gudrian, Senior Consultant LuArtX IT GmbH

Auch die Baumstruktur der Materialien und die internen Bestellnummern werden vom Administrator vorgegeben. Damit ist der Grundstein gelegt für weitere Automatismen, denn diese Metadaten sind maschinenlesbar im Zugriff.
Wesentlicher Treiber für das Modul ist die Idee, die Effizienz bei dem Katalogaufbau nachhaltig zu steigern. Durch die Templates (Vorlagen) ist dies sichergestellt. Dankbar zum Beispiel ist der Administrator auch, dass der Upload der PDFs der Materialanbieter für die technischen Beschreibungen automatisiert in die Benutzerführung für die Materialbewirtschaftung integriert wurde. Durch die Verschlankung der Dateneingabe kann diese Administrationstätigkeit kostengünstig outgesourct werden. Zum Beispiel übernimmt einen derartigen Auftrag LuArtX IT.

Blick in die Zukunft

Man sollte aber auch größer denken, zum Beispiel in Richtung digitale Plattformökonomie. So ließe sich das CARF-Tool für die Materialbewirtschaftung Rohrleitungsherstellern zur Verfügung stellen. Diese füllen die Felder selbst aus und können so wichtige Produktinformationen vollständig digital dokumentiert auf IT-Plattformen für die durchgängige Anlagenplanung bereitstellen. In der Tat ist dies bereits für einen Hersteller von Halterungen geschehen, der die Konfiguration im CARF-TGA-Katalog selbst übernimmt.

Fazit

Die Digitalisierung der Materialbewirtschaftung ist ein Muss für jeden Anlagenbauer. Damit gerät die Vision „Digitale Fabrik“ für die Anlagenbetreiber in unmittelbare Reichweite. Das Modul ist wiederum ein Beleg dafür, wie genau LuArtX zuhört, was der Markt verlangt.

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TGA-Planung
news-1341 Tue, 14 May 2024 08:12:43 +0200 Wolff & Müller ist neues ABE-Mitglied! https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/wolff-mueller-ist-neues-abe-mitglied/ Der ABE (Aachen Building Experts e.V.) – ein Innovationsnetzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienbranche - begrüßt den Beitritt des Familienunternehmens aus Stuttgart. Das in Stuttgart ansässige Familienunternehmen zählt zu den führenden privaten Bauunternehmen und ist an 25 Standorten in ganz Deutschland aktiv. Es beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und agiert in den Bereichen Hoch- und Industriebau, Ingenieurbau, Stahlbau, Bauwerkssanierung, Tief- und Straßenbau sowie im Spezialtiefbau.

ABE bietet seinen Mitgliedern überregionale Vorteile. Dazu gehören nicht nur eine Vielzahl von Wissensaustausch- und Networking-Veranstaltungen, sondern auch Seminare, das Bau-StartUp-Forum und der Baukongress. Der Aachen Building Experts e.V. festigt damit weiterhin seine Position als Plattform für alle innovativen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienbranche. Diese Unternehmen sind daran interessiert, gemeinsam Ideen zu entwickeln und somit neue Impulse für innovative Bauprojekte zu setzen.

Oliver Wilm, als Geschäftsführer der Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG, wird auf dem Baukongress an der Podiumsdiskussion mit dem Thema "Innovationen und Regulationen als Schlüssel zum Erfolg" teilnehmen. Dies unterstreicht die aktive Beteiligung des Unternehmens im ABE-Netzwerk. Der Baukongress, organisiert von ABE und F.A.Z. Konferenzen, bringt führende Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft vom 12. bis 13. Juni 2024 in Aachen zusammen. Dort werden praxisnahe und kompakte Informationen zu den wichtigsten Zukunftsthemen der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Einblicke in Trends, Innovationen, Herausforderungen und Lösungsansätze vermittelt.

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Personen und Firmen Verbände
news-1340 Mon, 13 May 2024 10:03:45 +0200 Tech in Construction präsentiert Innovationen in der Baubranche https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/tech-in-construction-praesentiert-innovationen-in-der-baubranche/ Die Fachmesse Tech in construction demonstriert am 16. und 17. Mai 2024 in der Belgienhalle in Berlin, wie sich Effizienz und Produktivität im Bauwesen durch digitale Technologien steigern lassen. Die Bauindustrie weist eine stagnierende Produktivität auf, was im Vergleich zu anderen Industrien, die die digitale Transformation bereits durchlaufen haben, deutlich wird. Insbesondere in der aktuellen Baukrise ist ein Effizienzgewinn bei den eigenen Prozessen entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Unternehmen.

Die Startup-Messe Tech in Construction illustriert eindrücklich, wie digitale Technologien dazu beitragen können, die Effizienz erheblich zu steigern. Aus diesem Grund ist die Veranstaltung eine äußerst wertvolle Plattform für Fachleute aus der Bauindustrie, die nach nachhaltigen und fortschrittlichen Lösungen suchen. Die Fachmesse kooperiert außerdem mit dem Netzwerktreffen „80 Sekunden - Neues Bauen“, das parallel in einer Nebenhalle stattfindet.

Die diesjährige Innovationsmesse, die bereits zum fünften Mal stattfindet, präsentiert ein völlig überarbeitetes Konzept. Erstmals wird ein begleitendes Bühnenprogramm in der Mittagszeit über die digitale Prozesskette der Bauwirtschaft informieren. Dadurch sollen Architekten, Ingenieure, Handwerker und Bauunternehmen neue Wege entdecken, um ihre eigenen Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Weitere Schwerpunktthemen sind der Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit und zirkuläres Bauen.

Die Tech in Construction bietet mit zusätzlichen Angeboten wie dem Karrieretag, der Networking-Night, der Startup-Night und einem Investorendinner vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken. Im Innovationsparcours des Mittelstand-Digital Zentrums Handwerk können Besucher die neuesten Technologien in Aktion erleben – von Drohnen über Künstliche Intelligenz bis hin zu Robotern. Außerdem wird erstmals ein Award für digitale Innovationen und Nachhaltigkeit vergeben.

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Veranstaltungen Messen Start-ups
news-1338 Fri, 10 May 2024 06:00:00 +0200 TÜV SÜD-Whitepaper zur Gebäudeautomation erschienen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/tuev-sued-whitepaper-zur-gebaeudeautomation-erschienen/ TÜV SÜD informiert Bauherren mit dem Whitepaper „Gebäudeautomation richtig planen und betreiben“ über Schlüsselthemen für Planung, Bau und Betrieb. Das kürzlich verabschiedete Gebäudeenergiegesetz hat die Standards für die Gebäudeautomation weiter verschärft, insbesondere mit Blick auf die Steigerung der Energieeffizienz. Darüber hinaus spielt eine sorgfältige Planung und effektive Umsetzung der Gebäudeautomation eine zentrale Rolle für den Komfort der Nutzer und den langfristigen Werterhalt von Gebäuden.

Die Vorschriften für die Nachhaltigkeit von Immobilien sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen und Berichtspflichten werden zunehmend strenger. Dies führt zu höheren Anforderungen an einen effizienten Betrieb von Gebäuden. Zum Beispiel hat das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) die Standards für die Gebäudeautomation und die technische Gebäudeausrüstung deutlich angehoben. In Nichtwohngebäuden (NWG) müssen Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen mit einer Leistung von über 290 kW künftig mit Gebäudeautomationssystemen überwacht werden, um ihre tatsächliche Energieeffizienz bewerten zu können.

„Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, dass eine falsch geplante oder ineffiziente Gebäudeautomation zu hohen Betriebskosten und unnötigen Emissionen führt“, sagt Patrick Lützel, Leiter Systemengineering Gebäudeautomation der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Viele Systeme erreichen nicht die gewünschte Leistung oder haben Fehlfunktionen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind und sich auf weite Teile eines Gebäudes auswirken.“

Bauherr ist verpflichtet bei Neubauten oder Sanierungen den gesamten Planungs- und Integrationsprozess zu überwachen

Dies resultiert hauptsächlich daraus, dass die Gebäudeautomation als essenzieller Bestandteil der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) die zentrale Verbindung zwischen Elektrotechnik, Versorgungstechnik, MSR-Technik, Aufzugs- und Fördertechnik sowie Brandschutztechnik darstellt. Mit der zunehmenden Integration der GA-Systeme müssen außerdem effektive IT-/OT-Sicherheitsmaßnahmen festgelegt und implementiert werden, um Cyberangriffe oder Manipulationen zu verhindern.

„Der Bauherr ist bei Neubauten oder Sanierungen dafür verantwortlich, den gesamten Planungs- und Integrationsprozess zu überwachen“, betont Lützel. Die Fachleute von TÜV SÜD haben die wichtigsten Aspekte zur Planung und Betreibung der Gebäudeautomation in ihrem Whitepaper "Gebäudeautomation richtig planen und betreiben" zusammengefasst. Dies umfasst Themen wie das Kennzeichnungssystem, die Leistungsbilanz, das Mess- und Zählkonzept, das Technische Monitoring und die Dokumentation.

Das Whitepaper ist kostenfrei und kann unter Angabe der Kontaktinformationen auf der folgenden Webseite als PDF-Datei angefordert werden: www.tuvsud.com/is-white-paper-ga.

 

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Gebäudetechnik Verbände
news-1336 Wed, 08 May 2024 06:00:00 +0200 BIMSWARM-Treff – BIM 4D – Was macht es aus? https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bimswarm-treff-bim-4d-was-macht-es-aus/ Am 27.05.2024, 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr, findet der zweite BIMSWARM-Treff in diesem Jahr statt, Titel der Veranstaltung: „BIM 4D – Was macht es aus?“ Führende Experten wie Steffen Scharun (OBERMEYER Infrastruktur), Thomas Riedel (OTTO WULFF), Thomas Tschickardt und Dr. Daniel Krause (Wayss & Freytag Ingenieurbau AG) geben spannende Einblicke in die BIM-Praxis.

Die BIMSWARM-Treffs finden in Kooperation mit der Zeitschrift Build-Ing. statt. Moderiert werden die BIMSWARM-Treffen von Build-Ing. Chefredakteur Ralf Golinski.

>> Anmeldungen zum kostenfreien Webinar sind auf der BIMSWARM-Website möglich.

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BIM-Projekte Virtuelle Veranstaltung
news-1337 Tue, 07 May 2024 06:00:00 +0200 BVBS-Positionspapier: Digitalisierung für nachhaltigen Tief- und Infrastrukturbau https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bvbs-positionspapier-digitalisierung-fuer-nachhaltigen-tief-und-infrastrukturbau/ Der BVBS Bundesverband Software und Digitalisierung im Bauwesen hat ein Dokument zur Digitalisierung im nachhaltigen Tief- und Infrastrukturbau veröffentlicht. Darin wird die Steigerung der Effizienz durch die Nutzung von Modellen für Planung, Ausführung und Betrieb hervorgehoben. In Deutschland besteht ein dringender Bedarf an Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen für Straßen- und Schienenwege, Ingenieurbauwerke sowie begleitende Infrastruktur. Die Beteiligten stehen vor großen Herausforderungen bezüglich Koordination, Komplexität und Kosten bei Bauprojekten.
Der BVBS-Arbeitskreis Tief- und Infrastrukturbau hat am 15. März 2024 das Positionspapier "Digitalisierung für nachhaltigen Tief- und Infrastrukturbau - Effizienzsteigerung durch modellbasierte Planung, Ausführung und Betrieb" veröffentlicht. Darin wird betont, dass die Digitalisierung im Tief- und Infrastrukturbau - insbesondere das modellbasierte Planen, Ausführen und Betreiben - Lösungen für die bevorstehenden Aufgaben bietet. Es wird aufgezeigt, wie der digitale Workflow für den Tief- und Infrastrukturbau mithilfe digitaler Werkzeuge der BVBS-Mitglieder umfassend umgesetzt werden kann. Zudem werden Empfehlungen zur Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses gegeben.

>> Das Positionspapier “Digitalisierung für nachhaltigen Tief- und Infrastrukturbau” steht als pdf-Datei zum Download bereit.

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Tiefbau Infrastrukturbau Verbände
news-1335 Mon, 06 May 2024 06:00:00 +0200 Top-Fachkräfte der AEC-Industrie Treffen bei den regionalen Meisterschaften in Digital Construction Zusammen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/top-fachkraefte-der-aec-industrie-treffen-bei-den-regionalen-meisterschaften-in-digital-construction/ Im Jahr 2024 stehen drei bedeutende regionale Meisterschaften in Digital Construction an, die den besten Fachkräften aus der Architektur-, Ingenieurs- und Bauindustrie (AEC) eine Plattform bieten, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Sieger dieser Wettbewerbe qualifizieren sich nicht nur für die Deutsche Meisterschaft, sondern haben auch die Chance, bei den EuroSkills 2025 und den WorldSkills, den internationalen Meisterschaften der Berufe, teilzunehmen.

Wettbewerbsübersicht und wichtige Termine

Landesmeisterschaft Hessen

Landesmeisterschaft Nordrhein-Westfalen

Ruhrpott-Meisterschaft

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind industrielle und handwerkliche Auszubildende, Studierende und Facharbeiter der AEC-Industrie aus unterschiedlichsten Fachrichtungen wie BIM-Konstrukteure, technische Zeichner, Architekten, Ingenieure oder Techniker, die nach dem 01.01.2000 geboren wurden. Zu den Voraussetzungen zählen sehr gute praktische Fertigkeiten, ausgeprägte Fachkenntnisse, gute Englischkenntnisse, hervorragende Prüfungsergebnisse sowie Handlungskompetenz und die Fähigkeit zur Weiterentwicklung. Die Bewerber müssen in Deutschland ausgebildet werden und einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Ein Sprungbrett für Karrieren

Diese Meisterschaften sind mehr als nur Wettbewerbe; sie sind eine Gelegenheit für junge Fachkräfte, ihre Fähigkeiten auf einer großen Bühne zu präsentieren und ihre Karrieren voranzutreiben. Sie bieten auch eine Plattform für Vernetzung, Lernen und professionelle Entwicklung. Durch die Teilnahme können Fachkräfte ihre Kompetenzen international sichtbar machen und wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihre beruflichen Perspektiven erweitern.

Für weitere Informationen und Details zu den Wettbewerben besuchen Sie bitte die offiziellen Webseiten der Veranstaltungen unter Anmeldung und weitere Informationen (siehe oben).

WorldSkills: Das Olympische Spiel der Berufe

WorldSkills-Wettbewerbe sind nicht nur eine Plattform für den beruflichen Wettstreit; sie sind vergleichbar mit den Olympischen Spielen für Fachkräfte. Diese Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet, ist ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten und ein bedeutender Karriereschub für junge Fachkräfte weltweit.

Was sind WorldSkills?

Ursprünglich 1950 als "International Vocational Training Organisation (IVTO)" gegründet, zielt die Veranstaltung darauf ab, die Bedeutung beruflicher Bildung zu unterstreichen und junge Menschen zu ermutigen, Fähigkeiten in verschiedenen Berufen zu erlernen und zu meistern.
Bei den WorldSkills-Wettbewerben treten Teilnehmer aus der ganzen Welt in zahlreichen Disziplinen gegeneinander an, die von traditionellen Handwerksberufen wie Schreinerei und Schweißen bis hin zu modernen Technologien wie Webdesign und Robotik reichen. Die Teilnehmer, oft junge Fachkräfte unter 25 Jahren, müssen ihr Können und ihre Kompetenz in praxisorientierten Aufgaben unter Beweis stellen, die auf Standards der jeweiligen Industrien basieren.

Diese Veranstaltungen finden alle zwei Jahre statt und bieten eine Plattform für Länder, um ihre beruflichen Bildungsprogramme zu präsentieren und von internationalen Best Practices zu lernen. Zudem tragen sie dazu bei, das Ansehen der beruflichen Bildung weltweit zu erhöhen und die Entwicklung von Fachkräften zu unterstützen. WorldSkills spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung des internationalen Austauschs und der Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung.

Wettbewerb "Digital Construction"

Im Fokus des Wettbewerbs "Digital Construction" steht die Vorbereitung der Teilnehmer auf die Herausforderungen der Digitalisierung im Bauwesen. Der Wettbewerb befasst sich mit Corporate Digital Responsibility (CDR), die die Bedeutung der Weiterbildung und des verantwortungsvollen Umgangs mit Technologien betont.

Die Aufgabenstellung

Die Teilnehmer stellen ihr Können in drei Projekten unter Beweis:

  • Modellierung und Einrichten der CDE: Die Teilnehmer erstellen ein Revit-Modell basierend auf vorgegebenen Zeichnungen und Plänen und richten dieses in einer Collaborative Digital Environment (CDE) ein.
  • Kollaboration und Koordination: Dieses Projekt fokussiert sich auf die Zusammenarbeit innerhalb der Modellumgebung. Teilnehmer führen Kollisionsprüfungen mit Navisworks Manage durch und dokumentieren die Ergebnisse auf der CDE.
  • Auswertung von Modelldaten und Visualisierung: Die letzte Herausforderung umfasst 4D- und 5D-Simulationen, eine Marketing-Visualisierung mit Enscape und eine modellbasierte Mängeldokumentation mit Autodesk Build.

Die Teilnahme an den WorldSkills bietet nicht nur eine Plattform, um Fähigkeiten zu messen und zu verbessern, sondern öffnet auch internationale Türen und ermöglicht einzigartige berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Für Unternehmen bedeutet die Unterstützung ihrer Auszubildenden bei diesem Wettbewerb nicht nur eine Investition in die Fachkräfte von morgen, sondern auch eine Demonstration ihrer eigenen Exzellenz und Verantwortung.

Für mehr Informationen besuchen Sie die offizielle Webseite: WorldSkills International.

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Aus- und Weiterbildung Verbände Wettbewerbe & Awards
news-1333 Fri, 03 May 2024 06:00:00 +0200 “25 Years Young” Kampagne startet in der DACH-Zone https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/25-years-young-kampagne-startet-in-der-dach-zone/ Zum 25-jährigen Jubiläum seiner Stiftung "Schneider Electric Foundation" lanciert der Technologiekonzern Schneider Electric eine weltweite Kampagne. Das Ziel ist es, diesen Meilenstein zu feiern und die nächste Generation junger Führungskräfte zu unterstützen, die sich für den Aufbau einer gerechteren, kohlenstoffarmen Gesellschaft engagieren. Die Schneider Electric Foundation wurde im Jahr 1999 unter der Schirmherrschaft der Fondation de France gegründet, um Change Maker zu unterstützen - Personen, die eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben, soziale Inklusion fördern und Gemeinschaften weltweit stärken. Im Jahr 2024 wird die Stiftung das Engagement der Jugend für soziale und ökologische Belange würdigen, das Bewusstsein dafür schärfen und die Unterstützung der Gesellschaft mobilisieren. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten wird die Veröffentlichung eines weltweiten Aufrufs zur Einreichung von Beiträgen sein, der in Zusammenarbeit mit Ashoka, dem Partner der Stiftung für soziales Unternehmertum, stattfindet.

Der Aufruf "Youth Innovation For A Sustainable Future" im Rahmen des Ashoka Changemaker Companies Programms zielt darauf ab, die 25 effektivsten und innovativsten Jugendprojekte aus fünf Kontinenten (Afrika, Amerika, Asien, Europa und Naher Osten) auszuwählen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf beruflichem Engagement und einem fairen Wandel. Das Gewinnerprojekt wird während des COP29-Klimagipfels in Baku, Aserbaidschan, mit einem Preis von 50.000 Euro ausgezeichnet. Zudem erhalten ausgewählte Projekte eine prominente Präsentation auf den Social-Media-Kanälen der Schneider Electric Foundation und des Ashoka-Ländernetzwerks.

Bewerbungen können noch bis zum 19. Mai 2024 unter https://volunteerin.se.com/#/youth-innovation-for-sustainable-future eingereicht werden.

