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Innovative Anwendung der BIM-Technologie
Nationalmuseum Katar eröffnet

Das Büro Werner Sobek plante das Museum mit BIM und wurde dafür mit dem BIM Award 2016 ausgezeichnet.

Der französische Architekt Jean Nouvel entwarf das Gebäude in Doha, das am 28. März 2019 seine Türen öffnete. Aufgrund einer Länge von 350 Metern und seiner geometrischen Komplexität stellte es den Architekten vor technische Herausforderungen. Grundidee hinter dem Entwurf sind die multidimensionalen, rosettenartigen Strukturen der sogenannten Sandrosen – Strukturen, die sich in der Wüste bei der Verdunstungskristallisation von Gips bilden.

„Die Wüste als Ausgangspunkt zu nehmen, erwies sich als eine sehr progressive, nicht zu sagen utopische Idee. Ich sage ‚utopisch‘, denn um ein 350 Meter langes Gebäude mit seinen großen, nach innen gekrümmten Scheiben, seinen Kreuzungen und freitragenden Elementen – all den Dingen, die eine Wüstenrose heraufbeschwört – zu bauen, mussten wir enormen technischen Herausforderungen begegnen. Dieses Gebäude ist wie Katar selbst auf dem neuesten Stand der Technik“, sagte Jean Nouvel.

Größtes Modell seiner Art auf der Welt

Alle beteiligten Fachplaner und ausführenden Firmen speisten kontinuierlich ihre Planungsergebnisse in das BIM-Modell ein. Nur so war es möglich, der hohen geometrischen Komplexität des Projekts Herr zu werden und Kollisionen von einzelnen Komponenten zu verhindern. Die Bauarbeiten des Museums, das sich entlang der Küste Dohas erstreckt, begannen im Jahr 2013. Das Gebäude überspannt eine Fläche von 30.000 Quadratmetern.

Die Fassadenfläche von 40.000 Quadratmetern besteht aus glasfaserverstärktem Hochleistungsbeton-Scheiben. Innen wie außen sind sie beige. Das Nationalmuseum setzt sich aus gekrümmten Scheiben zusammen. Sie dienen als Sonnenschutz. Architekten reduzierten die Öffnungen des Bauwerks auf ein Minimum. Die zurückgesetzten Öffnungen liegen gemeinsam mit den Überständen der Betonscheiben im Schatten. Die Innenräume lassen sich so wirtschaftlicher klimatisieren.

Das neue Nationalmuseum von Katar (Foto: HG Esch, Hennef/Deutschland)

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