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Neue BIM-Umfrage

Anlässlich der 2. BIM World MUNICH 2017 wurde unter den Teilnehmern eine Umfrage durchgeführt, die Einblick in die aktuelle Bewertung von BIM gibt.

Sie erhebt keinen repräsentativen Anspruch, interessant ist sie dennoch. Die Teilnehmer der Umfrage erhielten die Möglichkeit ihre Erfahrung und Einschätzung zu Building Information Modelling (BIM) anonym und online abzugeben. Das Ergebnis fiel an vielen Stellen positiver als im Vorjahr aus.

BIM bereits im Einsatz

Nahezu 35 Prozent der Befragten konnten bereits Erfahrungen im Einsatz von BIM bei nationalen Projekten sammeln. Für den Einsatz im Gebäudebetrieb wurde BIM immerhin von 15 Prozent der Befragten genutzt.
Über 25 Prozent der Umfrage-Teilnehmer, somit acht Prozent mehr als im Vorjahr, sagten, dass sie mit BIM ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und erhöhen wollen. Unterstrichen wird das Ergebnis von der Aussage: „Wer sich jetzt nicht für BIM interessiere, gehöre schon bald zu den verlieren“, der in diesem Jahr 21 Prozent und im letzten Jahr nur 14 Prozent zustimmten.

Den Nutzen von BIM-Methoden und BIM-Modellen sehen in der Umfrage:

  • Über 30 Prozent (Im Vorjahr nur sechs Prozent) bei einer besseren integralen Planung.
  • 15 Prozent bei einer Reduzierung des digitalen Datenmanagements.
  • 20 Prozent kennen zwar den Nutzen von BIM, die Umsetzung sei ihnen jedoch nicht konkret klar.

Neben den verbesserten positiven Aspekten ergaben sich auch interessante Ergebnisse bei den Hürden, welche die Umfrage-Teilnehmer nannten. Ganz weit vorn lag die Sorge über die fehlende Aus- und Weiterbildung und die Unklarheit darüber, wer die Kosten dafür übernehmen solle. Genannt wurden außerdem fehlende Regeln, Standards und Definitionen.
Josef Kauer, der Präsident der BIM World MUNICH und Mitherausgeber der Umfrage meint dazu, dass es wichtig sei, die aktuellen Arbeitsabläufe nicht eins zu eins in die digitale Welt zu übertragen. Auch aus diesem Grund habe man den Fokus des Kongresses und der Breakout-Sessions auf Wege zur Behebung möglicher Negativ-Effekte und Lösungen zur Überwindung von Hindernissen gelegt.

Erste Orientierung statt konkrete Standardisierung

Fehlende Standardisierungen sollten außerdem nicht davor abschrecken, bereits erste Erfahrungen mit BIM zu sammeln. Ralf Golinski, Beiratsvorsitzender vom RING (Verband für die Digitalisierung im Immobilienbetrieb, CAMF RING e.V.) meint, dass die Standardisierungsarbeiten auf internationaler und europäischer Ebene bei ISO und CEN wie auch bei ASI, VDI, DIN und buildingSMART auf nationaler Ebene schon jetzt ausreichend Orientierung bieten, um bei kleinen und auch größeren Objekten BIM-Methoden zu verwenden. Diese Ansicht vertreten übrigens auch viele weitere Verbände. BIM solle man vielmehr als Prozess statt als abgeschlossenes System betrachten.
Gefragt wurden die Teilnehmer noch, welche die bedeutendsten Informationsquellen für die Entwicklung von BIM seien. Die Umfrage-Teilnehmer wählten wiederholt die Fachevents auf Platz eins, Internetrecherche belegte Platz zwei, Fachzeitungen landeten auf Platz drei.

Ergebnisse der BIM-Umfrage (Bild: BIM World MUNICH 2017/ CAFMRING)

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