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Wettbewerbe & Awards Umwelt
news-1332 Thu, 02 May 2024 06:00:00 +0200 Neue Richtlinie GEFMA 116 für planungs- und baubegleitendes FM https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/neue-richtlinie-gefma-116-fuer-planungs-und-baubegleitendes-fm/ Die Verbände für Facility Management (FM) aus Deutschland (gefma), Österreich (FMA) und der Schweiz (IFMA Schweiz) haben gemeinsam die Richtlinie GEFMA 116 zum Thema "Planungs- und baubegleitendes Facility Management" veröffentlicht. Die neue Richtlinie GEFMA 116 für planungs- und baubegleitendes Facility Management umfasst zehn Themenbereiche und 77 Fokusthemen, die speziell darauf ausgerichtet sind, Bauherren, Planer und Facility Manager bei der Entwicklung eines ganzheitlichen Prozesses für Planung, Bau und Betrieb zu unterstützen. Sie berücksichtigt in jeder Phase eines Bauprojekts die entscheidenden Schlüsselthemen für einen erfolgreichen Lebenszyklus der Immobilie. Die Integration des planungs- und baubegleitenden Facility Managements in ein Immobilienprojekt trägt maßgeblich zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit von Gebäuden bei und ist ein bedeutender Beitrag zum Thema ESG (Environmental, Social, Governance).

Entwickelt wurde die neue Richtlinie durch einen länder- und verbandsübergreifenden Arbeitskreis bestehend aus gefma, Facility Management Austria (FMA) und IFMA Schweiz. Sie wird von allen drei Verbänden veröffentlicht. Andreas Seibold, Leiter des gefma-Arbeitskreises Planen und Bauen im FM, beschreibt die neue Richtlinie als genau definiertes und strukturiertes Regelwerk für das planungs- und baubegleitende Facility Management in der DACH-Region. Sie dient vor allem als Praxisleitfaden für die Akteure, die an einem Bauprojekt beteiligt sind.

Die Richtlinie GEFMA 116 "Planungs- und baubegleitendes Facility Management" ist ab sofort kostenfrei für gefma-Mitglieder im gefma-Onlineshop erhältlich. Nicht-Mitglieder können sie dort zum Preis von 98 Euro zzgl. USt. erwerben unter: www.gefma.de/shop.

 

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Facility Management Verbände
news-1339 Wed, 01 May 2024 06:00:00 +0200 Dr. Thomas Liebich mit Richard Petrie Award geehrt https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/dr-thomas-liebich-mit-richard-petrie-award-geehrt/ Während des buildingSMART International Summit in Valencia am 12. März wurde Dr. Thomas Liebich, AEC3 -Geschäftsführer und Vorstandsmitglied von buildingSMART Deutschland, für seine langjährigen Bemühungen um die Förderung von openBIM mit dem Richard Petrie Award ausgezeichnet. Dieser Preis ehrt Persönlichkeiten, die eine Pionierrolle in der Entwicklung von openBIM einnehmen, in Erinnerung an den ersten CEO von buildingSMART International, Richard Petrie, der 2022 verstorben ist. In seiner Würdigung erinnerte Clive Billiald, der CEO von buildingSMART International, an Dr. Liebichs maßgebliche Rolle bei der Entstehung der Industry Foundation Classes (IFC) und dafür, dass er in der Community als "Vater der IFC" angesehen wird.

Dr. Liebichs enge Verbindung zu buildingSMART begann im Jahr 1996 mit der Entwicklung des Prototyps IFC1.0. Seit 1999 leitet er die IFC-Entwicklungen von IFC2x bis hin zu IFC4. Seit 2020 setzt er sich weiterhin für die fortlaufende Entwicklung von IFC bei buildingSMART ein und setzt sich für dessen Anerkennung als ISO- und CEN-Standard ein. Im April wurde die Veröffentlichung von IFC4.3 als EN ISO 16739-1:2024 bekannt gegeben. Dr. Liebich spielte als Leiter der ISO- und CEN-Arbeitsgruppen eine maßgebliche Rolle bei diesem Prozess. IFC ist ein herstellerneutraler Standard, der die weltweite Zusammenarbeit beim digitalen Planen, Bauen und Betreiben über Softwaregrenzen hinweg ermöglicht.

 

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IFC buildingSMART Personen und Firmen Wettbewerbe & Awards
news-1334 Tue, 30 Apr 2024 06:00:00 +0200 TUM.wood – Mit Holz bauen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/tumwood-mit-holz-bauen/ Im Zertifikatsprogramm “TUM.wood – mit Holz bauen” der Technischen Universität München werden den Teilnehmenden die neuesten ökologischen, ökonomischen, technischen und architektonischen Fachkenntnisse des modernen Holzbaus nähergebracht. Die Wissensvermittlung erfolgt berufsgeleitend online und vor Ort in München. Die Fachleute der TUM vermitteln den Teilnehmenden wissenschaftliche Konzepte auf praxisorientierte Weise und befähigen sie, die Anforderungen des Holzbaus zu verstehen und professionell umzusetzen. Dabei werden Aspekte wie Architektur, Konstruktion, Regelwerke sowie spezifische Planungsprozesse, Ökobilanzierung und Kreislaufwirtschaft behandelt.

Das Weiterbildungsprogramm TUM.wood wurde vom gleichnamigen Netzwerk ins Leben gerufen, das aus elf Professuren der Technischen Universität München besteht und verschiedene Aspekte rund um das Thema Holz abdeckt. Die gemeinsame Vision ist es, das Potenzial dieses Materials zu nutzen, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen zu fördern und Wege für eine Zukunft im Zeichen des Holzbaus aufzuzeigen. Dabei werden die technischen, architektonischen, ökologischen und ökonomischen Aspekte des nachwachsenden Rohstoffs entlang der gesamten Wertschöpfungskette untersucht, von der Bewirtschaftung der Wälder über die Materialforschung bis hin zur Entwicklung zeitgemäßer Holzarchitektur.

TUM.wood ist ein einzigartiges weltweites Forschungsnetzwerk mit dem Ziel, das Potential von Holz als Rohstoff besser zu nutzen, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu fördern und Wege für eine neue Ära des Holzbaus aufzuzeigen. Das Netzwerk vereint Expertise aus Forschung, Forstwirtschaft, Holzindustrie, Architektur und Bauwesen. Das Zertifikatsprogramm verknüpft die aktuellsten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis, um die Teilnehmenden für die Planung und den Bau mit Holz zu qualifizieren. Durch die didaktische Struktur können die Teilnehmenden das Gelernte entsprechend ihres Wissensstands und ihrer beruflichen Hintergründe direkt in ihre Arbeitspraxis integrieren.

>> Weitere Informationen & Anmeldung

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Aus- und Weiterbildung Forschung & Lehre
news-1331 Mon, 29 Apr 2024 06:00:00 +0200 BIMKIT-Abschlussveranstaltung – KI zum Greifen nah! https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bimkit-abschlussveranstaltung-ki-zum-greifen-nah/ Am 11. Juni 2024 werden in Köln die Ergebnisse des Projekts BIMKIT präsentiert, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wurde. Nach dreieinhalb Jahren intensiver Forschung wurden KI-Verfahren entwickelt, die durch maschinelles Lernen Rohdaten verarbeiten, um daraus BIM-Bestandsmodelle zu generieren und zu optimieren. Effizienteres Gebäudemanagement und verbesserte Bauwerkserhaltung führen zu Vorteilen für Planer, Betreiber und Nutzer. Entwicklern steht eine Anwendung zur Verfügung, die Bauteilinformationen aus Grundrissen erkennt. Die Bestandszustände von Gebäuden und Infrastruktur sind oft unzureichend bekannt. Im Rahmen des Projekts BIMKIT haben sich Unternehmen und Institute zusammengeschlossen, um KI-basierte Anwendungen zu entwickeln, mit denen Bestandsbauten schnell digitalisiert und anschließend effektiver verwaltet werden können.

Die Arbeit des Konsortiums führte zu verschiedenen Optimierungen im Infrastrukturmanagement, wie der Planung von Abbrucharbeiten und der Instandsetzung von Lärmschutzwänden. Im Hochbau wurden Anwendungen entwickelt, um die Wartung technischer Gebäudeausrüstung zu optimieren, insbesondere im Bereich Brandschutz. Darüber hinaus ermöglicht die KI-basierte Technologie eine verbesserte Flächennutzung und reduziert den Energieverbrauch.

BIMKIT-Abschlussveranstaltung mit anschließendem Networking & Get-Together

Eine weitere entwickelte Anwendung in BIMKIT ist die Erkennung von Bauteilinformationen aus Grundrissen. Hierbei wird mittels Deep-Learning-basierter Instanz-Segmentierung die in einem 2D-Plan enthaltene Bauteilinformation extrahiert. Das Ziel ist die Bereitstellung einer Liste von Bauteilen mit ihren Eigenschaften wie Klasse, Geometrie und Relationen zu anderen Bauteilen.

Das übergeordnete Ziel von BIMKIT war auch die automatisierte Aktualisierung vorhandener Bestandsmodelle. Die bereitgestellten Daten für das Building Information Modeling und die KI-Dienste erfolgen dezentral unter Verwendung offener Standards und bestehender BIM-Systeme auf Basis von GAIA-X. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Datensouveränität und -sicherheit gelegt, da auch sicherheitsrelevante Informationen verarbeitet werden.

Interessenten haben auf der Abschlussveranstaltung am 11. Juni 2024 die Möglichkeit, mit den Partnern des BIMKIT-Konsortiums über die KI-Anwendungen zu diskutieren. Zu den Partnern zählen unter anderem ALLPLAN, AplusS, elevaite, e-Task, Fraunhofer HHI, HEXAGON, Hottgenroth Software AG, NT AG, planen-bauen 4.0, Ruhr-Universität Bochum - Informatik im Bauwesen, Schüssler Plan und WorldFactory. Das Programm beinhaltet Vorträge von Dr. K. Glasmacher vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Thomas Wilk, Regierungspräsident Köln, sowie Prof. Dr. Steffen Warmbold vom Verband Beratender Ingenieure e. V. und Gabriele Seitz von der Bundesarchitektenkammer e. V.

>> Informationen zum Projekt

>> Programm und Anmeldung für die Abschlussveranstaltung am 11.6. im Alten Wartesaal in Köln

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Veranstaltungen Forschung & Lehre
news-1329 Thu, 25 Apr 2024 06:00:00 +0200 Neue Fortbildung zum Bachelor Professional für Bauhandwerker https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/neue-fortbildung-zum-bachelor-professional-fuer-bauhandwerker/ Eine neue Fortbildung für das Bau- und Ausbaugewerbe konzentriert sich auf Energieeffizienz und digitales Bauen. Der Kurs entspricht formal einem akademischen Bachelor-Abschluss. Interessierte haben die Möglichkeit, sich am 15. Mai und 6. Juni kostenlos online zu informieren. Die Aufstiegsfortbildung "Bachelor Professional für Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement" (EDiB) beginnt am 7. September 2024. Sie zielt darauf ab, Handwerker und Handwerkerinnen aus dem Bau- und Ausbaugewerbe für die digitale Planung und Umsetzung von Modernisierungsprojekten zu qualifizieren. Neben digitalen und fachlichen Fähigkeiten werden auch umfassende Schnittstellen- und Führungskompetenzen vermittelt.

Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG gefördert werden

Der "Bachelor Professional für Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement (EDiB)" ist darauf ausgerichtet, Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Bau- und Ausbaugewerbe fit für die digitale Planung und Umsetzung von Modernisierungsprojekten zu machen. Eine besondere Eigenschaft des Kurses ist seine gewerkeübergreifende Ausrichtung: Handwerker aus verschiedenen Gewerken arbeiten in enger Zusammenarbeit.

Im Rahmen des Bachelor Professional EDiB sollen die Teilnehmenden nicht nur digitale und fachliche Qualifikationen erwerben, sondern auch fundierte Schnittstellen- und Führungskompetenzen entwickeln. Die Initiatoren von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk betonen, dass der Bachelor Professional EDiB eine ideale Ergänzung zum Meister innerhalb des Betriebs darstellt.

Kostenlose Online-Infoveranstaltungen

Ein Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der BIM-Methode. Diese Methode für digitales und vernetztes Bauen ermöglicht es, alle relevanten Daten für ein Bauprojekt digital zu erfassen und zu visualisieren, sodass alle Beteiligten auf denselben Datensatz zugreifen können. Im Rahmen der Fortbildung lernen Handwerker, die BIM-Methode in sämtlichen Phasen eines Bauprojekts erfolgreich anzuwenden.

Die Fortbildung zum Bachelor Professional EDiB setzt sich aus vier Modulen zusammen:

  •     Modul 1: BIM-Experte / BIM-Expertin im Handwerk
  •     Modul 2: Energieeffiziente Gebäude
  •     Modul 3: Smarte Systeme und Gebäudemonitoring
  •     Modul 4: Digitales Kundenmanagement und Dienstleistungsentwicklung

Die Fortbildung zum Bachelor Professional EDiB startet am 7. September 2024 geht bis Juli 2027. Die Aufstiegsfortbildungen werden in Form eines berufsbegleitenden Formats angeboten. Dabei wechseln sich Online-Unterricht und Selbstlernphasen mit einigen Präsenzveranstaltungen ab, die in den Handwerkskammern Niederbayern-Oberpfalz, Erfurt und Dresden stattfinden.

Die Teilnehmenden haben Zugang zum eCampus Handwerk, der als zentrale Lernplattform dient. Auf dieser neuen Plattform können sie an Online-Seminaren teilnehmen, die Selbstlernmedien flexibel nutzen und sich mit anderen Teilnehmern austauschen sowie gemeinsam arbeiten.

Interessierte können sich zu einer von zwei kostenlosen Informations-Veranstaltungen anmelden. Sie finden online am 15. Mai und 6. Juni 2024 jeweils zwischen 18 und 19 Uhr über Microsoft Teams statt.

>> Weitere Informationen & Anmeldung

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Aus- und Weiterbildung Berufsausbildung BIM-Ausbildung
news-1328 Wed, 24 Apr 2024 15:00:00 +0200 Vereinbarung über Weiterentwicklung offener, interoperabler Workflows für den gesamten Gebäude-Lebenszyklus https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/vereinbarung-ueber-weiterentwicklung-offener-interoperabler-workflows-fuer-den-gesamten-gebaeude-leben/ Heute wurde bekannt gegeben, dass die Nemetschek Group eine Vereinbarung zur Interoperabilität mit Autodesk, Inc. unterzeichnet hat. Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit und Effizienz in den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen, Bau und Betrieb (AEC/O) sowie Medien und Unterhaltung zu fördern. Diese Vereinbarung wird dazu beitragen, die bestehende Interoperabilität zwischen den Cloud- und Desktop-Produkten beider Unternehmen zu erweitern und den Informationsaustausch zwischen den Lösungen zu verbessern. Die Nutzung von Cloud-basierten Tools ist in verschiedenen Bereichen wie dem Bauwesen und der Medienproduktion von entscheidender Bedeutung, da sie Automatisierung fördern und wertvolle Erkenntnisse liefern, die zu besseren Entscheidungen in allen Phasen eines Projekts führen können. Leider gibt es jedoch oft Probleme mit der Verbindung von Menschen, Prozessen und Daten aufgrund von Software- und Dateikompatibilitätsproblemen, was zu ineffizienten Arbeitsabläufen führen kann.

Arbeit mit Cloud-basierten Tools fördert die Automatisierung

Durch die Verbesserung der Arbeitsabläufe zwischen Nemetschek und Autodesk wird ein reibungsloserer Datenfluss zwischen Cloud-Plattformen und Desktop-Anwendungen ermöglicht, wodurch relevante Details zur richtigen Zeit an die richtigen Personen gelangen können. Diese Interoperabilität wird durch die Verbindung von Nemetscheks dTwin-, Bluebeam Cloud-, BIMcloud- und BIMplus-Branchenclouds mit Autodesks Branchenclouds - Forma, Fusion und Flow - sowie den Designlösungen durch die Autodesk Platform Services (APS) unterstützt. APS ist eine Reihe von offenen Application Programming Interfaces (APIs) und Webservices, die es Kunden und Partnern ermöglichen, ihre Daten und Funktionen über verschiedene Lösungen hinweg zu integrieren. Auf diese Weise können Anwender ihre Projekte optimieren, indem sie Automatisierung, künstliche Intelligenz (KI) und Analysefunktionen nutzen.

„Die Unterstützung von openBIM, Interoperabilität und offenen Industriestandards ist tief in der DNA der Nemetschek Group verwurzelt“, sagt Marc Nézet, Chief Strategy Officer der Nemetschek Group. „Unsere Vereinbarung zur Interoperabilität mit Autodesk ist ein historischer Schritt, um Kunden die Möglichkeit zu geben, in jeder Projektumgebung und mit jedem Software-Ökosystem zu arbeiten, was letztendlich zu einer besseren gebauten Welt führt.“

„Autodesk ist fest entschlossen, offene, integrierte, Cloud-basierte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, die Daten zugänglich machen und Projektteams miteinander verbinden“, sagt Amy Bunszel, Executive Vice President, Architecture, Engineering and Construction Solutions bei Autodesk. „Die Erweiterung der Cloud- und Desktop-Lösungen von Autodesk um die Interoperabilität mit Nemetschek ist ein großer Schritt zur Optimierung der Workflows unserer Kunden und hilft ihnen, bessere Projektergebnisse zu erzielen.“

Nemetschek Group und Autodesk bieten wechselseitigen Zugang zu ihren APIs und Branchen-Clouds

Im Rahmen der Partnerschaft bieten die Nemetschek Group und Autodesk gegenseitigen Zugang zu ihren APIs und Branchen-Clouds an. Dadurch erhalten Entwickler Zugriff auf Nemetscheks Lösungen wie Allplan, Archicad, Bluebeam, Maxon One, Vectorworks sowie die entsprechenden Cloud-Plattformen von Nemetschek. Ebenso haben sie Zugang zu den Autodesk-Lösungen wie AutoCAD, Revit, 3ds Max und Maya, sowie zu Autodesk Forma und Autodesk Construction Cloud. Diese Vereinbarung wird es den beiden Unternehmen ermöglichen, den Datenaustausch zu optimieren und neue datenzentrierte Workflows zu entwickeln, die verschiedene Fachbereiche und Branchen abdecken.

Die Interoperabilitätsvereinbarung unterstreicht das fortlaufende Engagement für Integration und offene Industriestandards wie openBIM von buildingSMART. Diese Standards erweitern die Vorteile der Gebäudedatenmodellierung (BIM), indem sie die Zugänglichkeit, Nutzbarkeit, Verwaltung und Nachhaltigkeit digitaler Daten in der Bauindustrie verbessern. Durch die Schaffung eines integrativen Kollaborations-Ökosystems können Teams auf der Grundlage desselben digitalen Modells nahtlos zusammenarbeiten (End-to-End-Workflow).

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Datenformate OpenBIM AutoCAD Datenstruktur Cloud Personen und Firmen
news-1330 Wed, 24 Apr 2024 09:38:16 +0200 BIM Aus- und Weiterbildung 2024 erschienen! https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bim-aus-und-weiterbildung-2024-erschienen/ Die Build-Ing. Redaktion hat einen Überblick von rund 100 BIM-Schulungspartnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengestellt. >> BIM Aus- und Weiterbildung 2024

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Sticky
news-1327 Tue, 23 Apr 2024 06:03:00 +0200 Forschungsprojekt: Bauindustrie 4.0 https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/forschungsprojekt-bauindustrie-40/ Die Technische Universität Braunschweig plant mit dem Projekt „Die Digitale Baustelle – Bauindustrie 4.0 als Schlüssel für eine digitale und nachhaltige Bauwirtschaft“ die Untersuchung digitaler Fertigungstechnologien und deren Einfluss auf Planungs- und Produktionsprozesse unter realen Baustellenbedingungen. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und innovative Impulse für die Baupraxis zu generieren. Wohnungen, Straßen, Brücken – ständig wird gebaut. Doch oft geschieht dies mit herkömmlichen Bautechniken, die seit Jahrzehnten unverändert sind. Während andere Industriezweige die Digitalisierung und Automatisierung zunehmend in ihre Fertigungsprozesse integrieren, bleibt der Bausektor von kostenintensiven, ineffizienten und umweltschädlichen Baustellenprozessen betroffen. Digitale Lösungen sind auf Baustellen selten anzutreffen und beschränken sich bisher auf spezifische Anwendungsbereiche und Pilotprojekte. Angesichts des steigenden Baubedarfs steht die Bauwirtschaft vor der großen Aufgabe, diesen Bedarf künftig mit weniger Ressourcen und Emissionen zu decken.

