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Fachkräftemangel
Klimawende braucht leistungsfähiges Handwerk

Politik und Gesellschaft müssen schnell Lösungen finden, wie sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk bewerben.

Das fordert Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Gerade im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele und vor dem Hintergrund der derzeitigen Energiekrise brauche es kompetente Handwerker in ausreichender Anzahl.

Hunderttausende von Versorgungsanlagen in bestehenden Gebäuden müssen in Kürze per Heizungscheck gewartet werden, so jedenfalls die Absicht der Bundesregierung. Im Neubau sollen jedes Jahr 400.000 energieeffiziente Wohnungen hinzukommen, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu begegnen. Viel Arbeit für zu wenige Handwerker, so Bramann. Es gäbe zwar Zuwächse bei den Ausbildungszahlen, die reichten nur nicht aus. Allein im Berufsbild Anlagenmechaniker/-in SHK könnten derzeit 40.000 Stellen nicht besetzt werden, so der Hauptgeschäftsführer.

Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung

In einer gemeinsamen Erklärung mit anderen Handwerksverbänden fordert der ZVSHK deshalb, dass die Politik für eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sorgen muss und berufliche Ausbildungszentren besser ausstatten muss. Der ZVSHK fordert außerdem den Ausbau des Aufstiegs-BAföGs und die Freistellung von Kosten für Fort- und Weiterbildungen wie zum Beispiel die Meisterausbildung.

Digitale Ökosysteme

Dringend erforderlich für die gebäudetechnischen und Ausbauhandwerke seien zudem optimale, digitale Ökosysteme zur Vernetzung von Handwerkern und weiteren Akteuren wie Energieberatern, Genehmigungsbehörden und Fördermittelgebern, um effizient und fachübergreifend zusammenarbeiten zu können.

Weitere Infos zu diesem Thema auf der Website des Zentralverbandes Sanität Heizung Klima.

 

Foto: www.christoph-papsch.de

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