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Serielles und modulares Bauen

Städtische Wohnungsbauprojekte in Berlin sollen zeigen, wie sich Nachhaltigkeit, hohes Bautempo und stabile Kosten unter einem Dach vereinen lassen.

Der Wohnungsbau in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: Bauen soll klimaschonender, nachhaltiger, aber auch schneller und kostengünstiger werden. Gleichzeitig fehlen auf dem Bau aber Material und Fachkräfte, die Baukosten steigen und viele Prozesse rund um Planung, Genehmigung und Fertigung dauern sehr lange. Moderne Bauweisen sind ein Schlüssel dafür, dieses Dilemma zu lösen und das bezahlbare Wohnen und Bauen voranzubringen, heißt es in einer Mitteilung des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. Bei einer Projektbesichtigung in Berlin haben sich Bundesbauministerin Klara Geywitz und Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW, kürzlich zwei seriell und modular erstellte Wohngebäude angeschaut.

Klimaangepasster Wohnraum

„Die Schaffung von bezahlbarem und klimaangepasstem Wohnraum ist eines der zentralen Themen der Bundesregierung. Allein für die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus stellen wir 14,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Wichtige Partner sind hier die vielen Wohnungsunternehmen. Sie sorgen dafür, dass dieser Wohnraum geschaffen wird. Sie gehen voran, indem sie auf das serielle und modulare Bauen unter anderem mit Holz setzen. Beim Bündnis bezahlbarer Wohnraum ist serielles Bauen ein Schwerpunkt. Dafür richten wir eine Geschäftsstelle ‚Serielles Bauen‘ ein, erleichtern die Vergabe von Typengenehmigungen und bauen die Förderung aus“, sagt Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Bezahlbarer Wohnraum

„Serielles und modulares Bauen ist ein wichtiger Lösungs-Baustein auf dem Weg zu den Wohnungsbau- und Klimazielen. Zukunftsweisende Projekte wie hier in Berlin zeigen, wie mithilfe moderner, industrieller Bauweisen qualitativ hochwertiger und architektonisch anspruchsvoller Wohnraum entsteht – und das zu deutlich geringeren Baustellenzeiten und mit Kostenvorteilen. So schaffen wir bezahlbaren, attraktiven und nachhaltigen Wohnraum, der vielerorts dringend benötigt wird“, sagt Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW.

Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen

Gemeinsam leisten die Wohnungswirtschaft und das Bauministerium beim seriellen und modularen Bauen Pionierarbeit in enger Zusammenarbeit mit der Bundesarchitektenkammer und der Deutschen Bauindustrie. Als Ergebnis eines erstmals durchgeführten europaweiten Ausschreibungsverfahrens entstand 2018 die erste Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen, aus dem Wohnungsunternehmen neun unterschiedliche und individuell gestaltbare Wohnungsbaukonzepte zeitsparend und kostenstabil quasi aus dem Katalog auswählen können. Eine Neuauflage der Rahmenvereinbarung ist in Arbeit, die Ausschreibung ist für 2023 geplant, so der GdW.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (r.) besichtigt ein seriell und modular errichtetes Wohngebäude der Berliner Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft. Mit dabei: Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land (l.), sowie Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW. Foto: SupermarketLab Berlin

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