Innovative Vernetzung von digitalen Technologien

An der Beethovenstraße am Campus Ost der Technischen Universität Braunschweig entsteht das Projekt "Die Digitale Baustelle – Bauindustrie 4.0 als Schlüssel für eine digitale und nachhaltige Bauwirtschaft". Dabei wird eine einzigartige Forschungsinfrastruktur geschaffen, die aus verschiedenen digital gesteuerten Großgeräten besteht. Diese umfassen robotische Einheiten, mobile Roboter, eine automatisierte Betonmischanlage, Objekttracking und immersive Systeme wie eine LED-Wand mit Virtual-Reality-Technologie. Das Herzstück dieser Anlage ist die etwa sechs Meter hohe "3D-Druckeinheit", mit der großformatige, individualisierte, ressourcen- und CO2-effiziente Bauteile additiv hergestellt werden sollen – also in mehreren aufeinanderliegenden Schichten.

„Additive Fertigungstechnologien und insbesondere der 3D-Betondruck sind Schlüsseltechnologien für den Wandel der Bauwirtschaft, denn sie vereinen Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte der Bauproduktion“, betont Professor Patrick Schwerdtner vom Institut für Bauwirtschaft und Baubetrieb (IBB), einer der Initiatoren der digitalen Baustelle und Projektleiter für die Phase der Planung und Beschaffung.

Durch den Verzicht auf Schalung entfällt nicht nur ein kostenintensiver Schritt, sondern auch der additive Fertigungsprozess ermöglicht die Einsparung von Material. Der Beton wird nur dort aufgetragen, wo er konstruktiv benötigt wird. Zudem verbessert sich die Arbeitssicherheit, da die Bauteile automatisiert und nicht mehr manuell unter schwierigen örtlichen Bedingungen und bei problematischen Wetterverhältnissen hergestellt werden.

Die TU Braunschweig arbeitet gemeinsam mit der TU München im Sonderforschungsbereich TRR 277 "Additive Manufacturing in Construction" (AMC) an der Erforschung von 3D-Betondruck und anderen additiven Fertigungstechnologien. Professor Harald Kloft, Sprecher des Sonderforschungsbereichs, sieht in der Digitalen Baustelle großes Potenzial, um die Erkenntnisse aus den Grundlagenforschungen praktisch anzuwenden. Die Wissenschaftler möchten die Ergebnisse des AMC im 1:1-Maßstab und unter realen Bedingungen testen, indem sie verschiedene digitale Technologien vor Ort integrieren und gemäß der Industrie 4.0 vernetzen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche datenbasierte Arbeitsweise auf der Baustelle von der Planung über die Herstellung bis zur Montage, erklärt Norman Hack, Professor für Digitale Konstruktion am Institut für Tragwerksentwurf (ITE). Durch die digitale Prozesskette steigt der Automatisierungsgrad, was ressourceneffizientes Bauen ermöglicht, Transportwege verkürzt und Kommunikationsfehler durch datenbasierten Informationsaustausch vermieden werden.

Schnittstelle für alle am Produktionsprozess Beteiligten ist das „Digital Engineering Center“: In dieser Schaltzentrale sollen sämtliche Informationen der „Digitalen Baustelle“ gebündelt werden – gespeichert und verwaltet in einem dreidimensionalen „BIM-Modell“ (auch für „konventionelle“ Bauprozesse abseits der additiven Fertigung). Die Methodik des Building Information Modelling (BIM) wollen die Wissenschaftler*innen auch als visuelles Kollaborationstool nutzen.

„Hier können wir dreidimensionale Darstellungen unter anderem mit Terminplänen koppeln, um uns Abläufe im zeitlichen Raffer anzuschauen, Daten zu sammeln und zu analysieren“, erklärt Professor Schwerdtner. Das „Digital Engineering Center“ soll zudem als Virtual Reality Labor fungieren, in dem zum Beispiel digitale Bauteile in den realen Raum projiziert werden können.

Die Mobile Digital Concrete Plant für den 3D-Druck vereint verschiedene Prozesse, die bisher separat abliefen, in einem digital durchgängigen Ablauf. Hierbei werden die Materialherstellung durch das Mischen der Ausgangsstoffe, die Förderung des Betons durch Pumpen sowie die Bestimmung der Eigenschaften des Frischbetons und die Fließfähigkeit kontrolliert gesteuert, um die gedruckte Struktur und den Verbund der Schichten zu gewährleisten, so Dirk Lowke, Professor für Baustoffe.

Neue Wege der Qualitätskontrolle

Für die Qualitätssicherung setzen die Forscher um Professor Markus Gerke vom Institut für Geodäsie und Photogrammetrie (IGP) auf automatische 3D-Vermessungssensorik und -methodik. Damit können sie die Ist- und Soll-Geometrie überprüfen und Schäden erkennen. Zusätzlich ist der Einsatz von speziellen Trackingsystemen geplant, um das gesamte Bauwerk für den Abgleich mit den Planungsdaten aufzunehmen. Gleichzeitig möchten die Wissenschaftler die Wetterbedingungen, einschließlich des Windes, messen, um die Auswirkungen der realen Baustellenbedingungen zu analysieren.

In der Zukunft könnte eine ähnliche Baustelle wie an der TU Braunschweig Wirklichkeit werden. „Wir wollen mit unserem Projekt Möglichkeiten für eine zukünftige Baustelleninfrastruktur aufzeigen“, sagt Professor Schwerdtner. „In Anbetracht der Vielseitigkeit von Bauprojekten und Bauverfahren wird es sicherlich eine Vielzahl von möglichen Konzepten geben. Mit unseren Forschungen wollen wir wesentliche Impulse setzen, auf die man aufbauen kann.“

Projektbegleitend und in folgenden Forschungsprojekten ist die Einbindung der regionalen und überregionalen Wirtschaft geplant. Das sieht Professor Schwerdtner auch als klares Angebot: „Auf der ‚Digitalen Baustelle‘ verknüpfen wir Grundlagenforschung und anwendungsnahe Forschung miteinander. Die Planungsbüros und Bauunternehmen sollen frühzeitig Kenntnis erlangen von möglichen Zukunftstechnologien und diese Überlegungen auch in ihre Unternehmensstrategie integrieren, da der Transformationsprozess eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.“


Projektdaten

Das Projekt „Die Digitale Baustelle – Bauindustrie 4.0 als Schlüssel für eine digitale und nachhaltige Bauwirtschaft“ wurde durch fünf Professoren der TU Braunschweig initiiert. Neben dem Institut für Bauwirtschaft und Baubetrieb (Professor Patrick Schwerdtner) sind das Institut für Tragwerksentwurf (Professor Harald Kloft, Professor Norman Hack), das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (Professor Dirk Lowke) und das Institut für Geodäsie und Photogrammetrie (Professor Markus Gerke) an dem Projekt beteiligt. Die Forschungsinfrastruktur wird mit rund 3,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, einschließlich eines Eigenanteils von zehn Prozent. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) setzt die Aufbauförderung im Rahmen der Richtlinie „Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ um.

 

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Digitalisierung Forschung & Lehre
news-1326 Mon, 22 Apr 2024 06:00:00 +0200 Mangel an Frauen in der Baubranche: Herausforderung für die Fachkräftegewinnung https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/mangel-an-frauen-in-der-baubranche-herausforderung-fuer-die-fachkraeftegewinnung/ Der Mangel an Fachkräften stellt eine der bedeutendsten Herausforderungen für die Bauindustrie dar. Bis zum Jahr 2030 könnten der Branche bis zu 100.000 Fachkräfte fehlen, was eine dringende Handlungsnotwendigkeit signalisiert. Bemühungen, mehr Frauen für die Bauwirtschaft zu gewinnen, waren bisher eher erfolglos. Die Nachfrage nach Bauprojekten ist so hoch wie nie zuvor, sei es im Bereich der Schiene, Straßen, Brücken oder Wohnhäuser. Der Bau formt unsere Lebensräume und hinterlässt bleibende Spuren. Um diese zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen, hat die Baubranche bereits einen Transformationsprozess eingeleitet. Die Digitalisierung, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und fortschrittliche Technologien ermöglichen schnellere Prozesse, steigern die Produktivität und verbessern die Effizienz. Dies trägt dazu bei, die Attraktivität für Fachkräfte zu steigern – Fachkräfte, die die Bauindustrie dringend benötigt, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Identität.

Im Baugewerbe mangelt es an weiblichen Fachkräften

„Die Branche ist nicht unattraktiv, sondern vor allem bei der Integration weiblicher Fachkräfte mit Klischees ausgestattet. Etwa, dass körperliche Arbeit an der Rüttelplatte nur von Männern verrichtet werden könne. Ausgelassen wird in dieser veralteten Vorstellung, dass Planung einen großen Teil der Arbeit ausmacht und dass Automatisierung sowie Technisierung in der Bauindustrie schon gang und gäbe sind“, sagt Jutta Beeke, Vizepräsidentin für Sozialpolitik der Bauindustrie.

Allein bis 2030 fehlen der Branche bis zu 100.000 Fachkräfte. „Allein aus diesem Grund wäre es ein Fehler, einen Großteil des gut ausgebildeten weiblichen Personals links liegen zu lassen. Das können wir uns nicht leisten. Denn der Bau partizipiert von verschiedenen Blickwinkeln, von verschiedenen Arbeits- und Herangehensweisen, von Diversität auf der Baustelle. Ich bin ehrlich: Wir könnten weiter sein, als es die Zahlen heute verdeutlichen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen, besser zu werden.“

Frauennetzwerke gehen in die Offensive

Die Initiative "Klischeefrei" und das FrauenNetzwerk-Bau engagieren sich aktiv dafür, traditionelle Vorstellungen zu überwinden und Frauen eine Plattform für Austausch und Förderung zu bieten. Obwohl Frauen in verschiedenen Bereichen der Bauindustrie vertreten sind, bleibt ihr Anteil weiterhin gering. Derzeit stellen Frauen nur etwa 14 Prozent der Beschäftigten im Baugewerbe dar, und ihr Anteil in gewerblichen Berufen liegt bei lediglich 1,9 Prozent. Es gibt jedoch Anzeichen für Veränderungen: In den letzten zehn Jahren ist der Frauenanteil in bauhauptgewerblichen Berufen um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, und auch der Anteil weiblicher Studierender im Fach Bauingenieurwesen nimmt kontinuierlich zu.

Der Anteil weiblicher gewerblicher Auszubildender in bauhauptgewerblichen Berufen beträgt 3,5 Prozent. Frauen bevorzugen vermehrt Tätigkeiten in der Planung: 27 Prozent der Beschäftigten in der Bauplanung und -überwachung sind Frauen, was im Vergleich zu vor 10 Jahren einem Anstieg von 6 Prozentpunkten entspricht, als der Anteil noch bei 21 Prozent lag. Das Fach Bauingenieurwesen verzeichnet einen Frauenanteil von 30 Prozent unter den Studierenden, ein Anstieg von 8 Prozentpunkten im Vergleich zu vor 20 Jahren, als er bei 22 Prozent lag. Im Bereich der Bauingenieure, die hauptsächlich in Bauunternehmen arbeiten, sind 28 Prozent weiblich, während in der öffentlichen Verwaltung der Anteil bei 46 Prozent liegt. Dies entspricht einem Anstieg von 4 bzw. 6 Prozentpunkten innerhalb von 10 Jahren.

>> Mehr Informationen im "Frauen am Bau - Arbeitsmarktreport 2024"

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit und der SOKA-BAU.

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Aus- und Weiterbildung Berufsausbildung BIM-Ausbildung
news-1325 Fri, 19 Apr 2024 06:00:00 +0200 Finalisten der DGNB Sustainability Challenge 2024 stehen fest https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/finalisten-der-dgnb-sustainability-challenge-2024-stehen-fest/ Im diesjährigen Innovationswettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wählte die Jury jeweils drei Finalisten in den Kategorien „Innovation“, „Forschung“ und „Start-up“ aus. Hinzu kommen drei Nominierte für den erstmals vergebenen Sonderpreis „Biodiversität“. Es wird auch einen Publikumspreis geben, der über die Kategorien hinweg verliehen wird. Die Abstimmung dafür beginnt am 14. Mai 2024 im Rahmen einer Online-Veranstaltung, während der die Finalisten in Kurzvorträgen dem interessierten Publikum vorgestellt werden. Die Gewinner werden am 18. Juni beim DGNB Tag der Nachhaltigkeit in Stuttgart bekannt gegeben. Dort haben alle Finalisten erneut die Möglichkeit, sich und ihr Projekt zu präsentieren.

In den Kategorien „Innovation“ und „Start-up“ jeweils drei Finalisten

In der „Innovations“-Kategorie hat der formgepresste Lehmstein Conclay von Kimm aus Wabern-Udenborn in Nordhessen es ins Finale geschafft. Durch ein industriell hergestelltes Verfahren können Lehmsteine und -platten in großen Mengen hergestellt werden und auch für tragende Zwecke verwendet werden. Sie stellen eine Alternative zu energieintensiven Wandbaustoffen dar. Ebenfalls in der Endauswahl steht das Nature Tech Material karuun von einem Unternehmen namens karuun in Kißlegg, das aus dem nachwachsenden Rohstoff Rattan hergestellt wird. Der Verbundwerkstoff wird in einem patentierten Verfahren als Alternative zu Kunststoff zu Produkten wie Platten, Blöcken und Furnieren für den Innenausbau verarbeitet. Auch das gebäudeintegrierte Solardach Roofit.Solar von Roofit Solar Energy aus Beetzendorf in Sachsen-Anhalt ist dabei. Bei diesem Dach- und Fassadensystem ist die monokristalline PV-Folie kaum sichtbar in die Metallpaneele der Doppelstehfalz-Module integriert.

In der „Start-up“-Kategorie überzeugte die Jury das Unternehmen ecoLocked aus Berlin mit ihrem Betonzusatzstoff aus Biokohle, der Gebäude zu Kohlenstoffsenken macht. CO2 wird dauerhaft im Baumaterial gespeichert, der Bedarf an fossilen Rohstoffen reduziert und die Materialeigenschaften verbessert hinsichtlich Isolierung, Haltbarkeit und Herstellungszeit. Ebenfalls nominiert ist die genossenschaftlich organisierte Hanffaser Geiseltal eG aus dem Saalkreis in Sachsen-Anhalt. Diese kauft Hanfstroh von landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region und verarbeitet es in einer Faseraufschlussanlage zu Baustoffen, Dämmmaterialien und Halbzeugen, die beispielsweise als Zuschlag für Lehmprodukte verwendet werden können. Das dritte nominierte Start-up ist Optocycle aus Tübingen, dessen KI-gestütztes, optisches Erkennungssystem der Trennung von Baumischabfällen direkt auf der Baustelle dient. Durch die Sensortechnik wird eine effiziente Wieder- und Weiterverwendung von mineralischen Materialien und Bodenaushub im Sinne des Ressourcenschutzes und der Kreislaufwirtschaft ermöglicht.

In der Kategorie „Forschung“ drei Finalisten und ein studentischer Sonderpreis

In der „Forschung“-Kategorie entschied sich die Jury für das Projekt circularWOOD des Lehrstuhls für Architektur und Holzbau an der TU München, das die Integration zirkulärer Prinzipien im Holzbau untersucht. Neben der Analyse vorhandener Hindernisse werden auch praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Transformation erarbeitet. Ebenfalls unter den drei besten Forschungsprojekten ist das Projekt Fertigteil 2.0 des Fachgebiets Entwerfen und Nachhaltiges Bauen an der TU Darmstadt, das sich mit der Wieder- und Weiterverwendung vorhandener Betonstrukturen befasst. Dabei wird eine real-digitale Prozesskette genutzt, um digitale Zwillinge aus Bestandsstrukturen zu erstellen, gefolgt von Planung, Entnahme und Aufbereitung. Der dritte Finalist in dieser Kategorie ist das Projekt PointClouds2LCA des Lehrstuhls für Computergestützte Modellierung und Simulation an der TU München, das eine digitale Methode zur zeiteffizienten Erfassung von Bestandsgebäuden darstellt. Punktwolken und Bildaufnahmen werden in vollautomatisierten Schritten direkt in Energiemodelle umgewandelt, um das Potenzial der Gebäude zu identifizieren.

Wie in den Vorjahren wird bei der DGNB Sustainability Challenge auch ein Sonderpreis für studentische Projekte vergeben. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an die Masterarbeit von Bernadette Lang-Eurisch. Die Arbeit, durchgeführt am Institut für Statik und Konstruktion der TU Darmstadt, vergleicht umwelt- und mikroklimatische Effekte urbaner Quartiere zur Ermittlung einer optimalen Grünfassadenstrategie mittels Ökobilanzierung und mikroklimatischer Analyse.

Sonderpreis „Biodiversität“

Zum ersten Mal in diesem Jahr wird kategorienübergreifend ein Sonderpreis zum Thema „Biodiversität“ verliehen. Die DGNB möchte damit Unternehmen und Projekten eine Plattform bieten, die sich für den Schutz und Erhalt der Ökosystem- und Artenvielfalt einsetzen. Die Jury hat auch hier drei Finalisten ausgewählt.

Ein Beispiel ist die „wilde Klimawand“, ein Kooperationsprojekt der Universität Stuttgart, der HELIX Pflanzensysteme GmbH und des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Diese Wand trägt maßgeblich zur Steigerung der Ökosystem- und Artenvielfalt im städtischen Bereich bei. Das Grünfassadensystem für bestehende Gebäude wird an die vorhandene Artenvielfalt der Umgebung angepasst, um Lebensräume für Insekten und Vögel zu schaffen. Die Firma istraw aus Kirchanschöring in Bayern nutzt für ihre Trockenbauplatten Moorbiomasse und setzt dabei auf Paludikultur, die landwirtschaftliche Nutzung nasser Moorstandorte, ohne Lebewesen zu beeinträchtigen. Die Rückvernässung während der Ernte unterstützt zudem das Mikroklima. Neben der Nominierung in der Kategorie „Innovation“ hat es das Unternehmen karuun mit seinem Nature Tech Material auch unter die besten drei beim Sonderpreis „Biodiversität“ geschafft.

Online-Pitch und Abstimmung zum Publikumspreis

Auch in diesem Jahr wird bei der DGNB Sustainability Challenge wieder ein Publikumspreis vergeben. Die Abstimmung startet parallel zur Online-Pitch-Veranstaltung am 14. Mai. Dabei können interessierte Personen alle Finalisten kennenlernen und bewerten. Die Teilnehmer präsentieren ihre Projekte in Kurzvorträgen ab 14 Uhr, und die Stimmabgabe erfolgt über ein Online-Voting, das bis zum 16. Juni geöffnet bleibt.

Am 18. Juni beim DGNB Tag der Nachhaltigkeit in Stuttgart werden alle Finalisten erneut ihre Projekte auf der Bühne vorstellen. Während des gesamten Tages haben sie außerdem die Möglichkeit, mit den Anwesenden an ihrem eigenen Stand in Kontakt zu treten. Während die Gewinner pro Kategorie von der Jury ausgewählt werden, wird der kategorienübergreifende Publikumspreis aus den Ergebnissen des Online-Votings und der Stimmabgabe vor Ort ermittelt. Die Gewinner werden im Laufe des DGNB Tags der Nachhaltigkeit bekannt gegeben.

Weitere Informationen zu den Finalisten sowie die Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung für die Online-Pitch-Veranstaltung unter www.dgnb.de/sustainability-challenge.

