Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat einen Leitfaden veröffentlicht, der Empfehlungen zur energieeffizienten Gestaltung von Blockchains enthält. Damit wird die breite Anwendungsmöglichkeit dieser Technologie hervorgehoben.
Die unaufhaltsame Digitalisierung treibt zweifellos die Effizienz von alltäglichen, industriellen und administrativen Prozessen voran. Durch die Digitalisierung werden bewährte Verfahren schneller und kostengünstiger, was es ermöglicht, mit der Komplexität des universellen Datenaustauschs umzugehen. Allerdings wirft dies auch Fragen zur Ressourcenintensität und zum Energieverbrauch bei der Herstellung und dem Betrieb digitaler Lösungen auf. Dies gilt insbesondere für die Blockchain-Technologie, deren wilde Anfänge in Verbindung mit Kryptowährungen längst überwunden sind.
Nachhaltigkeit in der Blockchain-Technologie
Die dena hat gemeinsam mit dem Fraunhofer FIT einen neuen Leitfaden namens "Rethinking Blockchain’s Electricity Consumption – A Guide to Electricity-Efficient Design of Decentralized Data Infrastructure" herausgegeben. In diesem werden verschiedene Ansätze präsentiert, wie Blockchains energieeffizienter gestaltet und ihre Einsatzmöglichkeiten erweitert werden können. Der Leitfaden soll helfen, die Stromverbrauchsproblematik von Blockchains zu überdenken und innovative Lösungen dafür zu finden.
Der Leitfaden präsentiert zehn Werkzeuge, die es ermöglichen, Blockchains energieeffizient zu nutzen. Dabei werden nicht nur die Auswirkungen dieser Werkzeuge auf den Stromverbrauch erläutert, sondern auch ihre Auswirkungen auf die Sicherheit der verwalteten Daten (Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit) sowie auf die Leistung des Netzwerks. Dadurch wird eine bedarfsgerechte Gestaltung entsprechend der Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls erleichtert. Um diese Anforderungen zu identifizieren, steht eine umfangreiche Sammlung von Leitfragen zur Verfügung. Der Leitfaden demonstriert seine Prinzipien anhand von drei konkreten Beispielen: Elektronische Rezeptausstellung und -einlösung, Grünstromlabeling sowie Selbstsouveräne Identitäten. Zusätzlich enthält die Publikation ein neuartiges Modell zum Energieverbrauch von Blockchains zur besseren Verständlichkeit des Themas.
>> Leitfaden zum Download: Rethinking Blockchain’s Electricity Consumption (ENG)