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Automatisierter Asphalteinbau
Straßenbau 4.0

Das Projekt „Robot – Straßenbau 4.0“ erforscht verschiedene Möglichkeiten, um Informationen zu vernetzen und Automatisierung beim Asphalteinbau zu nutzen.

Das Internet of Things (IoT) oder BIM – nach und nach erkennen immer mehr Branchen das Potenzial vernetzter IT-Strukturen. Waren bisher eher Produktion und Logistik in der Massenfertigung Gegenstand der neuesten Entwicklungen in der Industrie 4.0, so rücken  mittlerweile immer mehr Anwendungen außerhalb der klassischen Prozessketten in den Fokus. Auch für den Straßenbau sind die Themen Informationen vernetzen und Automatisierung interessant. Seit Ende 2017 beschäftigt sich ein Forschungsprojekt mit dem Straßenbau 4.0.

Branchentypische Prozesse optimieren, praxisorientierte Anwendungen beim Asphalteinbau beschleunigen – das ist der Antrieb der Projektverantwortlichen. Dazu gehört unter anderem neben der TPA GmbH auch die STRABA AG. In Kooperation mit verschiedenen Unternehmen geht es darum, Prozesse zu optimieren und neue Lösungsansätze zu schaffen, welche das Thema Digitalisierung in den Vordergrund stellen.

Projekt von Bundesregierung gefördert

Die Bundesregierung unterstützt das Projekt mit Fördergeldern in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Besonders am Forschungsprojekt interessiert sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Eine dreijährige Kooperation wurde bereits zugesagt. Einer Verlängerung stellt man ebenfalls in Aussicht.

Automatisierter Asphalteinbau um Vordergrund

Hauptschwerpunkt soll der Asphalteinbau sein. Die Verfahren in diesem Bereich werden bisher durch verschiedene Dinge erschwert. Dazu gehört beispielsweise, dass viele der Arbeiten bei fließendem Verkehr durchgeführt werden. Mithilfe des halbseitigen Einbaus werden einerseits Sperrungen wichtiger Verkehrsachsen verhindert, andererseits erhöht sich das Unfallrisiko für Arbeiter und Verkehrsteilnehmer.

Baumaschinen sollen miteinander kommunizieren

Trotz solcher bisherigen Widrigkeiten ist man sich einer schnellen Umsetzung der neuen Erkenntnisse sicher. Schließlich werden schon jetzt viele Baumaschinen mithilfe von zahlreichen Sensoren mit Daten versorgt. Dazu gehören Daten zur Position oder zu Materialeigenschaften. Bislang werden die Ergebnisse jedoch nur einzeln ausgewertet und nicht miteinander verknüpft. Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es daher, die Daten zukünftig zentral zur Verfügung zu stellen, sodass einzelnen Maschinen auch untereinander kommunizieren können.

Mittelfristig planen die Verantwortlichen des Projektes, die vollständige Automation im Straßenbau innerhalb der kommenden drei Jahre umzusetzen. Anhand der bereits vorliegenden Daten sowie der Ergänzung um beispielsweise GPS-Koordinaten zur Positionsbestimmung, sollen alle Instanzen beim Asphalteinbau ihre Arbeitsschritte koordinieren können. Voraussetzung dafür ist allerdings die interne Digitalisierung der Messwerte und Einstellungen. Innerhalb des Forschungsprojektes ist man zuversichtlich, dass sich die Effizienz bereits kurzfristig durch die Automatisierung steigern lassen wird.

(Bild: stockr-1/stock.adobe.com)

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