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Verbände Wettbewerbe & Awards Nachhaltiges Bauen ESG
news-1324 Thu, 18 Apr 2024 08:11:36 +0200 Inara Suites – ein innovatives Beispiel für Zirkularität im Bausektor https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/inara-suites-ein-innovatives-beispiel-fuer-zirkularitaet-im-bausektor/ Das Seehotel Wiesler in Titisee demonstriert anhand des Baus seines Appartementhauses Inara Suites, wie nachhaltiges und gesundes Bauen in der Realität umgesetzt werden kann. Die beiden Saint-Gobain Unternehmen Isover und Rigips unterstützen das ambitionierte Projekt. In Titisee, im Schwarzwald, wird als Erweiterung des bekannten Seehotels Wiesler ein neues Appartementhaus namens "Inara Suites" errichtet. Das Bauprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Sentinel Haus Institut (SHI) konzipiert, wobei der Schwerpunkt auf maximaler Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft liegt. Das Ziel besteht darin, ein Gebäude zu schaffen, in dem so viele Materialien und Bauteile wie möglich am Ende ihrer Lebensdauer wieder in biologische oder technische Kreisläufe integriert werden können.Die beiden Saint-Gobain Unternehmen Isover und Rigips unterstützen das ambitionierte Projekt mit gesundheitsfördernden und nachhaltigen Produktlösungen sowie ihrem einzigartigen "Easy Eco" Nachhaltigkeitsversprechen.

Die Notwendigkeit, dass Bau und Betrieb von Gebäuden klimafreundlicher, gesünder und zukunftsfähiger werden müssen, wird mittlerweile nicht mehr nur von Experten in Frage gestellt. Die CO2-Emissionen der üblicherweise verwendeten Baustoffe sind zu hoch, und es ist oft schwierig, Verbindungen zwischen Bauteilen zu lösen, um die Materialien wiederzuverwenden und in neue Materialkreisläufe zurückzuführen. Eines der Ziele des innovativen "Inara Suites"-Projekts ist es, dies zu ändern: Es werden vier hochwertige Gästezimmer und zwei Eigentumswohnungen mit insgesamt 380 m2 Wohnfläche in Holzständerbauweise direkt neben dem Hauptgebäude des Seehotels Wiesler errichtet. Das gesamte Gebäude wird anhand der Kriterien Kreislauffähigkeit, Treibhausgasemissionen, soziale Standards, Wasser/Boden/Biodiversität und Materialgesundheit bewertet und maximal transparent gemacht durch eine neu entwickelte Logik.

Das Projekt wird als zweites Hotel in Deutschland nach dem neuen Zertifizierungsmodell "GreenSign Circular" bewertet und zertifiziert. Dieses Bewertungsmodell unterstützt Hotels dabei, ihr Geschäftsmodell und ihre baulichen Maßnahmen im Einklang mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auszurichten und zu optimieren.

Nachhaltige Innovationen im Holzbau und transparente Rücknahmezusagen

Von Beginn an begleiten der Dämmstoffspezialist Isover und der Trockenbaupionier Rigips das Projekt als Industriepartner. Aus mehreren guten Gründen, wie Michael Berger, Marktmanager Holzbau und verantwortlicher Projektleiter bei beiden Unternehmen, erläutert: „Seit Jahren entwickeln Isover und Rigips spezielle Konstruktions-Lösungen für den modernen Holzbau. Es freut uns sehr, dass wir unsere gemeinsame Expertise nun auch in den Dienst der ,Inara Suites‘ stellen dürfen. Konkret werden zum Beispiel in den Außen- und Innenwänden die passgenauen Ultimate Holzbaufilze von Isover sowie die robusten Rigidur H Gipsfaserplatten von Rigips für den erforderlichen Wärme- beziehungsweise Brand- und Schallschutz in den Gästezimmern und Wohnungen sorgen. Insbesondere aufgrund ihrer hervorragenden kombinierten Material- und Verarbeitungseigenschaften lassen sich diese beiden vom Sentinel Haus Institut empfohlenen und in der SHI-Datenbank gelisteten, nichtbrennbaren Produktlösungen in diesem besonderen Holzrahmenbauprojekt der Gebäudeklasse 4 vorteilhaft einsetzen. So können gerade mineralische Dämm- und Beplankungsprodukte im mehrgeschossigen Holzbau die Basis einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Bauweise sein.“

Unter dem Gesichtspunkt der Kreislauf- und Recyclingfähigkeit sei darüber hinaus jedoch ein weiteres Angebot beider Unternehmen entscheidend, so Michael Berger weiter. „Seit Sommer 2023 bieten wir mit unserer ,Easy Eco‘-Initiative nicht nur weitreichende Rücknahmeservices etwa für Baustellen-Verschnitt oder Verpackungsmaterialien an. Easy Eco umfasst auch die Materialrücknahme nach Rückbau von Dämmstoffen aus Steinwolle, Glaswolle und Ultimate Mineralwolle sowie aller Rigips Gipsplatten und Rigidur Gipsfaserplatten, die ab dem Stichtag 1. Juli 2023 verbaut wurden. Unser Ziel ist es, den Stoffkreislauf zu schließen und unseren Kunden bereits heute umfassende Verwertungsmöglichkeiten anzubieten. Dies befreit  sie zum einen vom Druck des bevorstehenden Deponieverbots für recyclebare Bauprodukte und versetzt sie zum anderen in die Lage, nachgewiesen nachhaltige Gebäudekonzepte zu realisieren – und dies so einfach und transparent wie irgend möglich.“

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Personen und Firmen Praxisbericht Umwelt Nachhaltiges Bauen
news-1323 Tue, 16 Apr 2024 06:00:00 +0200 Deutscher Fassadenpreis 2024 für VHF ausgelobt https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/deutscher-fassadenpreis-2024-fuer-vhf-ausgelobt/ Der Fachverband für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) hat Anfang März den renommierten Deutschen Fassadenpreis für VHF ausgelobt. Architekten und ihre Bauherren können bis zum 31. Mai 2024 außergewöhnliche Projekte mit vorgehängter hinterlüfteter Fassade (VHF) einreichen. Der Architekturpreis wird bereits zum 15. Mal verliehen. In diesem Jahr wird der Preis erstmals in den Kategorien "Das besondere Detail", "Bauen im Bestand", "Modulares Bauen" und "Junge Architekten (U45)" vergeben. Seit 1999 ehrt diese Auszeichnung herausragende Leistungen von Architektinnen und Ingenieuren, die im Auftrag ihrer Bauherren und Investoren innovative und nachhaltige Fassadenlösungen umgesetzt haben. Projekte, die in den letzten zwei Jahren fertiggestellt wurden, können noch bis zum 31. Mai online eingereicht werden unter: www.wettbewerbeaktuell.de/DeutscherFassadenpreis2024.

Die Fassade eines Gebäudes verkörpert nicht nur seine äußere Hülle, sondern ist auch ein Ausdruck seiner Identität und Funktionalität. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) stehen für die Zukunft der Architektur, da sie Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit mit vielfältigen bauphysikalischen Eigenschaften und intelligenten technischen Funktionen vereinen. Der 15. Deutsche Fassadenpreis 2024 für VHF würdigt die innovativsten Lösungen.

In diesem Jahr werden erstmals vier gleichwertige Preise in verschiedenen Kategorien verliehen, die die Vielfalt und Innovation des zeitgenössischen Bauens widerspiegeln:

  • Das besondere Detail: In der Kategorie werden Projekte ausgezeichnet, die in ihrer Fassadengestaltung durch ein hohes Maß an herausragender architektonischer Detailqualität überzeugen.
  • Bauen im Bestand: Prämiert werden innovative Lösungen für die Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude mit VHF.
  • Modulares Bauen: Die Kategorie widmet sich der fortschrittlichen Bauweise des Modulbaus, bei dem die Fassadenkomponenten modular vorgefertigt und vor Ort montiert werden.
  • Junge Architekten (U45): Gewürdigt werden Projekte von Architekten unter 45 Jahren, die durch ihre kreative Herangehensweise und innovative Fassadenlösungen überzeugen.

Die Einreichung der Dokumente für den Deutschen Fassadenpreis 2024 für VHF erfolgt ausschließlich online über die Website wettbewerbe-aktuell.de/DeutscherFassadenpreis2024. Die Jury wird Ende Juni 2024 zusammenkommen, und die Preisverleihung ist für Oktober 2024 geplant. Zusätzlich werden sowohl die prämierten Projekte als auch diejenigen, die von der Jury in die nächste Runde gewählt werden, auf dem Messestand des FVHF auf der BAU 2025 in München sowie im Fachportal des FVHF unter fvhf.de präsentiert und einem breiten Publikum vorgestellt.

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Verbände Wettbewerbe & Awards
news-1322 Mon, 15 Apr 2024 06:00:00 +0200 Fernstraßenbau: Neuer BIM-Leistungskatalog vereinfacht Ausschreibung und Abrechnung von BIM-Leistungen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/fernstrassenbau-neuer-bim-leistungskatalog-vereinfacht-ausschreibung-und-abrechnung-von-bim-leistung/ Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB), die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. (ZDB), die Autobahn GmbH des Bundes und die DEGES GmbH haben eine Vereinbarung zur Anwendung des BIM-Leistungskatalogs unterzeichnet. Der  veröffentlichte BIM-Leistungskatalog definiert BIM-Leistungen für sowohl die Planungs- als auch die Bauphase und ermöglicht damit eine genauere Kalkulation. Im vergangenen Jahr hat die DEGES diesen für die Planungsleistungen in Zusammenarbeit mit dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) und der Bundesingenieurkammer abgestimmt. Nun haben auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) eine gemeinsame Erklärung zur Nutzung des Katalogs unterzeichnet.

Dadurch setzen die drei Bauverbände zusammen mit der Autobahn GmbH und der DEGES als bedeutende Auftraggeber im Bereich Fernstraßen ein deutliches Zeichen für die kooperative Einführung der BIM-Methode. Diese Aktion soll sowohl an die Mitgliedsunternehmen der drei Bauverbände als auch an andere Auftraggeberorganisationen im deutschen Fernstraßenwesen appellieren, den BIM-Leistungskatalog zu nutzen, wie in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärt wurde.

Etablierung der BIM-Methode im Fernstraßenbau erhält weiteren Schub

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat mit dem „Masterplan BIM Bundesfernstraßen“ klare Ziele und Meilensteine gesetzt. Im Grunde sind sich alle Beteiligten einig: BIM als digitale, kollaborative Arbeitsmethode hat das Potenzial, die Planung, den Bau und in Zukunft auch den Betrieb von Fernstraßen grundlegend zu verändern. BIM ermöglicht es Planern, Ingenieuren, Bauunternehmen und anderen Fachleuten, die am Bauprozess beteiligt sind, in Echtzeit zusammenzuarbeiten und Änderungen transparent nachvollziehbar zu machen. Dadurch wird der Bauprozess effizienter, die Kosten werden reduziert und Fehler minimiert.

Auf dem Weg zu einem solchen Paradigmenwechsel müssen viele Fragen geklärt und praktische Probleme gelöst werden. Bis heute bestehen beispielsweise Unsicherheiten bei der Beschreibung von BIM-Leistungen und deren Vergütung, sowohl für Hauptleistungen als auch für zusätzliche Leistungen. Auftraggeber und Auftragnehmer müssen eine neue gemeinsame Sprache finden, um sicherzustellen, dass beide Parteien die gleiche Leistung verstehen und diese entsprechend kalkuliert, erbracht und vergütet werden kann.

Der frisch veröffentlichte BIM-Leistungskatalog bietet einen einheitlichen Rahmen, der BIM-Leistungen für sowohl die Planungs- als auch die Bauphase klar beschreibt und dadurch kalkulierbar macht. Die DEGES hat ihn im Jahr 2023 in Abstimmung mit dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) und der Bundesingenieurkammer für die Planungsleistungen entwickelt und vereinbart. Nun setzen die Autobahn GmbH und die DEGES als bedeutende Auftraggeber im Fernstraßenwesen sowie die drei Bauverbände gemeinsam ein Zeichen für die partnerschaftliche und nachhaltige Einführung der BIM-Methode. Diese gemeinsame Erklärung soll als Signal an die Mitgliedsunternehmen der drei Verbände und weitere Auftraggeberorganisationen im deutschen Fernstraßenwesen verstanden werden, den BIM-Leistungskatalog als wertvolles Instrument im Sinne der gemeinsamen Aufgaben zu nutzen.

>> BIM-Leistungskatalog

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BIM-Projekte Infrastrukturbau Verbände
news-1321 Fri, 12 Apr 2024 06:00:00 +0200 Formitas übernimmt BIM-Management für Neubauprojekt an der TH Wildau https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/formitas-uebernimmt-bim-management-fuer-neubauprojekt-an-der-th-wildau/ Die Formitas AG wird das BIM-Management für den Neubau eines Rechenzentrums mit Laborgebäude an der Technischen Hochschule Wildau, südlich von Berlin, übernehmen. Die Experten für digitale Lösungen beeindruckten mit ihrem Konzept für die Anwendungsfallanalyse im Ausschreibungsverfahren des zuständigen Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB), speziell in der Zentralen Vergabestelle im Bereich FBT. Das Team am Standort von Formitas in Berlin wird das Projekt über sämtliche Phasen der Leistungsbetreuung hinweg begleiten.

Das Land Brandenburg führt erstmals seine BIM-Strategie bei Landesbauten mit diesem teilweisen Neubau an einer Hochschule durch. Das BIM-Management spielt eine zentrale Rolle bei der Anwendung der BIM-Methodik während des gesamten Projektverlaufs. Die Formitas AG wird in Zusammenarbeit mit dem BLB in den Leistungsphasen 1 bis 8 die Anforderungen an die Auftraggeberinformationen (AIA) erarbeiten und im Bereich BIM während der folgenden Projektphasen verwalten.

Errichtung eines integrierten Rechenzentrums und Lehrgebäudes an der TH Wildau

Die BIM-Methodik wird für verschiedene Anwendungsfälle eingesetzt, darunter die Erstellung von Unterlagen zur Haushaltsbegründung, die Koordination der Fachgewerke, die Kontrolle von Qualität und Fortschritt der Planung, die Ableitung von Planunterlagen aus dem Modell, die Mengen- und Kostenermittlung, die Kollisionsprüfung innerhalb der Fachplanungen, das Inbetriebnahmemanagement und die Bauwerksdokumentation.

Der Neubau des Rechenzentrums und des Unterrichtsgebäudes erstreckt sich über eine Fläche von 3.975 m² auf dem Gelände der Technischen Hochschule Wildau. Es entsteht ein neues Rechenzentrum als geschlossene Einheit mit dazugehörigen Büro- und Beratungsräumen. Zudem werden Räumlichkeiten für Forschung und Lehre geschaffen, wie physikalische Labore, Seminarräume und Büros für die Studiengänge Automatisierungstechnik und Verkehrssystemtechnik. Die Baumaßnahmen umfassen auch Bereiche für die Betriebswirtschaft mit physikalischen Laborflächen sowie Gruppenarbeitsräume, Büros und ca. 2.000 m² Außenanlagen.

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Planung BIM-Projekte BIM-Manager BIM und Ausschreibungen Personen und Firmen
news-1320 Thu, 11 Apr 2024 07:55:59 +0200 Vergabe-Report Bau 2024 veröffentlicht https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/vergabe-report-bau-2024-veroeffentlicht/ Der von Cosuno veröffentlichte Report liefert eine detaillierte Analyse der Vergabepraktiken in der Baubranche, basierend auf den Daten des Jahres 2023, und bietet wertvolle Einblicke und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um ihre Ausschreibungsprozesse zu optimieren. Der detaillierte Bericht von Cosuno, einer Online-Plattform für privat-gewerbliche Ausschreibungen, basiert auf Daten von 371.014 individuell eingeladenen Bietern und 50.940 abgegebenen Angeboten. Er bietet einen umfassenden Überblick über die aktuelle Marktlage und behandelt die Nachfrage nach verschiedenen Gewerken, die Rücklaufquoten auf Angebotsanfragen sowie regionale Vergleiche.

Wichtige Erkenntnisse des Reports:

  • Preisvolatilität: Der Report beleuchtet die Preisvolatilität der 20 am meisten nachgefragten Gewerke mit speziellem Fokus auf Bereiche mit erheblichen Schwankungen in den Angeboten, was Unternehmen hilft, ihre Kalkulationen sorgfältig zu prüfen und Risikomanagementstrategien zu implementieren.
  • Regionale Unterschiede: Durch die Analyse der Rücklaufquoten in verschiedenen Bundesländern ermöglicht der Report eine gezielte Anpassung der Ausschreibungsstrategien an regionale Marktbedingungen.
  • Potenzielle Vergabeersparnis: Der Report unterstreicht, dass Nutzer des Cosuno-Netzwerks potenziell bis zu 6,6 % Vergabeersparnis erzielen können, was die Bedeutung einer effektiven Netzwerkerweiterung und erhöhten Wettbewerbsdichte hervorhebt.

>> Der komplette Vergabe-Report Bau 2024 zum Download.

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BIM und Ausschreibungen Personen und Firmen Forschung & Lehre
news-1319 Wed, 10 Apr 2024 06:00:00 +0200 Richtlinie VDI/DIN 2552 Blatt 12.2 EE erschienen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/richtlinie-vdidin-2552-blatt-122-ee-erschienen/ Die Richtlinie VDI/DIN 2552 Blatt 12.2 EE „Building Information Modeling – Metadaten zur Identifikation von BIM-Anwendungsfällen“ kann beim Beuth Verlag bestellt werden. In der Bau- und Immobilienbranche gewinnt die Anwendung der Methode "BIM" zunehmend an Bedeutung. Dabei steht das Informationsmanagement von bauwerksbezogenen Daten in den Bereichen Entwicklung, Planung, Bau, Betrieb und Rückbau im Fokus. BIM-Anwendungsfälle spielen dabei eine zentrale Rolle.

Mit der zunehmenden Verbreitung von BIM-Anwendungsfällen wird eine benutzerfreundliche, systematische und standardisierte Methode zur Differenzierung und Identifizierung dieser Fälle immer wichtiger. Eine gemeinsame Empfehlung von VDI und DIN beinhaltet die Beschreibung von Metadaten, die zur Identifizierung von BIM-Anwendungsfällen dienen. Diese Metadaten stellen die spezifischen Merkmale eines BIM-Anwendungsfalls dar und sollen auf Plattformen zur strukturierten Ablage und Suche von BIM-Anwendungsfällen genutzt werden.

Zusätzliche Expertenempfehlungen innerhalb der Richtlinienreihe VDI/DIN 2552 Blatt 12 umfassen unter anderem die Strukturierung von BIM-Anwendungsfällen. Die VDI/DIN-Richtlinie 2552 Blatt 12.2 EE "Building Information Modeling - Metadaten zur Identifikation von BIM-Anwendungsfällen" wurde im März 2024 veröffentlicht und ist beim Beuth Verlag erhältlich.

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Normen, Vorschriften Normen und Standards DIN VDI Verbände
news-1195 Tue, 09 Apr 2024 07:00:00 +0200 Digitale Baustelle https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/digitale-baustelle/ Veränderte Arbeitsweisen wie die BIM-Methodik haben die Planung von Bauvorhaben in Teilen schon ordentlich umgekrempelt. Aber oft werden digitale Arbeitsweisen, die Nutzung von intelligenten Anwendungen, und auch die BIM-Methodik auf der Baustelle nicht fortgeführt. Im Seminar “Digitale Baustelle” wird darauf eingegangen, wie Methoden aus der Planungsphase in die Bauphase übernommen werden können und welche Möglichkeiten schon heute bestehen, die Baustelle und tägliche Arbeitsabläufe zu digitalisieren. Und das immer vor dem Hintergrund, dass die Baustelle kein hochmodernes Büro mit ausgewiesenen IT-Experten ist. Auf der Baustelle sind einfache und klare Lösungen gefragt. Sonst haben die Lösungen keine Chance.

