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Wohnungsnot: Bauministerium setzt auf serielles Bauen

Die Bundesregierung will jedes Jahr Mithilfe serieller und modularer Bauweisen 400.000 neue Wohnungen bauen lassen. So soll es in den Innenstädten auch weniger Baulärm geben.

Insbesondere in vielen deutschen Großstädten sind Wohnungen Mangelware. Doch sowohl Baufläche, Handwerker als auch Baumaterialien sind derzeit knapp. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will mit einer einheitlichen Bauweise schnell für neuen, preisgünstigen Wohnraum sorgen. Erinnerungen an die Siebzigerjahre, als die Politik in Ost und West mit Plattensiedlungen schnell für neuen Wohnraum sorgte, sind noch wach und vielerorts im Land sichtbar. Viele bringen serielles Bauen mit den Siebzigerjahren in Verbindung.  

Bundesbauministerin Klara Geywitz kündigte in einem Interview mit Bayern 2 an, Modelle für serielles Bauen zu starten. Dadurch solle der Bauprozess entlastet und beschleunigt werden. Außerdem würde in den Innenstädten weniger Baulärm entstehen, so Geywitz. Serielles Bauen basiert auf Modulen, die anderswo gefertigt und zusammengebaut werden. Dann müssen vor Ort nur noch die Bodenplatte gesetzt und die Module aufgebaut werden. „Das entlastet den Bauprozess, macht ihn schneller und vermeidet auch sehr viel Baulärm und lange Bauzeiten in den Innenstädten“, bekräftigt Bauministerin Geywitz.

Es fehlen Baugrundstücke und Baugenehmigungen

Es sei wichtig, eine weitere Flächenversiegelung möglichst zu vermeiden, so Geywitz. Deshalb müsse auch überprüft werden, ob der derzeitige Bestand optimal genutzt werde. Nicht genutzte Gewerbeimmobilien könnten beispielsweise in Wohnungen umgewandelt werden. Die Schaffung von neuem Wohnraum sei eine langfristige Aufgabe, so Geywitz. Die Bundesregierung wolle schließlich nicht nur in diesem, sondern in jedem Jahr für 400.000 neue Wohnungen sorgen. Darauf könne sich die Bauwirtschaft auch einstellen, so die Bundesbauministerin.

Die  wohnungspolitischen Ziele der Bundesregierung hält der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes für unrealistisch:  „Technisch ist das machbar, aber es fehlen Grundstücke und Baugenehmigungen”, erläuterte Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes. Der Engpass bestehe „auf dem Papier, nicht bei den Steinen“, sagte Quast gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel. In Deutschland dauere es Jahre, Genehmigungen zu bekommen und Flächen in Bauland umzuwandeln. „Der Schlüssel für mehr Wohnungsbau wäre, Genehmigungsprozesse zu vereinfachen, “ so Quast

 

Bild: stock.adobe.com/Roman Babakin

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