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Bauprojekte zur Fussball-WM
Stadionbau mit BIM

Pünktlich zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft im Juni kann Stadionbaukunst der Extraklasse in Saransk bewundert werden.

Die Mordovia Arena in Saransk zählt mit seiner ungewöhnlichen Geometrie und den komplexen Metallstrukturen als anspruchsvolles Bauprojekt. Unterstrichen wird das auch durch die neuartige Fertigungs-, Diagnose- und Steuerungstechnologien, welche der lokale Stahlproduzent LLC Belenergomash-BZEM für die Stahlkonstruktion des Bauprojektes nutzte. Dazu gehörte auch die BIM-Software Tekla Structures.

BIM-Software sorgt für Planungsgenauigkeit

Höchste Genauigkeit in allen Projektphasen hat beim Bau von Sportanlagen oberste Priorität. Bereits die Planung eines Bauprojektes gehört zu den wichtigen Phasen. Die Auswahl der richtigen BIM-Software ist dafür unerlässlich. Mithilfe korrekt ausgewählter Software-Lösungen lassen sich die Kosten von Bauprojekten laut Dodge & Data (Hersteller für Bausoftware) um fünf Prozent reduzieren und können zu einer verkürzten Ausführungszeit beitragen. Die Produktivität der Arbeit kann um 25 Prozent erhöht werden. Eine BIM-Software, wie beispielsweise Tekla Structures, ermöglicht eine ausführungsreife Planung mit hohem LOD (Level of Development) und unterstützt bei der Entwicklung von erforderlichen Elementen mit dem höchsten Detaillierungsrad (LOD 500) im Modell. Die BIM-Software wurde aufgrund ihrer Genauigkeit für acht von zwölf FIFA-2018-Stadien genutzt.

Außergewöhnliche Architektur des Stadiums

Die Basis des Stadiums besteht aus 88 G-förmigen Zusammenbauten von 40 Metern Höhe – bei einer Gesamthöhe von 49 Metern. Das Gewicht der Dachkonstruktion beträgt nur etwa 6.000 Tonnen, denn alle Konsolen bestehen aus Stahlrohren. Die Idee des Architekten: die Schale soll an eine strahlend rote Sonne erinnern. Sie zählt zu den Symbolen der Republik Mordwinien.
Die komplexen Metallstrukturen wurden von Belenergomash-BZEM mit einer Toleranz von 10 mm über 60 Meter Spannweite einschließlich der großen Anzahl von Schweißverbindungen gefertigt. Verzögerungen ließ der Projektplan keine zu. Die Stadionstruktur wurde planmäßig fertiggestellt.

Stadion Außenansicht (Bild: JSC Gradproject, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Unterstützung durch BIM-Technologie

„Die BIM-Technologie half dabei, einen transparenten Workflow zu organisieren und ein produktives Zusammenspiel aller am Projekt Beteiligten sicherzustellen. Wir haben die technischen Fertigungsbedingungen individuell entwickelt und mit den am Bau an der Anlage beteiligten Planungsunternehmen abgestimmt. Um den Start des Projekts vorzubereiten, haben die Spezialisten der Produktionsstätte mehrere Monate lang die Montage- und Schweißprozess anhand von Prototypen erarbeitet“, resümiert Dmitry Dolzhenkov, CAD-Spezialist bei Belenergomash-BZEM.

3D-Modell des Stadiums (Bild: Trimble)

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