Echte Mehrwerte der Digitalisierung auch auf der Baustelle heben!

Bei der digitalen Unterstützung gibt es grundlegende Dinge, wie die richtige Auswahl der CDE, nämlich eine, die auch die Baustelle unterstützt und einfach anzuwenden ist. Aber auch um sehr spezifische Lösungen, wie z.B. den digital und mit KI unterstützten Bau vs. Plan Abgleich (gebaute Wirklichkeit vs Planung). Genauso wird auf die digitale Unterstützung tagtäglicher Arbeiten wie die Aufmaßprüfung, Rechnungsprüfung, Leistungsfeststellung sowie Fotodokumentation eingegangen. Es werden zu jeder Lösung die Herangehensweise und Anwendungsbeispiele gezeigt und die Mehrwerte durch Zeit- und Kostenersparnisse oder Qualitätsverbesserungen aufgezeigt. Und das aus der Praxis! Das Seminar ist also ein MUSS für jeden Bauleiter und Bauherren.

Inhalte:

  • Grundlagen zur Digitalisierung der Baustelle
  • Mehrwerte und Herausforderungen
  • Einführung digitaler Lösungen auf der Baustelle
  • Zusammen Arbeiten mit digitalen Lösungen
  • Deep-dive in einzelne Lösungen
  • Abgleich Scan vs. BIM (gebaute Wirklichkeit vs. Planung)
  • Vereinfachte Terminplanung
  • Digitales Aufmaß, Rechnungsprüfung
  • Digitale Leistungsfeststellung, Baufortschrittskontrolle
  • Einsatz von Robotik (Bohrroboter)
  • Digitale Bautagebuch

Referenten: Martin Hoffmann, M&P
Das Seminar findet am 14.05.2024 von 9 -13 Uhr online statt. Das Ticket kostet für Professionals 350 Euro, Studenten zahlen 10 Euro. Die Fachzeitschrift Build-Ing. ist offizieller Medienpartner der Veranstaltung. Mit dem Promocode Build-Ing. erhalten Build-Ing. Leser einen Rabatt in Höhe von 10 %.

>> Hier geht's zur Anmeldung

 

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Wohnungsbau Aus- und Weiterbildung Digitalisierung Online-Seminar
news-1317 Mon, 08 Apr 2024 06:00:00 +0200 Planung von Renovierungstrategien für den Gebäudebestand neu definieren https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/planung-von-renovierungstrategien-fuer-den-gebaeudebestand-neu-definieren/ Das PropTech Optiml hat seine auf jahrelanger Forschung basierende Softwarelösung für den Gebäudesektor zur smarten Dekarbonisierung von Immobilien vorgestellt. Die B2B-Software hilft bei der Entwicklung von Dekarbonisierungsstrategien und Renovierungsplänen für einzelne Gebäude und Immobilienportfolios. Durch den Einsatz von wissenschaftlich fundierten Optimierungsalgorithmen und künstlicher Intelligenz wird es erstmals möglich, nicht nur die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch Betriebs- und Investitionskosten zu senken und gleichzeitig den Wert einzelner Immobilien sowie ganzer Portfolios zu steigern.

Nach erfolgreichen Projekten mit einigen der größten Gebäudeeigentümer und -investoren in Europa hat das ETH-Zürich-Spin-off die Software in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Großbritannien eingeführt. Die Nutzung der Optiml-Software kann die Planungskosten für Sanierungen um bis zu 90 % reduzieren und die Sanierungsinvestitionskosten um bis zu 30 % senken, während sie gleichzeitig eine beschleunigte Reduzierung von CO2-Emissionen ermöglicht.

PropTech adressiert gezielt komplexe Herausforderungen der Netto-Null-Investitions- und Sanierungsplanung

Die Lösung berücksichtigt Unternehmensziele und regulatorische Anforderungen, um eine ausgewogene Bilanz zwischen CO2-Emissionen, Kosten und Einnahmen zu schaffen. Eine präzise Analyse und Planung von Gebäudekomponenten und -systemen wird durch den Einsatz von Digital Twins, Energie-Simulationen und KI-gestützten Optimierungsalgorithmen gewährleistet.

Durch ihre Skalierbarkeit und minimale Datenerfordernisse kann die Software flexibel an verschiedene Portfoliogrößen, Gebäudetypen und Nutzergruppen angepasst werden. Die Interoperabilität der Plattform und die moderne, cloud-basierte Infrastruktur ermöglichen eine nahtlose Integration mit bestehenden Systemen, ohne zusätzliche Komplexität, was auch die Schaffung eines konsistenten ESG-Berichtsrahmens erleichtert.

Auf Portfolio-Ebene unterstützt die Software die Entwicklung von Investitionsstrategien, indem Immobilien mit großem Sanierungspotenzial identifiziert und basierend auf einem Investitions-Zeitstrahl priorisiert werden. Auf der Ebene einzelner Immobilien fördert Optiml detaillierte Sanierungsstrategien bis hin zur Ebene der einzelnen Bauteile, wobei eine benutzerfreundliche Datenerfassung schnelle und effiziente Analysen und Entscheidungen ermöglicht.

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Software KI Personen und Firmen Nachhaltiges Bauen Sanierung
news-1318 Fri, 05 Apr 2024 06:00:00 +0200 Neues Portal SBN.IngA ist online https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/neues-portal-sbninga-ist-online/ Das neue Portal für Ingenieur- und Architektenleistungen für das Staatliche Baumanagement Niedersachsen (SBN.IngA) gibt es seit April. Das Staatliche Baumanagement Niedersachsen (SBN) trägt damit zur Entbürokratisierung bei und ermöglicht Architektur- und Ingenieurbüros einen vereinfachten Zugang zu seinen Vergabeverfahren. Das SBN plant und realisiert Bauprojekte im Auftrag des Landes und des Bundes in Niedersachsen. Dazu gehören unter anderem Hochbauten für die Polizei, die Finanzverwaltung und die Justiz des Landes sowie Gebäude für Bundesbehörden und die Bundeswehr.

Das SBN führt die Bauaufgaben größtenteils nicht selbst aus, sondern vergibt sie in einem umfangreichen Wettbewerb an Architekten und Ingenieurbüros aller Fachrichtungen, die als "Freiberuflich Tätige" (FbT) im SBN tätig sind. Im Jahr 2023 wurden allein etwa 2.300 Verträge mit einem Gesamtwert von rund 66 Millionen Euro mit FbT abgeschlossen. Als öffentlicher Auftraggeber vergibt das SBN Aufträge an FbT gemäß den Vergaberechtsvorschriften sowohl an junge als auch an erfahrene Büros.

Bislang waren Büros, die sich an verschiedenen Ausschreibungen des SBN beteiligen wollten, gezwungen, bei jeder Gelegenheit nahezu identische Unterlagen für die Eignungsprüfung einzureichen. Mit der Einführung des neuen Portals können Büros ihre Angaben zur Eignung sowie weitere Informationen zu Art und Umfang der angebotenen Leistungen einmalig eingeben und mit minimalem Aufwand aktuell halten. Diese Daten sind allen Dienststellen des SBN zugänglich, wodurch Büros bei Ausschreibungen des SBN landesweit erkannt und kontaktiert werden können.

Das neue Portal ist unter der Webadresse https://sbn-portal.de/ erreichbar. Die Nutzung ist kostenfrei für die Teilnehmenden, wobei der Zugang einfach und passwortgeschützt ist. Interessierte Büros haben die Möglichkeit, sich einmalig mit einem Benutzernamen und einer E-Mail-Adresse zu registrieren.

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Planung Architekten Digitalisierung Bauingenieure
news-1315 Thu, 04 Apr 2024 08:02:51 +0200 Zukünftige Arbeitswelten am Beispiel des nachhaltigen Bauens erlebbar machen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/zukuenftige-arbeitswelten-am-beispiel-des-nachhaltigen-bauens-erlebbar-machen/ Auf der Hannover Messe vom 22. bis 26. April 2024 stellt das Mittelstand-Digital Zentrum Bau zusammen mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur und weiteren Partnern den XR-Demonstrator vor. Die diesjährige Hannover Messe, unter dem Motto "Energizing a Sustainable Industry", engagiert sich für nachhaltige und leistungsstarke Entwicklungen in Unternehmen. Über 4.000 Unternehmen werden sich im Rahmen der Fachmesse zu einem effizienten und vernetzten industriellen Ökosystem zusammenschließen. Die Schwerpunkte liegen auf Automation, Digitalisierung und der Erreichung von Klimaneutralität durch Elektrifizierung.

Auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Halle 2 wird erstmals der XR-Demonstrator der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit am Beispiel des Projekts "Kreativ Quartier Potsdam" virtuell zu erleben. Durch die Verwendung von Tablets und einer XR-Brille sollen den Messebesuchern unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte wie Zirkularität, Projekt-Emissionen oder die Herkunft der Baumaterialien nähergebracht werden.

Die Entwicklungspartner des XR-Demonstrators sind das Kreativ Quartier Potsdam, das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, das Mittelstand-Digital Zentrum Bau, das Architekturbüro &Mica und die XR-Designerin Anke Schiemann.

Thomas Dengler, Ansprechpartner für den Themenbereich Digitale Baustelle im Mittelstand-Digital Zentrum Bau, hat die Entwicklung des XR-Demonstrators begleitet und erläutert den innovativen Vermittlungsansatz des Projekts: „Durch das virtuelle Erleben des Bauvorhabens Kreativ Quartier Potsdam möchten wir die Messegäste der Hannover Messe für die Potenziale kreativer, kooperativer und nachhaltiger Arbeitsformen begeistern. Dies soll vor allem durch den Einsatz immersiver Technologien ermöglicht werden. Darum kommen Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality zum Einsatz. Wir laden alle ein, den XR-Demonstrator einmal live und vor Ort auszuprobieren!“

Unter dem folgenden Link stellt das Mittelstand-Digital Zentrum Bau kostenfreie Tickets für die Hannover Messe zur Verfügung: Hier klicken!

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Virtual Reality Messen Digitalisierung
news-1314 Wed, 03 Apr 2024 06:00:00 +0200 „Holzbau ist der Schlüssel für eine Transformation der Bauindustrie“ https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/holzbau-ist-der-schluessel-fuer-eine-transformation-der-bauindustrie/ Anna Stoltenberg, Sustainability Managerin bei timpla by Renggli, spricht im Interview darüber, welche Bedeutung das Bauen für unseren Planeten hat. Das Jahr 2023 ist das wärmste seit Beginn der Industrialisierung. Der Bau- und Immobiliensektor, verantwortlich für den Bau und Betrieb von Gebäuden, trägt mit 39 Prozent zu den globalen Treibhausgasemissionen bei. Dadurch nimmt er eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Erderwärmung ein.

Doch welche Bedeutung das Bauen für unseren Planeten hat, zeigen folgende Zahlen eindrucksvoll: Der Bausektor ist für 50 Prozent der globalen Rohstoffentnahmen und 92 Prozent der mineralischen Ressourcenentnahme verantwortlich. Zusätzlich verursacht der Bausektor mit 55 Prozent Anteil weltweit das größte Abfallaufkommen.

„Wie ernst wir es mit einem nachhaltigen Wirtschaften meinen, zeigt sich vor allem daran, wie wir unsere Bauindustrie und den Immobiliensektor umbauen“, bringt es Anna Stoltenberg, Sustainability Managerin bei timpla by Renggli, auf den Punkt.

Der Holzbau erweist sich als aktuell einziger Wegbereiter und Schlüssel, der eine Transformation der Bauindustrie kurzfristig und in nennenswerter Größenordnung voranbringen kann. Beton wird mittelfristig aufgrund der Emissionen bei der Herstellung und des Ressourcenverbrauchs einer der klimaschädlichsten Baustoffe bleiben. Wird Holz als Baustoff eingesetzt, ist der Effekt doppelt positiv: Man substituiert einerseits energieintensive Baustoffe und somit CO2-Emissionen und speichert zugleich langfristig CO2 in den Holzbauten.

Vergleicht man die durch Rohstoffgewinnung und Herstellung („von der Wiege bis zum Werkstor“) bedingten CO2-Emissionen, schneidet das nachwachsende Holz besser ab: Die Herstellung von Brettschichtholz verursacht 119 kg CO2 je m³, Transportbeton 145 kg CO2 je m³, Bewehrungsstahl sogar 609 kg CO2 je Tonne. Im Gegensatz zu Beton und Stahl speichert das Brettschichtholz bis zu seinem Lebenszyklusende 788 kg CO2. Der Bau eines Timpla-Referenzgebäudes, ein Beispiel für die Effizienz des Holzbaus, verursacht über den gesamten Gebäudelebenszyklus nur 6,3 kg CO2 pro Quadratmeter Nettoraumfläche. Das darin verwendete Holz speichert bis zur energetischen Nutzung/Verbrennung 0,2 Tonnen CO2 pro Quadratmeter bzw. 570 Tonnen CO2 im gesamten Gebäude. Ein entschiedenes Handeln in Richtung Holzbau wird nicht nur einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt haben, sondern auch zur Erfüllung internationaler Klimaschutzziele beitragen.

Können sich unsere Wälder denn mehr Holzbau leisten?

Anna Stoltenberg: Für das Bauwesen wird vorrangig Nadelholz verwendet. Aktuell kann die Nachfrage überwiegend mit dem heimischen Angebot gedeckt werden, rund 11 Prozent werden vor allem aus unseren angrenzenden Nachbarländern importiert. Zugunsten eines klimaresilienten Waldumbaus wird der Nadelholzanteil in den nächsten Jahrzehnten zugunsten von Laubholz abnehmen. Daher wird sich die Bauwirtschaft auch mit der Verwendung von Laubholz und einer stärkeren Wiederverwendung von Altholz auseinandersetzen müssen.

Ist das nicht ein Grund mehr, unsere Wälder zu schützen?

Anna Stoltenberg: Unsere Wälder müssen in jedem Fall geschützt werden. Sie sind wichtig als Lebensraum und Kohlenstoffsenke, allein in Deutschland entnimmt er jährlich rund 41 Millionen Tonnen Treibausgase aus der Atmosphäre, das sind rund 5 Prozent der deutschen CO2-Emissionen. Aber Holzbau steht nicht im Widerspruch dazu. Bei nachhaltiger Forstwirtschaft, also maximal nur so viel zu entnehmen wie neu hinzugekommen ist, ist der Gesamteffekt für das Klima positiv. Wir vermeiden Emissionen durch mineralisches Bauen, speichern Kohlenstoff im Holzbau und die nachwachsenden Bäume binden neuen Kohlenstoff. In der Gesamtschau kann das kein anderer Baustoff bieten.

Aber wenn nicht genug Holz nachwächst, können wir auch keinen Holzbau betreiben?

Anna Stoltenberg: Das Holzaufkommen endet nicht abrupt, alles, was mit dem Wald zu tun hat, geschieht langsam. Wir sollten die Diskussion sachlich führen. In den nächsten 5-10 Jahren, je nach Baumart, ist das Holzaufkommen stabil. Aber viele Bäume leiden unter dem Klimawandel und der Holzbau wird sich mit dem Wald weiterentwickeln. Viel weniger Fichte, hin zu neuen Baumarten, auch mehr Holzwerkstoffe, die eine bessere Nutzung des gesamten Baums erlauben.

Was kann die Politik dagegen tun?

Anna Stoltenberg: Eine Menge. Beispielsweise eine ganzheitliche Betrachtung von Gebäuden aus der Lebenszyklusperspektive. Dann fällt auf, dass ein Großteil der verursachten Emissionen in der Herstellung der Gebäude entsteht. Vor allem brauchen wir mehr Tempo und CO2-Obergrenzen über den gesamten Lebenszyklus für Neubauten. Betriebsbedingte Emissionen zu optimieren ist wichtig, aber nicht ausreichend. Mineralisches Bauen ist taxonomiefähig (EU-Taxonomie). Würde die graue Energie, also die Herstellung der Baustoffe, miteinbezogen und nicht nur der Betrieb des fertigen Gebäudes, wäre dies unmöglich.

Ist der Holzbau die einzige Lösung?

Anna Stoltenberg: Natürlich nicht. Auch wenn er mehrere Probleme auf einmal löst. Holz ist bei vergleichbaren Eigenschaften viel leichter als Stahl und Beton, man kann also bestehende Gebäude ohne großen Aufwand aufstocken und so weitere Versiegelung des Bodens vermeiden. Aber ganz ohne Beton geht es eben auch nicht. Wir müssen weitere nachhaltige Baustoffe und Bauweisen entwickeln und zudem den notwendigen Beton auf die klimaschonendste Weise herstellen. Statt ungenutzte Gebäude abzureißen, müssen wir uns um deren Um- oder Weiternutzung Gedanken machen und neue Wohnformen erwägen. Davon sind wir noch weit entfernt.

Anna Stoltenberg, Bild: timpla by Renggli

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Interview Nachhaltiges Bauen
news-1311 Tue, 02 Apr 2024 06:00:00 +0200 Effektive Anwendung von Lean Management in der Planungsphase von Bauprojekten https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/effektive-anwendung-von-lean-management-in-der-planungsphase-von-bauprojekten/ Das German Lean Construction Institute (GLCI) veranstaltet am 07. Mai 2024 in Frankfurt am Main die Tagung "Lean in der Planung", die sich auf die Implementierung der Lean Management Philosophie in der Planungsphase von Bauprojekten konzentriert und den Austausch von Planungserfahrungen ermöglicht. Die GLCI-Tagung "Lean in der Planung" wird im Jahr 2024 zum zweiten Mal veranstaltet und konzentriert sich darauf, die Lean Management Philosophie in der Planungsphase von Bauprojekten anzuwenden. Ziel der Veranstaltung ist es, Themen wie Lean Design, Agiles Management und Kundenwertdefinition zeitgemäß zu diskutieren und den Austausch über Methoden wie Target Value Design (TVD), Last Planner System (LPS), Choosing by Advantages (CBA) und Scrum zu fördern. Zusätzlich werden die drei Lean Construction Seminare der GLCI Academy am darauffolgenden Tag das Tagungsprogramm abrunden.

Dr. Katja Hüske, Leiterin Grundsätze Infrastrukturplanung und -projekte bei der DB Infra GO AG und Vorstandsmitglied des GLCI, wird die Tagung eröffnen. Anschließend wird in den darauf folgenden drei praxisnahen Vorträgen das Thema Lean Design im Mittelpunkt stehen.

  • Agile und leane Zusammenarbeit zwischen Planer und Vorhabensträger in der Energiewirtschaft am Beispiel SuedOstLink.
  • Projektarbeit im Fluss. Durch prozessorientierte Planung im Team gemeinsam zum Erfolg. Ist das Lean?
  • Wie ein Architekturbüro alle Arbeitsabläufe auf Lean umstellt. Ein Werkbericht.

Erfahrene Lean-Experten werden in der abschließenden Podiumsdiskussion die Vortragsinhalte aus verschiedenen Perspektiven vertiefen und den Teilnehmern die Gelegenheit für Fragen und Austausch bieten.

Ergänzend zu den Tagungsinhalten bietet die GLCI Academy am 08.05.2024 drei Lean Construction Seminare in Frankfurt, Main an:

  • Grundlagen Lean Management im Bauwesen
  • Last Planner System
  • Agile Bauplanung

>> Tagungsprogramm mit allen Referenten und Podiumsteilnehmern: Programm Lean in der Planung 07.05.2024
>> Seminarinhalte und Lernziele: Seminartag GLCI Academy 08.05.2024

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Planung Aus- und Weiterbildung Berufsausbildung Veranstaltungen Lean Construction Lean Management
news-1313 Mon, 01 Apr 2024 06:00:00 +0200 Nemetschek Group kooperiert mit Hexagon https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/nemetschek-group-kooperiert-mit-hexagon/ Im Fokus der Allianz steht die Förderung der Nutzung digitaler Zwillinge, die es den Kunden ermöglicht, Gebäude effizient und nachhaltig zu betreiben, indem ein nahtlos integrierter End-to-End-Workflow bereitgestellt wird. Die Nemetschek Group, Anbieter von Softwarelösungen für die AEC/O- und Medienbranche, hat gemeinsam mit der Geosystems Division von Hexagon, einem weltweit agierendem Unternehmen im Bereich der Digital-Reality-Lösungen, eine strategische Partnerschaft verkündet. Ziel dieser Kooperation ist es, die digitale Transformation in der AEC/O-Branche voranzutreiben. In einem ersten Schritt wird die Partnerschaft die Nutzung digitaler Zwillinge fördern, indem sie den Kunden einen nahtlos integrierten End-to-End-Workflow für den effizienten und nachhaltigen Betrieb von Gebäuden bietet.

 

Während des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden entstehen enorme Datenmengen, die jedoch oft isoliert sind und im Laufe der Zeit veralten. Diese unvollständigen und veralteten Informationen führen zu fehlerhaften Entscheidungen, die die Leistung eines Gebäudes beeinträchtigen und die Betriebskosten erhöhen können. Die beiden Unternehmen sind davon überzeugt, dass digitale Zwillinge der Schlüssel zur Branchentransformation sind und dazu beitragen können, die Herausforderungen zu bewältigen, denen Gebäudebesitzer und Betreiber gegenüberstehen. Durch die Verbesserung der Transparenz, Steigerung der Effizienz und die Bereitstellung von datengestützten Erkenntnissen, bieten digitale Zwillinge einen echten Mehrwert.

Die neue horizontale, offene und Cloud-basierte Digital Twin Plattform dTwin von Nemetschek liefert datengetriebene Erkenntnisse und unterstützt Kunden dabei, Anlagen effizient von der Planung bis zum Betrieb zu verwalten. Als erste Lösung in der Branche vereint dTwin alle Datenquellen eines Gebäudes in einer ganzheitlichen Ansicht. Durch die Zusammenführung relevanter Informationen aus CAD/BIM, IWMS und Echtzeitdaten aus dem Betrieb bietet die Plattform durch Visualisierung, Datenanalyse und Asset Management echten Mehrwert. Dadurch können Eigentümer und Betreiber den Gebäudebetrieb auf Echtzeitinformationen und datengestützten Entscheidungskriterien optimieren.

Digitale Transformation der AEC/O-Branche fördern

Hexagon nutzt seine End-to-End-Reality-Capture- und Scan2BIM-Lösungen, um präzise Echtzeit-Felddaten automatisch zu erfassen und digitale Zwillinge in verschiedenen Branchen zu erstellen. Zudem kommen KI-basierte Lösungen von Hexagon bei Gebäudeanalysen und -simulationen zum Einsatz, um Fortschrittserkenntnisse zu generieren und eine immersive Navigation von Anlagen während Planung, Bau und Betrieb mittels VR/AR- und Positionierungstechnologie zu ermöglichen.

Gemeinsam werden Nemetschek und Hexagon ihren Kunden Werkzeuge, Dienstleistungen und Fachwissen für einen ganzheitlichen Workflow mit digitalen Zwillingen bereitstellen. Dabei werden die aktuellen Gebäudedaten aus den neuesten Reality-Capture-Lösungen von Hexagon mit dem intelligenten und effizienten Gebäudebetrieb von Nemetscheks dTwin verbunden.

Durch die Integration präziser Gebäudedaten mit visueller Realität, Informationen aus CAD/BIM, IWMS und Echtzeitdaten aus dem Gebäudebetrieb ermöglicht ein digitaler Zwilling eine datengesteuerte Entscheidungsfindung und bietet echte Building Lifecycle Intelligence.

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Digitalisierung Digitaler Zwilling Personen und Firmen
news-1312 Fri, 29 Mar 2024 06:00:00 +0100 Bauindustrie-Leitbild vorgestellt https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bauindustrie-leitbild-vorgestellt/ Auf der Konferenz DIGITALISIERTES BAUEN am 20. März 2024 in Berlin hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB), die Publikation „Digitalisierung am Bau" präsentiert, in dem der HDB skizziert, wie der Wandel gelingen kann. Durch die Digitalisierung werden nicht nur effizientere Prozesse ermöglicht, sondern auch präzisere Planungen und eine nachhaltigere Arbeitsweise. Von Building Information Modeling (BIM) bis hin zu IoT-Geräten auf Baustellen - digitale Technologien verändern grundlegend die Art und Weise, wie wir bauen. Sie helfen Zeit zu sparen, Kosten zu reduzieren und Fehler zu minimieren. Es ist jedoch unumgänglich festzuhalten: Eine konsequente Digitalisierung sämtlicher Prozesse bei allen beteiligten Akteuren ist für eine erfolgreiche Umsetzung essentiell.

Das Leitbild zeigt auf, welchen Beitrag die Bauindustrie zur Digitalisierung des Baugewerbes leisten kann und welche Voraussetzungen notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsunternehmen wurden die Leitlinien in den Digitalgremien der Bauindustrie erarbeitet. Sie werden zukünftig als Richtlinie für die Umsetzung der Digitalen Transformation dienen.

Übergeordnete Themen

  • Change - Der Kulturwandel in Firmen und Organisationen ist Voraussetzung für die Digitalisierung
  • Standards - Es muss EINEN verbindlichen Standard für Baudaten der Infrastruktursysteme für z. B. Verkehr, Ver- und Entsorgung in Deutschland auf Bundes-, Länder-und kommunaler Ebene geben
  • Digitale Souveränität - Die Wahrung der Datenhoheit und digitalen Souveränität der Beteiligten ist Voraussetzung für digitale Geschäftsprozesse
  • Cybersecurity - Proaktive Maßnahmen zur Gewährleistung technischer und organisatorischer Sicherheit sowie Zuverlässigkeit sind unerlässlich
  • Digitale Infrastruktur - Digitale Geschäftsprozesse setzen eine zuverlässige IT-Infrastruktur (Breitbandverkabelung, Netzabdeckung 5G) voraus
  • Künstliche Intelligenz (KI) - Die Branche braucht Rahmenbedingungen für den verantwortungsvollen Einsatz von KI

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit, Wohnungsbau, Kreislaufwirtschaft, Energie- und Verkehrswende, Fachkräftemangel und demografischer Wandel stellen eine große Belastung für alle Beteiligten im Baugewerbe dar.

Um die erforderliche Steigerung von Produktivität und Nachhaltigkeit zu erreichen, ist eine umfassende Digitalisierung aller Prozesse bei sämtlichen beteiligten Akteuren unumgänglich.

Weitere Informationen zum Leitbild und den kostenfreien Download des Leitbildes finden Sie hier.

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Digitalisierung Verbände
news-1310 Thu, 28 Mar 2024 06:00:00 +0100 ComputerWorks lädt zum interaktiven Live-Event ein https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/computerworks-laedt-zum-interaktiven-live-event-ein/ Am 17. April 2024 findet das Event Inside Vectorworks 2024 mit praxisnahen Anwendervorträgen und spannenden Schulungen online statt. Durch die Kombination praxisnaher Best-Practice-Vorträge von Vectorworks-Anwendern mit informativem Fachwissen können Planer ihre Arbeitsprozesse optimieren und so die Produktivität ihrer Büros und Teams steigern. Jede Schulung wird durch einen Anwendervortrag ergänzt, um die präsentierten Workflows anhand eines konkreten Praxisbeispiels zu veranschaulichen.  

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und von vielen Architektenkammern im Rahmen ihres Fortbildungssystems anerkannt.

Hier sind einige Höhepunkte aus dem Programm:

  • Vortrag: Nachhaltige Planung dank smarter Informationen im BIM-Modell, Referenten: Dipl. Ing. Architekt Udo Schaumburg & Matteo Neustadt von LH Architekten
  • Vortrag: PANOTOOL EXPERIENCE: Interaktive Kommunikation und Virtual Reality, Referent:innen: Dipl.-Ing. Hubertus Schäfer von GREENBOX Landschaftsarchitekten
  • Vortrag: Planung professioneller Mountainbiketrails, Rollsportanlagen und Motorik-Parks, Referent: Ingenieur Umweltverfahrenstechnik Nico Reuter von ecopark-concepts
  • Schulung: Vom 2D-Plan zum 3D-Modell - Die wichtigsten Werkzeuge und Einstellungen für die 3D-Planung
  • Schulung: Ihr Projekt richtig verortet - Ein How-to zur Georeferenzierung

>> Hier geht's zur Anmeldung

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3D Personen und Firmen Virtuelle Veranstaltung
news-1309 Wed, 27 Mar 2024 06:00:00 +0100 Neuer CEO bei Viega https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/neuer-ceo-bei-viega/ Markus Brettschneider wird mit Wirkung zum 01. September 2024 Chief Executive Officer (CEO) der Viega Group und löst dann Claus Holst-Gydesen ab, der in den Verwaltungsrat der internationalen Unternehmensgruppe wechselt. Claus Holst-Gydesen (63) hat zehn Jahre die Geschäfte der Unternehmensgruppe als CEO geführt.  Markus Brettschneider hat in den letzten dreieinhalb Jahren als CEO das Wachstum von Viega LLC in Nordamerika maßgeblich vorangetrieben. Unter seiner Leitung konnte Viega in den USA und Kanada sowohl in Bezug auf Marktanteile als auch Standorte und Mitarbeiter deutliche Erfolge verzeichnen. Zuvor hatte der 50-Jährige führende Positionen im Top-Management bei Unternehmen wie ABB und FrieslandCampina inne. Geboren und aufgewachsen ist Markus Brettschneider in Deutschland, wo er auch sein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolvierte. Zusätzlich hat er in Schottland und den USA studiert.

Der designierte CEO freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich danke den Familien Viegener für das Vertrauen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsführung und allen 5.000 Mitarbeitenden unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.“ Sein Dank gelte auch dem amtierenden CEO der Viega Group, Claus Holst-Gydesen, der ihm jegliche Unterstützung für die kommenden Monate des Übergangs und darüber hinaus zugesagt habe.

Das Unternehmen hat bereits einen Nachfolger für Markus Brettschneider benannt. Dr. Andreas Reger wird die Position des CEO bei Viega LLC in Nordamerika übernehmen. Zuvor war er Geschäftsführer bei BBB Industries und verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung im US-amerikanischen Markt sowie im Top-Management von Familienunternehmen.

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Personen und Firmen
news-1308 Tue, 26 Mar 2024 06:00:00 +0100 BIM.together für Hersteller: Innovation durch Standardisierung https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/bimtogether-fuer-hersteller-innovation-durch-standardisierung/ Der DIN e. V. veranstaltet gemeinsam mit der Dr. Schiller & Partner GmbH – Dynamische BauDaten – am 15. Mai ein Event in Berlin, das Herstellern die Möglichkeit bietet, zu erfahren, wie Bauprodukte mithilfe standardisierter BIM-Daten vernetzt werden und so den Planungs- und Bauprozess digitalisieren. Die Integration standardisierter BIM-Inhalte und die digitale Bereitstellung von Bauproduktdaten sind ideal aufeinander abgestimmt. Jedoch erfordert die standardisierte Spezifikation von Anforderungen in der Ausführungsphase eine detaillierte Produktspezifikation und Bereitstellung zusätzlicher Informationen seitens des Herstellers. Denn: Ein neutrales Baukonzept ist nicht realisierbar!

Die Vernetzung herstellerspezifischer Bauproduktinformationen mit den standardisierten BIM-Inhalten von DIN BIM Cloud, DBD-BIM und STLB-Bau eröffnet Architekten und Fachplanern vollkommen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig wird die Präsenz Ihrer Produkte im Planungsprozess deutlich gesteigert.

Agenda der Veranstaltung

13:00 - 14:30 Uhr: Darum brauchen Planende im Prozess des Planens, Bauens und Betreibens standardisierte Bauproduktdaten

  • Im Prozess des Planens, Bauens und Betreibens sind detaillierte und standardisierte Bauproduktinformationen der Schlüssel zum Erfolg eines Bauprojekts.
  • Unter dem Motto „Standardisierte Daten, die passen - verknüpft mit Produkten, die passen müssen. Damit BIM über den gesamten Gebäudelebenszyklus funktioniert.“ wird die Veranstaltung mit einer Keynote von Dr. Ines Prokop (Geschäftsführerin - BVBS Bundesverband Software und Digitalisierung) und Daniel Schmidt (Mitglied des Vorstandes - DIN e. V.) eröffnet.
  • Im ersten Teil beleuchten wir näher, welche Probleme in der Planungsphase und im Betrieb ohne passende Bauproduktinformationen auftreten können und wie die DIN BIM Cloud mit ihrem immensen Datenumfang als Lösungsansatz zur verknüpften Bereitstellung mit bestehenden Klassifikationen beitragen kann.
  • Im zweiten Teil berichten Dr. Gerald Faschingbauer von Dr. Schiller & Partner und Andreas Frisch von DIN über ihre Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten erfolgreicher Etablierung und Pflege standardisierter STLB-Bau- und BIM-Daten und geben einen Ausblick auf zukünftige BIM-Entwicklungen.

15:00 – 17:00 Uhr: Lösungen für Hersteller – so platzieren Sie Ihr Bauprodukt in den BIM-Prozess von Planenden

  • Im zweiten Block erläutern wir, wie STLB-Bau, DBD-BIM und die DIN BIM Cloud Ihre Bauprodukte für Ausschreibung und Kostenplanung im BIM-Prozess optimal in den Fokus rücken und warum Sie damit Ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus sind. Außerdem erläutern wir, wie Anwendende BIM-Content über die API von DBD-BIM für verschiedene Branchensoftwares nutzen können und somit eine geschlossene Datenkette von CAD über AVA und Kalkulation bis hin zu FM entsteht.
  • Dazu werfen wir einen kurzen Blick auf die Funktionsweise von BIM-Daten in den verschiedenen BIM-Softwareprodukten. Wir schauen uns an, wie Anwendende Ihre Produktdaten durch die Verknüpfung mit standardisierten Klassifikationen einsetzen können und welche Mindestanforderungen Sie als Hersteller dafür erfüllen müssen.

Ab 17:00 Uhr: Ausklang mit Snack & Schnack

>> Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung

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Veranstaltungen Normen und Standards DIN
news-1307 Mon, 25 Mar 2024 06:00:00 +0100 Softwareunternehmen schließen sich zusammen https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/softwareunternehmen-schliessen-sich-zusammen/ Um ihr Lösungsangebot zu verbessern, Innovationen voranzutreiben und leistungsstarke End-to-End Design to Build Workflows für die Baubranche anzubieten, haben sich der Anbieter von BIM-Lösungen Allplan, das belgische Softwareunternehmen Scia und die Stuttgarter Frilo Software GmbH zusammengeschlossen. Alle drei Unternehmen sind Teil der Nemetschek Group. Durch den Zusammenschluss sollen das Lösungsangebot von Allplan im Ingenieurwesen durch die Bereiche Tragwerksanalyse und Tragwerksberechnung erweitert und die Marktposition in Europa gestärkt werden. Das Ergebnis ist ein umfassendes Lösungsportfolio: Allplan bietet eine BIM-Plattform für die AEC-Branche von der Konzeptentwicklung bis zur Bauausführung. Scia und Frilo hingegen stellen Software für die Tragwerksplanung bereit, einschließlich Entwurf und Analyse von dreidimensionalen Multimaterialstrukturen sowie einem bauteilorientierten Berechnungsansatz.

Dank direkter Schnittstellen, der cloudbasierten Umwandlung von Bauwerksmodellen in Berechnungsmodelle und OPEN BIM-basierten Workflows ist bereits eine Interoperabilität der Produkte von Allplan, Scia und Frilo gegeben.

„Der Zusammenschluss wird die Digitalisierung in der AEC-Branche vorantreiben und den Ingenieuren die End-to-End-Workflows an die Hand geben, die sie benötigen, um ihre Projekte produktiver, qualitativ hochwertiger und nachhaltiger durchzuführen”, sagt Dr. Detlef Schneider, CEO von Allplan.

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OpenBIM Software Allplan Personen und Firmen
news-1306 Fri, 22 Mar 2024 06:00:00 +0100 „Digitale Zwillinge schaffen eine vernetzte Datenumgebung" https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/digitale-zwillinge-schaffen-eine-vernetzte-datenumgebung/ Mary Kay Sheehan, Direktorin für Produktmarketing bei Bentley, erklärt, wie digitale Zwillinge dazu beitragen, Risiken zu mindern, Kosten einzusparen und präventive Wartung durchzuführen. Gleichzeitig tragen sie zur Reduzierung von Ausfallzeiten bei komplexen Systemen bei und gewährleisten die Sicherheit der Daten. Was ist der Unterschied zwischen einem digitalen Zwilling und traditionellen Simulationsmodellen?

Mary Kay Sheahan: Traditionelle Simulationen und digitale Zwillinge verwenden zwar beide virtuelle Modelle, sind aber sehr unterschiedlich. In der AEC-Branche ist die Simulationsmodellierung ein Prozess, der die Prüfung verschiedener Entwurfsszenarien ermöglicht, um die Ergebnisse zu bewerten, bevor die Anlage gebaut wird. Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle Darstellung, die sich während des Baus der Anlage entwickelt und Daten aus verschiedenen Quellen wie Zeichnungen, Spezifikationen, Dokumenten, analytischen Modellen, Fotos, Reality Meshes, BIM-Modellen und Bodenmodellen integriert. Darüber hinaus steuert das Internet der Dinge (IoT) Echtzeitdaten bei, darunter Informationen über Verkehrsströme, Windmuster, Lichtverhältnisse und die natürliche Umgebung. Kurz gesagt, der digitale Zwilling bietet eine realistische Darstellung einer gebauten Umgebung, die den Eigentümern für den Betrieb und die Wartung der Anlage nützlich ist.

Wie tragen digitale Zwillinge zur Echtzeitüberwachung an Baustellen und Betriebsstätten, zur besseren Planung und Gestaltung, zur Erkennung und Minderung von Risiken, zu Kosteneinsparungen und vorausschauender Wartung sowie zur Verringerung von Ausfallzeiten bei? Nennen Sie bitte konkrete Beispiele.

Ein digitaler Zwilling kann bei der Echtzeitüberwachung von Anlagen durch IoT-Sensoren/-Geräte eingesetzt werden. Erfasste Sensordaten können analysiert und dann zur Erkennung von Risiken und für den Zugang zu Echtzeitinformationen verwendet werden, um bessere Entwurfsentscheidungen zu treffen. Darüber hinaus kann ein digitaler Zwilling mit künstlicher Intelligenz (KI) und modernen Drohnen zum Scannen verwendet werden, um Inspektionen von Anlagen durchzuführen.

Ein großartiges Beispiel ist das Projekt zur Sanierung der historischen Robert Street Bridge. Die unter Denkmalschutz stehende Robert Street Bridge ist eine Stahlbetonbogenbrücke, die den Mississippi überspannt. Da bei der Brücke erheblicher baulicher Verfall festgestellt worden war, initiierte das Verkehrsministerium von Minnesota (MNDOT) ein Brückensanierungsprojekt und beauftragte Collins Engineers mit der Durchführung einer umfassenden Brückeninspektion. Das Projekt erforderte eine genaue Erfassung detaillierter Inspektionsinformationen, die mit traditionellen Methoden und der bisher verwendeten Software nicht geleistet werden konnte. Collins wollte konventionelle Arbeitsabläufe mit KI und digitalen Zwillingen ergänzen. Das Unternehmen setzte iTwinCapture und iTwin Experience ein, um einen digitalen Zwilling der Brücke in 3D zu erstellen, mit dem Risse und Schäden im Beton automatisch gefunden, quantifiziert und kommuniziert werden können. Dank der Möglichkeit, die Brücke mit dem digitalen Zwilling vorab zu inspizieren, konnten die Ingenieure die Mängel vor Beginn der Bauarbeiten überprüfen. Die Lösung führte zu einer Einsparung von 30 % an Arbeitsstunden für Inspektionen und bietet eine umweltfreundliche, fortschrittliche Methode für die künftige Überwachung und Verwaltung der Brücke. Da der digitale Zwilling potenziellen Auftragnehmern zur Verfügung gestellt wird, um einen detaillierteren Einblick in den baulichen Zustand der Brücke zu erhalten, rechnet Collins mit Einsparungen von etwa 20 % bei den Baukosten für die Sanierung.

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen bei der Implementierung von digitalen Zwillingen für komplexe Systeme?

Digitale Zwillinge für den Bau können dazu beitragen, die Entscheidungsfindung und die Zusammenarbeit zu verbessern und die Projektleistung zu steigern. Allerding kann die Implementierung digitaler Zwillinge auch einige Herausforderungen mit sich bringen. Erstens ist das Verständnis der Feinheiten eines Bauvertrags ein entscheidender Aspekt eines jeden Projekts, und die Einbeziehung neuer Technologien wie beispielsweise digitale Zwillinge kann den Prozess erheblich verändern. Daher ist es wichtig zu klären, wer Eigentümer der von digitalen Zwillingen erzeugten Daten ist und wie diese geteilt und geschützt werden. Darüber hinaus ist es wichtig, die rechtlichen Auswirkungen der Verwendung digitaler Zwillinge für Entwurf, Verifizierung und Validierung zu kennen. Außerdem sind Daten das Herzstück digitaler Zwillinge, weshalb es unerlässlich ist, dass die Daten genau, konsistent und interoperabel sind. Leider ist dies in der Baubranche nicht immer der Fall. Daher ist es für die Implementierung digitaler Zwillinge von entscheidender Bedeutung, sicherzustellen, dass Daten aus verschiedenen Quellen, Formaten und Standards integriert werden können. Darüber hinaus müssen die Daten validiert und auf ihre Zuverlässigkeit und Vollständigkeit überprüft sowie während des gesamten Projektlebenszyklus aktualisiert und gepflegt werden.

Drittens gibt es trotz des zunehmenden Einsatzes von Technologien in der Baubranche immer noch viele Unternehmen, die nicht mit der Einführung digitaler Zwillinge begonnen haben oder sich in einer sehr frühen Phase befinden. Faktoren wie fehlende Kenntnisse, Schulungen und Ressourcen sowie der Widerstand gegen Veränderungen machen es schwierig, digitale Zwillinge vollständig zu implementieren. Es gibt jedoch eine Reihe von Dienstleistern wie Bentley Systems, die diesen Prozess begleiten können und ihn für Unternehmen wesentlich leichter handhabbar machen.
Da digitale Zwillinge in der Baubranche noch recht neu sind, fehlt es bei vielen Projekten an einem klar definierten und dokumentierten Standardarbeitsverfahren für die Erstellung, Verwaltung und Nutzung digitaler Zwillinge. Was sind beispielsweise die besten Verfahren für die Erfassung, Bearbeitung, Dokumentation und Kennzeichnung von Anlagen und wie werden digitale Zwillinge in andere Projektmanagementsysteme und -prozesse integriert? Die Definition einer klaren und konsistenten Struktur und eines Arbeitsablaufs für digitale Zwillinge ist der Schlüssel zur Gewährleistung ihrer Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität.

Dies sind einige der wichtigsten Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der Implementierung von digitalen Zwillingen im Bauwesen rechnen müssen. Allerdings können diese Herausforderungen auch als Chancen für Innovation und Verbesserung gesehen werden, da digitale Zwillinge dazu beitragen können, die Baubranche zu verändern und bessere Ergebnisse für alle Interessengruppen zu erzielen. Bentley kann Unternehmen dabei helfen, die Vorteile der Einführung und Umsetzung digitaler Zwillinge voll auszuschöpfen.

Tragen digitale Zwillinge zur Kompetenzentwicklung in der Baubranche bei, und wenn ja, wie?

Wie wir wissen, gibt es in der Baubranche einen Mangel an Arbeitskräften. Das liegt an der Kombination von Arbeitskräften, die eine andere Arbeit suchen, und solchen, die in den Ruhestand gehen. Dadurch verfügt die Belegschaft über ein unterschiedliches Erfahrungsniveau. Es ist daher unerlässlich, dass sie über die richtige Ausbildung und die richtige Dokumentation verfügen, um die Arbeitsabläufe im Bauwesen zu verstehen. Eine der größten Herausforderungen ist, dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten Zugang zu den Daten haben, die sie für ihre Arbeit auf möglichst effiziente Weise benötigen. Digitale Zwillinge können dabei helfen.

Brückeninspektionen beispielsweise sind sehr aufwendig, weil die richtige Ausrüstung und die richtigen Leute vor Ort sein müssen, wodurch der Verkehr in der Regel verlangsamt wird. Ganz zu schweigen davon, dass es eine gefährliche Arbeit ist. Jetzt gibt es jedoch Personen, die die Daten mit Drohnen erfassen und die realen Daten in digitale Zwillinge einspeisen, die von den Mitarbeitenden im Büro überprüft werden können, um die Problembereiche zu ermitteln. Auf diese Weise wird das Wissen der erfahrenen Arbeitskräfte optimal eingesetzt und die unerfahrenen Mitarbeitenden werden geschult, während gleichzeitig das Risiko gesenkt wird. Es gibt eine Mischung aus erfahrenen und unerfahrenen Nutzern, die per Fernzugriff und vor Ort mit dieser Technologie zusammenarbeiten.

Darüber hinaus liefert der digitale Zwilling konsistente, strukturierte Daten für jeden einzelnen Auftrag. Die Teams können die effizienteste Arbeitsweise analysieren und verstehen sowie Informationen und Wissen leichter austauschen.

Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Sicherheit der mit digitalen Zwillingen verbundenen Daten zu gewährleisten?

Digitale Zwillinge erzeugen riesige Mengen an sensiblen und vertraulichen Daten. Deshalb ist es unerlässlich, dass diese Informationen vor unbefugtem Zugriff, Diebstahl oder Missbrauch geschützt werden. Unternehmen müssen bei der Entwicklung ihrer digitalen Zwillingssysteme den Datenschutz und die Datensicherheit im Auge behalten und Maßnahmen zum Schutz der Daten ergreifen. Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Verschlüsselungsalgorithmen zur Verschlüsselung der Daten im Ruhezustand und während der Übertragung, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Benutzer darauf zugreifen und sie entschlüsseln können.
  • Regelmäßige Sicherheitsprüfungen, um potenzielle Schwachstellen in der Plattform, dem Netz oder den Geräten des digitalen Zwillings proaktiv zu ermitteln und zu beheben.
  • Sicherstellung, dass die Integrationen von Drittanbietern wie Cloud-Dienste, Sensoren und Software den Sicherheitsstandards entsprechen und mit den festgelegten Datenvorschriften konform sind.
  • Festlegung klarer Richtlinien und Verfahren für die Verwaltung, den Besitz, den Zugriff und die Aufbewahrung von Daten und deren Umsetzung durch Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen.
  • Ausbildung und Schulung der Interessengruppen, die die Technologie für digitale Zwillinge nutzen, zu den bewährten Verfahren und grundlegenden Datensicherheits- und Datenschutzverfahren.

Da Bentley Systems seine Technologie für digitale Zwillinge mit Blick auf diese Maßnahmen entwickelt, können Bauunternehmen die Vorteile digitaler Zwillinge nutzen und gleichzeitig die Sicherheitsrisiken minimieren.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Integration von Daten aus verschiedenen Quellen in einen kohärenten digitalen Zwilling für Bauprojekte? Und wie lässt sich KI mit digitalen Zwillingen integrieren, um anspruchsvollere Analysen und eine bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen?

Die Erstellung eines digitalen Zwillings kann verschiedene Herausforderungen mit sich bringen wie zum Beispiel Datenvielfalt, -volumen, -qualität, -sicherheit, -latenz, Interoperabilität, Skalierbarkeit, Leistung, Lebenszyklusmanagement und Integration mehrerer Modelle. Mit Spitzentechnologie, Fachwissen und zuverlässigen Datenverwaltungspraktiken können diese digitalen Zwillinge die Baubranche verändern, da sie nie dagewesene Möglichkeiten für Innovation und Wachstum eröffnen.
 
KI kann nahtlos in einen digitalen Zwilling integriert werden und ihr volles Potenzial durch die Möglichkeit fortschrittlicher Anwendungsfälle und aufschlussreicher Datenanalysen freisetzen. Modelle mit maschinellem Lernen (ML) wurden zur Erkennung von Fehlklassifizierungen bei 3D-Entwurfselementen und zur intelligenten Erkennung von schematischen Darstellungen verwendet, die zur Verbesserung der Leistung eines digitalen Zwillings eingesetzt werden können. Das Training dieser Modelle im Rahmen von verantwortungsvoller KI im großen Maßstab mit KI von IBM unter Verwendung unternehmensspezifischer Datensätze kann ihre Genauigkeit und Relevanz für Geschäftsanforderungen verbessern. Mithilfe von KI kann der digitale Zwilling in eine brillante und effiziente Lösung umgewandelt werden, die neue Erkenntnisse liefert und eine schnellere und fundiertere Entscheidungsfindung ermöglicht.

Was sollten Bauunternehmen im Hinblick auf die Einhaltung von Vorschriften bei der Implementierung digitaler Zwillinge beachten?

Es ist entscheidend, dass Bauunternehmen die spezifischen Gesetze, Richtlinien und Vorschriften verstehen, die für das jeweilige Projekt und/oder die Anlage gelten. So wird sichergestellt, dass der zugehörige digitale Zwilling alle Datenanforderungen erfüllt. Verträge sollten mit den Informations-/Datenanforderungen des digitalen Zwillings abgeglichen werden, um sicherzustellen, dass der Auftragnehmer alle erforderlichen Daten und Unterlagen von allen Parteien erhält. Die Vertragsparteien müssen sicherstellen, dass die digitalen Zwillinge bei der Übergabe über alle von der zuständigen Behörde geforderten Informationen verfügen.

Welche Arten von Sensoren, Technologien und Daten werden verwendet, um einen vollständigen digitalen Zwilling eines Bauprojekts zu erstellen?

Die Erstellung eines digitalen Zwillings für Bauvorhaben erfordert Informationen aus vielen verschiedenen Quellen wie Sensoren, verschiedenen Datenquellen sowie Technologien zur Verarbeitung und Integration. Sensoren spielen eine Schlüsselrolle bei der Erfassung von realen Daten über den Bau und es gibt viele verschiedene Arten von Sensoren wie 3D-Laserscanner, IoT-Sensoren, Kameras und Vermessungsgeräte. IoT-Sensoren erfassen beispielsweise Daten zu Luftqualität, Temperatur, Erschütterungen und anderen Umweltfaktoren, die dabei helfen können, eine Vielzahl potenzieller Bauprobleme zu identifizieren und zu verfolgen.

Zu den weiteren Datenquellen gehören von 3D-Laserscannern generierte Punktwolkendaten, BIM-Daten, Echtzeitdaten und historische Daten. BIM-Modelle bilden die Grundlage für digitale Zwillinge und umfassen verschiedene Informationen über Gebäudekomponenten, Materialien und Systeme. Echtzeitdaten, die häufig von Sensoren generiert werden, werden kontinuierlich erfasst und ermöglichen es einem digitalen Zwilling, mit der physischen Anlage synchron zu bleiben. Auch historische Daten sind wichtig, da sie zu einem besseren Verständnis des Bauprojekts beitragen.
Zu den Verarbeitungs- und Integrationstechnologien, die für einen digitalen Zwilling eingesetzt werden, gehören Simulation, maschinelles Lernen und Reasoning-Engines. Simulationen werden häufig eingesetzt, um das Verhalten der physischen Anlage nachzubilden und um die Leistung vorherzusagen, Schwachstellen zu erkennen und Entwürfe zu optimieren. ML-Algorithmen untersuchen Datenmuster, um Anomalien zu erkennen und Erkenntnisse zu gewinnen. Und schließlich werden Reasoning-Engines genutzt, um „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchzuspielen und Betriebsabläufe zu optimieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man verschiedene Sensoren, Datenquellen sowie Verarbeitungs- und Integrationstechnologien benötigt, um einen vollständigen digitalen Zwilling eines Bauprojekts zu erstellen.

Wie erleichtern digitale Zwillinge die Kommunikation zwischen Architekten, Ingenieuren, Bauunternehmern und anderen Projektbeteiligten?

Ein digitaler Zwilling kann zur Erleichterung der Kommunikation in jeder Phase eines Bauprojekts vom Entwurf über die Konstruktion bis hin zum Bau beitragen. Im Kern schaffen digitale Zwillinge im Bauwesen eine vernetzte Datenumgebung und dienen als zentrale Informationsquelle für Projektteams. Dadurch erhalten die Interessengruppen einen umfassenden Überblick über ein Bauprojekt in Echtzeit und das gesamte Team hat zur gleichen Zeit Zugriff auf dieselben genauen Informationen. Dies ist auch entscheidend für die Einhaltung der Projektausrichtung und die Vermeidung von Missverständnissen und Fehlern, die häufig aus isolierten und disparaten Datenquellen resultieren.

Digitale Zwillinge werden in der Regel während der Entwurfsphase erstellt. Mit einer detaillierten, virtuellen Darstellung des Projekts können Teams besser visualisieren, was zu optimierten konstruierbaren Entwürfen und einer verbesserten Zusammenarbeit und Koordination zwischen Entwurfs- und Ingenieurteams führt. Dieser kollaborative und optimierte Prozess reduziert die Anzahl potenzieller Entwurfskonflikte und Bauprobleme, was wiederum zu höherer Leistungsfähigkeit und Kosteneffizienz führt.

Die Implementierung von digitalen Zwillingen im Bauwesen verändert auch die Art und Weise, wie die Beteiligten vor Ort mit dem Projekt umgehen. Projektteams können damit den Projektfortschritt in Echtzeit bewerten und überwachen und so Unstimmigkeiten, Verzögerungen oder Sicherheitsbedenken schnell erkennen und beheben. Der digitale Zwilling kann dann den Entwicklungsprozess durch den Einsatz speziell konzipierter Baumanagementlösungen ergänzen. Dieser wichtige Schritt verändert die Arbeitsabläufe und ermöglicht eine modellbasierte Planung mit Echtzeit-Fortschrittsaktualisierungen von der Baustelle, eine automatisierte Ausführung und die Erfassung von Aufgaben zur Einhaltung von Vorschriften und Leistungen in Echtzeit. All diese Möglichkeiten wiederum helfen Einzelpersonen, Teams und Projekten, bessere und schnellere Entscheidungen zu treffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz der Technologie digitaler Zwillinge im Bauwesen eine bessere Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten ermöglicht. Mit einer zentralen Informationsquelle können alle Parteien – einschließlich Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmern – sicherstellen, dass sie in jeder Phase des Projekts auf dem gleichen Stand bleiben.

Welche neuen Trends erwarten Sie im Bereich der digitalen Zwillinge in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

Wir gehen davon aus, dass digitale Zwillinge in den nächsten fünf bis zehn Jahren viel stärker in die Arbeitsabläufe im Bauwesen integriert werden. Unserer Einschätzung nach werden immer mehr Unternehmen den Wert dieser Technologie erkennen und digitale Zwillinge sich zu einem unverzichtbaren Element entwickeln. Darüber hinaus wird künstliche Intelligenz allmählich eine größere Rolle spielen, da sie tiefere Einblicke und mehr Vorhersagemöglichkeiten für Projekte bietet. Wir erwarten auch, dass das Internet der Dinge weiter ausgebaut und weiterentwickelt wird, sodass digitale Zwillinge weiter mit Echtzeitdaten integriert werden können, die von verschiedenen Sensoren und Geräten erzeugt werden. Kurzum: Wir gehen davon aus, dass digitale Zwillinge die Bauindustrie transformieren, die Zusammenarbeit verbessern, Kosten senken und bessere Entscheidungen ermöglichen werden.


Mary Kay Sheahan

Mary Kay Sheahan kam 2016 zu Bentley Systems und ist derzeit Director Product Marketing und leitet das Marketing für die Anwendungen von Bentley Enterprise Systems, ProjectWise, SYNCHRO und BCDE. Sie verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Marketing von Softwarelösungen und Dienstleistungen für die AEC-Branche. In ihrer Zeit bei Bentley Systems war sie in verschiedenen Positionen im Marketing und Produktmanagement tätig, immer mit dem Ziel, qualitativ hochwertige Produkte zu vermarkten und zu liefern, die die Arbeitsabläufe bei Infrastrukturprojekten und im Baumanagement verbessern, um schnellere und sicherere Ergebnisse zu erzielen. Zuvor war sie im Produktmarketing und Produktmanagement bei Primavera, jetzt Oracle, tätig.

 

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Software Digitaler Zwilling Interview
news-1305 Thu, 21 Mar 2024 06:00:00 +0100 Deutsche Wohngebäude überwiegend aus Ziegel gebaut https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/deutsche-wohngebaeude-ueberwiegend-aus-ziegel-gebaut/ Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie (BVZi) beauftragte das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. in München (FIW) mit einer statistischen Analyse des aktuellen deutschen Gebäudebestands insbesondere mit Blick auf langlebige Baustoffe wie Ziegel. Das Ziel der Studie war es, anhand statistischer Daten die Zusammensetzung des deutschen Gebäudebestands des letzten Jahrhunderts hinsichtlich der verwendeten Baustoffe zu analysieren. Die Studie stützt sich auf die statistische Erhebung und Auswertung von Daten zu den Materialien der tragenden Außenwandkonstruktionen von Wohngebäuden über einen möglichst langen Zeitraum in der Vergangenheit.

Kurzanalyse zur Verteilung von Ziegelgebäuden über die verschiedenen Baualterskategorien im deutschen Gebäudebestand

Erstmals konnte durch die Studie ein umfassendes Bild über die Bauweise deutscher Wohngebäude gewonnen werden. Es zeigt sich, dass über zwei Drittel des deutschen Wohngebäudebestands, der älter als 50 Jahre ist, in Ziegelbauweise errichtet wurden. Mit zunehmendem Alter der Gebäude steigt der Anteil an Ziegelgebäuden im Vergleich zu anderen Bauweisen.

Trotz des allgemeinen Wissens über die Robustheit und Langlebigkeit von Ziegeln wird der gebrannte Baustoff in aktuellen Betrachtungen, insbesondere im Hinblick auf die Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, oft unterschätzt. Dies wird durch die aktuelle Tabelle des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) belegt, die Nutzungsdauern von Bauteilen für Lebenszyklusanalysen nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) mit maximal über 50 Jahren für massive Außenwände angibt. Die resultierenden Daten bilden die Grundlage für die Ökobilanzierung verschiedener Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme sowie des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG).

Die Ziegelbauweise hat über Jahrhunderte hinweg Bestand

Dennoch zeigen zahlreiche historische Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten, dass massive Bauweisen eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen können, wenn sie angemessen instand gehalten werden. Die vorliegende Untersuchung des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. (FIW) untermauert diese empirische Erkenntnis und zeigt, dass etwa ein Viertel der deutschen Wohngebäude mit einem Alter von mehr als 70 Jahren größtenteils aus Mauerziegeln besteht. Ebenso machen Gebäude im Alter von über 50, aber weniger als 70 Jahren rund 25 Prozent aus, wobei fast die Hälfte davon Ziegelmauerwerk aufweist. Zusammengefasst bedeutet dies, dass über zwei Drittel aller deutschen Wohngebäude vor mehr als 50 Jahren errichtet wurden und größtenteils Ziegel als Baumaterial verwendet wurden.

Die Daten bieten wichtige Erkenntnisse für die Diskussion über nachhaltige Baumaterialien. Ein längerer Gebrauch eines Gebäudes bedeutet eine effizientere Ressourcennutzung. Daher ist es ratsam, die Datenerfassung von Baufertigstellungen und Baugenehmigungen nach den verwendeten Baumaterialien durch das Statistische Bundesamt fortlaufend zu analysieren. Dies ist besonders wichtig, da die Bedeutung von Gebäuden als Quelle für Rohstoffe im Kontext der Kreislaufwirtschaft zunimmt. Die flächendeckende Einführung von Gebäuderessourcenpässen ist ein weiteres entscheidendes Instrument zur Überprüfung der Daten für bestehende Gebäude und kann wichtige Impulse für nachhaltiges und kreislauffähiges Bauen geben.

Aufgrund ihrer nachgewiesenen Langlebigkeit ist es nur konsequent, die Rolle von Ziegelprodukten als Baumaterial für Wohngebäude zu betonen und dies entsprechend in ökologischen Lebenszyklusanalysen zu berücksichtigen. Auf diese Weise kann weiterhin ein bedeutender Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum geleistet werden.

Die Studie steht unter www.ziegel.de zum Download bereit.

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Wohnungsbau Verbände Studien & Umfragen
news-1304 Wed, 20 Mar 2024 09:24:24 +0100 Zertifizierte Bildungsträger im FM https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/zertifizierte-bildungstraeger-im-fm/ Die gefma – Deutscher Verband für Facility Management e.V. baut mit der Technischen Akademie Esslingen e. V. (TAE) das Netzwerk zertifizierter Bildungsträger im Facility Management (FM) aus. Eine qualifizierte Ausbildung ist von entscheidender Bedeutung, um dem erheblichen Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt effektiv zu begegnen. Der Branchenverband des Facilitymanagements trägt seit vielen Jahren Verantwortung für die Ausbildung von Fachkräften im FM, um sicherzustellen, dass sie auf die anspruchsvolle Verwaltung von Immobilien vorbereitet sind. Die Weiterbildung dieser operativen Spezialisten nach den hohen gefma-Standards wird in Deutschland bisher von fünf Bildungsträgern gewährleistet. Mit der Technischen Akademie Esslingen e. V. (TAE) tritt nun ein sechster Anbieter hinzu, dessen fachspezifische Weiterbildungsqualität erstmals von gefma zertifiziert wurde.

Durch die Zertifizierung von Bildungseinrichtungen wie der TAE wird sichergestellt, dass angehenden Fachwirtinnen, Fachwirten und Servicekräften die anspruchsvollen Fach- und Handlungskompetenzen für ihre qualifizierten Aufgaben im Facility Management vermittelt werden. Seit 1998 haben bereits mehr als 5.000 Personen erfolgreich gefma-zertifizierte Abschlüsse erworben. Für den Verband ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Ausbildungsinhalte stets die aktuellen Marktentwicklungen widerspiegeln. Daher gehören Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung fest zum Lehrplan zertifizierter Bildungseinrichtungen. Die TAE bietet mit jährlich rund 1.000 Veranstaltungen in 18 Themenbereichen eines der umfassendsten Weiterbildungsangebote in Deutschland, das sich speziell an Berufstätige aus technisch geprägten Unternehmen richtet.

Durch die Erweiterung des Aus- und Weiterbildungsangebots für Fachkräfte vertieft gefma sein Engagement für Wissenschaft und Praxis im Facility Management weiter. Neben der praktischen Qualifizierung bieten auch 16 Hochschulen gefma-zertifizierte akademische Studiengänge an.

>> Zum Weiterbildungsangebot der TAE

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Facility Management Aus- und Weiterbildung Personen und Firmen
news-1303 Mon, 18 Mar 2024 13:40:20 +0100 Fortbildungsreihe für den Bauantrag der Zukunft gestartet https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/fortbildungsreihe-fuer-den-bauantrag-der-zukunft-gestartet/ Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) hat das Fortbildungsprogramm "BDB 5NB" ins Leben gerufen, um Planer auf die zukünftigen Herausforderungen der Bauwende im Planungsprozess vorzubereiten. Die fünf BDB-Nachhaltigkeitsbausteine unterstützen Planer und Bauherren dabei, die Nachhaltigkeit eines Bauwerks so transparent wie möglich zu dokumentieren. Im Jahr 2021 hat der BDB seinen "BDB-Klimabauplan" veröffentlicht, der 10 Maßnahmen zur Umsetzung von nachhaltigem Planen und Bauen enthält. Damit übernahm der größte gemeinsame Berufsverband von Architekten und Ingenieuren Verantwortung gegenüber Politik, Bauwirtschaft und seinen Mitgliedern. Denn die gebaute Umwelt trägt mehr als 30 % zum jährlichen CO2-Ausstoß in Deutschland bei. Nun wird der Klimabauplan durch 5 BDB-Nachhaltigkeitsbausteine ergänzt – die "BDB 5NB".

Die fünf Bausteine erleichtern es Planern und Bauherren, die Nachhaltigkeit eines Bauwerks auf möglichst einfache Weise transparent zu dokumentieren. Bislang wurden die zahlreichen, kaum standardisierten Nachhaltigkeitsanforderungen für Gebäude nicht in einen gemeinsamen Prozess integriert. Ebenso fehlen verlässliche gesetzliche Grundlagen. Dies führt zu einem hohen bürokratischen und kostenintensiven Prüfaufwand, der Bauherren und Planer oft davon abhält, nachhaltig zu planen und zu bauen.

Es ist klar, dass Nachhaltigkeitsaspekte früher oder später verbindlich in den Bauantragsprozess integriert werden. Der BDB möchte Architekten und Ingenieuren mithilfe eines Fortbildungsprogramms darauf vorbereiten und so ein Zeichen für eine schnellere Umsetzung der Bauwende setzen.

Die 5 BDB-Nachhaltigkeitsbausteine im Überblick

Die Einführung von fünf vereinfachten Bausteinen für Gebäudeklassen 1 bis 5 zielt darauf ab, eine standardisierte Bewertung der Nachhaltigkeit bei allen Bauprojekten zu etablieren und somit die Umsetzung der Bauwende in der täglichen Planungspraxis zu ermöglichen.

Gebäudeklassen 1-3:

  • Baustein 1: LCA – Ökobilanzierung auf Grundlage der Leistungsphase 3 | Ziel: Sensibilisierung der geplanten Struktur zur Umwelt.
  • Baustein 2: LCC – Lebenszykluskosten auf Grundlage der Leistungsphase 3 | Ziel: Sensibilisierung für die anfallenden Betriebskosten im Betrieb im Vergleich zu den Erstellungskosten.
  • Baustein 3: Nachhaltigkeitsbericht | Ziel: Nachhaltige und integrale Kommunikation von Entscheidungen über Kubatur, Architektur und Materialwahl.

Gebäudeklassen 4-5:

  • Baustein 4: TGA-Monitoring Konzept | Ziele: Effizienterer Gebäudebetrieb über den gesamten Lebenszyklus, Monitoring-Konzept zur Sensibilisierung des CO2-Ausstoßes der tatsächlichen Gebäudenutzung.
  • Baustein 5: Materialkataster | Ziele: Auflistung der relevanten Bauteile zur Dokumentation aller verbrauchten Ressourcen als Wertekatalog. Sensibilisierung für das Wissen um die verbauten Materialien und bessere Abstimmung mit Bauherren

Ausführliche Informationen zu den 5 BDB-Nachhaltigkeitsbausteinen sowie Details zum Fortbildungsprogramm finden Interessierte hier.

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Aus- und Weiterbildung Digitalisierung Verbände
news-1302 Mon, 18 Mar 2024 06:00:00 +0100 Polycare ist neues Mitglied bei solid UNIT https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/polycare-ist-neues-mitglied-bei-solid-unit/ Das Start-up Polycare Research Technology GmbH aus Thüringen entwirft und fertigt unter dem Markennamen Sembla zementfreie Mauerwerksteine aus Geopolymerbeton. Diese sind modular einsetzbar und können mithilfe einfacher Stecksysteme schnell montiert werden, was schnelles und rückbaubares Bauen ermöglicht. Das Mauerwerksystem besteht aus 100% zementfreiem Beton, der auf Geopolymeren basiert, wodurch es zu einem vollständig mineralischen Baustoff wird. Das Bindemittel besteht aus puzzolanischen Materialien wie natürlichen Rohstoffen oder industriellen Nebenprodukten wie Flugasche. Dies führt zu einem Material mit reduziertem CO2-Ausstoß, das auch in Bezug auf Klimaresilienz und Langlebigkeit überzeugen kann. Die Polycare-Elemente sind nach dem "Cradle-to-Cradle"-Prinzip konzipiert, um über mehrere Lebenszyklen hinweg verwendet zu werden. Sie werden einfach in Stecksystemen direkt auf der Baustelle montiert und können bei Bedarf später zerlegt und erneut verwendet werden. In Nordrhein-Westfalen ist die Errichtung eines Werks für die Produktion von Geopolymerbeton-Mauerwerksteinen geplant. Die ersten konkreten Bauprojekte sind bereits in der Planungsphase.

„Wir freuen uns sehr, Polycare als neues Mitglied in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen und die weitere Entwicklung vom Wissenschaftsteam zum produzierenden Start-up mit begleiten zu können“, erklärt Thomas Zawalski, Geschäftsführer von Solid Unit e. V. dem Netzwerk für klimaneutrales Bauen mit mineralischen Baustoffen.

Polycare-CEO Andreas Kunsmann: „Mit Sembla können wir die CO2-Emissionen eines massiv gebauten Rohbaus um bis zu 70 Prozent reduzieren. So ebnen wir den Weg für ein zirkuläres, zukunftsfähiges und Taxonomie-konformes Bauen. Auf unsere neue Produktgeneration sind wir besonders stolz, da wir unseren Kunden ein sehr wettbewerbsfähiges Angebot machen können und zirkuläres Bauen einfach, schnell und verfügbar machen."

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Personen und Firmen Verbände Umwelt Klimaneutralität
news-1301 Fri, 15 Mar 2024 06:00:00 +0100 KI & Standardisierung für effizienteren Gebäudebetrieb https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/ki-standardisierung-fuer-effizienteren-gebaeudebetrieb/ Im Forschungsprojekt OptGA4.0 suchen die TH Köln und verschiedene Industriepartner der Gebäudeautomation und Branchen-Standardisierung nach neuen Wegen, um Informationen über gebäudetechnische Anlagen einheitlich, maschinenlesbar und über den gesamten Lebenszyklus bereitzustellen. Der Gebäudebestand im Besitz der öffentlichen Hand bietet erhebliches Potenzial für Optimierungen. Aufgrund unzureichender Standardisierung der gebäudetechnischen Anlagen sind oft Betriebsprozesse nicht optimal und der Energieverbrauch ist erhöht. „Das Ziel der Gebäudeautomation ist, dass Algorithmen automatisch und ohne menschliche Intervention den Zustand des Objekts und seiner Technischen Gebäudeausrüstung erkennen und regelbasiert optimieren. Dies geschieht in der Praxis häufig nicht, weil jeder Hersteller seine Anlagen informationstechnisch anders beschreibt“, erläutert Projektmitarbeiter Michael Krüttgen vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung der TH Köln. Beispielweise können bei einem technisch identischen Heizkreis die digitalen Versionen, die von Algorithmen verwendet werden, je nach Anbieter unterschiedliche Bezeichnungen, Einheiten oder semantische Ausprägungen aufweisen.

„Daher muss derzeit jeder Datenpunkt, wie zum Beispiel die Vorlauftemperatur, manuell gefunden und in seiner Bedeutung aufbereitet werden, bevor Optimierungsprogramme zum Einsatz kommen können. Dieser Aufwand ist zu groß und der wachsende Personalmangel lässt wenig Spielraum für die Optimierung. In Folge dessen werden viele Bauwerke ineffizient betrieben und große Optimierungspotenziale wie Energieeinsparungen nicht genutzt“, ergänzt Krüttgen, der im Rahmen des Projekts seine Doktorarbeit schreibt.

Im Forschungsprojekt „Optimierung von Engineering-Prozessen der kommunalen Gebäudeautomation auf Basis standardisierter Anlagentypen und Informationsmodelle“ (OptGA4.0) strebt die TH Köln zusammen mit den Projektpartnern an, das Problem aus verschiedenen Perspektiven anzugehen. Ziel ist es insbesondere, der öffentlichen Hand als Gebäudebetreiber neue Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um ihren umfangreichen Gebäudebestand effizienter zu verwalten. Ein lebenszyklusübergreifender und maschinenlesbarer informationstechnischer Standard soll als Grundlage geschaffen werden, um Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung künftig einheitlich zu beschreiben. Zu diesem Zweck arbeiten verschiedene Standardisierungsorganisationen eng mit dem Projekt zusammen.

Forschungsergebnisse werden prototypisch am realen Gebäudebestand der Stadt Köln und des Schulbaus Hamburg validiert

„Damit die heute bereits verbaute und uneinheitlich beschriebene Technik künftig besser geregelt werden kann, trainieren wir eine Künstliche Intelligenz. Diese soll in der Lage sein, die heterogene Beschreibung von Datenpunkten im Bestand zu interpretieren und auf einen homogenen Standard zu übersetzen, der dann von den Regelungsalgorithmen verstanden wird. Die KI fungiert quasi als Maschine-Maschine-Übersetzer“, so Krüttgen.

Sobald die Technik einheitlich beschrieben ist, können regelbasierte Anwendungen und Algorithmen eingesetzt werden, um die Gebäude zu optimieren und effizient zu betreiben. „Dabei wollen wir das SelfX-Prinzip anwenden. Das sind Systeme mit der Eigenschaft, ihre Umgebung eigenständig zu erkunden und automatisierte Interaktionen mit anderen Systemen zu realisieren, ohne dass es eines manuellen Eingriffs des Menschen bedarf“, sagt Krüttgen.

Das Projektkonsortium validiert die Forschungsergebnisse prototypisch am realen Gebäudebestand der Stadt Köln und im Schulbau Hamburg. Dies geschieht unter anderem durch regelbasierte und automatisierte Energiemonitoring- und Instandhaltungsanwendungen. Die bestehende Softwareumgebung des Facility Managements wird um den neuen informationstechnischen Standard erweitert, um so die Integration von ingenieursfreien Anwendungen zu ermöglichen.

Das Forschungsprojekt OptGA4.0 wird von Prof. Dr. Jochen Müller vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung und Prof. Dr. Niels Bartels vom Institut für Konstruktiven Ingenieurbau an der TH Köln geleitet. Zu den Projektpartnern gehören die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, SBH | Schulbau Hamburg, Kieback & Peter GmbH & Co.KG, eTASK Immobilien Software GmbH, Verein Deutscher Ingenieure e.V. - VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäude, AMEV Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen, VDMA e.V. Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau - Automation + Management für Haus und Gebäude, buildingSmart Deutschland e.V. sowie die Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung. Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich vom Jahr 2024 bis Ende 2027 und wird im Rahmen der Maßnahme FH-Kooperativ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund einer Million Euro gefördert.

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Facility Management Immobilienverwaltung Aus- und Weiterbildung Forschung & Lehre
news-1300 Thu, 14 Mar 2024 07:58:43 +0100 DGNB-Platin-Zertifikat für die „Viega World“ https://www.build-ing.de/nachrichten/detail/dgnb-platin-zertifikat-fuer-die-viega-world/ Das Seminarcenter in Attendorn gehört mit 89,1 Prozent Zielerfüllung zu den nachhaltigsten Bildungsbauten, die bisher gebaut wurden. Diese Leistung hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Zertifikat in „Platin“ gewürdigt. Ulrich Zeppenfeldt, Vice President Global Service & Consulting und mitverantwortlich für den Bau der „Viega World“, freut sich dabei besonders über die Bewertung der ökologischen und ökonomischen Qualität des neuen Seminarcenters: „Ein Erfüllungsgrad von 100 Prozent der ökologischen und 87 Prozent der ökonomischen Anforderungen zeigt, wie zielführend unser Ansatz einer Integralen Planung mit der Arbeitsmethodik Building Information Modeling (BIM) für die Zukunft des nachhaltigen Bauens generell ist.“

Der Bau der „Viega World“ war erforderlich, da das vorhandene Schulungszentrum in Attendorn-Ennest mit einer jährlichen Teilnehmerzahl von vielen Tausend Personen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war. Als ein weltweit führender Anbieter von Installationstechnik nutzte Viega diese Gelegenheit, um in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen e3D an der RWTH Aachen University und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg Grundlagenarbeit für die Zukunft des Bauens zu leisten.

Dafür wurde das Gebäude im Vorfeld umfassend mithilfe der integrierten Arbeitsmethodik BIM geplant, wodurch der gesamte Lebenszyklus der „Viega World“ von der Errichtung über den Betrieb bis hin zum Rückbau abgebildet werden konnte. Diese ganzheitliche Planung war eine wesentliche Voraussetzung, nicht nur für den klimaneutralen Betrieb des Weiterbildungszentrums, sondern auch für die Erfüllung der anspruchsvollen Bewertungskriterien der DGNB, die gleichermaßen an die soziokulturellen, funktionalen, technischen und prozessualen Qualitäten des Neubaus gestellt wurden.

Auszeichnung für besonders nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben der „Viega World“

„Durch unsere innovative Herangehensweise haben wir von Anfang an nicht nur den originären Baukörper betrachtet, sondern genauso alle Prozesse erfasst und in unsere Entscheidungen einfließen lassen, die zu seinem Entstehen und dem Betrieb gehören. Das wäre ohne die Integrale Planung mit BIM nicht möglich gewesen – und hat gleichzeitig zu völlig neuen Ansätzen geführt, um den zentralen Herausforderungen des Bauens von morgen besser begegnen zu können“, so Ulrich Zeppenfeldt. Besonders deutlich werde dies beispielsweise an dem klimaneutralen Betrieb des Gebäudes, der einerseits durch die Nutzung erneuerbarer Energien, andererseits aber auch durch reduzierte Energieverbräuche und ein kontinuierliches Energiemonitoring mit entsprechender Nachjustierung im Bedarfsfall erreicht werde.

Ein anderes Beispiel seien Prozessoptimierungen, die erst über die exakt beschriebenen Bedarfsanforderungen in Raum-, Nutzungs- oder Trassenkonzepte möglich wurden, sagt Ulrich Zeppenfeldt: „Die konsequent über die Gewerke hinweg fortgeschriebene, immer wieder aktualisierte Planung hat unter anderem zu wesentlich schlankeren Abläufen sowie einer deutlichen Verringerung von Nacharbeit auf der Baustelle geführt. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein nicht zu unterschätzender Produktivitätsfaktor. Deswegen ist der aktuelle Transformationsprozess hin zum digitalen Bauen für die gesamte Branche auch keine Belastung, sondern eine große Chance, weil sich darüber nachweislich zentrale Herausforderungen wie die Schonung der Ressourcen, eine höhere Wertschöpfung und die Absicherung von Qualitätsstandards deutlich einfacher bewältigen lassen.“

Dies gilt insbesondere, da bei der Bewertung der „Viega World“ durch die DGNB noch der Kriterienkatalog von 2018 herangezogen wurde. In der kürzlich veröffentlichten, umfassend überarbeiteten Version des Zertifizierungssystems für Neubauten - Version 2023 - werden Themen wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel sowie die Erhaltung natürlicher Ressourcen und Ökosysteme zur Sicherung der Lebensgrundlagen noch stärker berücksichtigt. Im Bereich der ökonomischen Qualität werden nun auch Aspekte der Klimaresilienz und der Dokumentation bewertet, im Bereich der technischen Qualität das zirkuläre Bauen und im Bereich der Prozessqualität die Vorbereitungen für eine nachhaltige Nutzung. „Also alles Aspekte, die wir bereits beim Bau der ‚Viega World‘ mit betrachtet und in das Gesamtkonzept des Gebäudes haben einfließen lassen, ohne dass dies ausdrücklich im Lastenheft zur Zertifizierung gefordert wurde“, erklärt Ulrich Zeppenfeldt. „Damit hat unsere Herangehensweise über die Integrale Planung mit der Arbeitsmethodik BIM unter Beweis gestellt, wie weit sie in die Zukunft wirkt und wie viel Potenzial darüber für Neubauten zu heben ist.“

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Aus- und Weiterbildung Personen und Firmen Wettbewerbe & Awards Klimaneutralität