Die Frilo Software GmbH hat die Version 2024-2 veröffentlicht, die neue Funktionen und Programmupdates enthält. Dazu zählen eine verbesserte Bemessung von Schöck Isokörben, die erweiterte Integration der DC-Grundbauprogramme in die Frilo Software sowie neue RSX-Schnittstellen für detaillierte Nachweise im Stahlbau.
Mit der Frilo-Version 2024-2 wurde die Integration von Schöck Isokorb weiter verbessert. Anwender können nun im Plattenprogramm PLT Schöck Isokörbe mit Höhenversatz (Typ K-U und K-O) sowie mit freier Tragwirkung (Typ Z) bei der Bemessung berücksichtigen. Der grafisch optimierte Ergebnisdialog im PLT ermöglicht es Benutzern, den vom Programm nach der Berechnung vorgeschlagenen Schöck Isokorb zu ändern. Kleine Schnittkräfte können bei der Bemessung optional vernachlässigt werden, und Stabausstände lassen sich für die Kollisionsplanung anzeigen. Zusätzlich wurde die Ausgabetabelle der verwendeten Schöck Isokörbe um bauphysikalische Werte erweitert.
Im Brandfall Ausnutzungsfaktor für Mauerwerkswände ermitteln
In den Programmen MWX+, MWM+ und MWK+ kann der Ausnutzungsfaktor im Brandfall (α6,fi bzw. αfi) für Mauerwerkswände ermittelt werden. Anhand der Norm kann die Wand abhängig von ihrer Dicke in die entsprechende Feuerwiderstandsklasse eingestuft werden. Die Ergebnisse der Ausnutzungsfaktoren sind in der Ausgabe integriert und können direkt für den Brandschutznachweis verwendet werden.
Die Zulassungsdatenbank für die Produkte der Wienerberger GmbH, Schlagmann Poroton GmbH & Co. KG und BV Leichtbeton wurde in den Mauerwerksprogrammen von Frilo aktualisiert. Eine direkte Verlinkung zur jeweiligen Zulassung des Herstellers ist eingerichtet, wodurch die Gültigkeit der Zulassung sowohl im Materialdialog als auch in der Ausgabe angegeben wird. Der Anwender kann wählen, ob das Eigengewicht der Wände vollständig, gar nicht oder zu 50 % (nicht im MWM+) angesetzt werden soll.
Im Programm Pfahl+ stehen nun die neuen Pfahlarten verpresster Mikropfahl und Rohrverpresspfahl zur Verfügung, die sowohl innen als auch außen bemessen werden können. Für Duktilpfähle, verpresste Mikropfähle und Rohrverpresspfähle kann der Knicknachweis als Stabilitätsnachweis nach Ofner und Wimmer durchgeführt werden. Bei den Fertigrammpfählen aus Stahl können in der Profiltabelle auch genormte Rechteckrohrprofile, sowohl warm- als auch kaltgewalzt, in verschiedenen Geometrien und Wandstärken ausgewählt werden.
Verpresste Mikropfähle & Rohrverpresspfähle für die Pfahlgründung
In den Fundamentprogrammen FD+, FDB+, FDS+ und GBR+ können mit der Version Frilo 2024-2 Blocklasten auf einem Fundament definiert werden. Der Benutzer kann festlegen, in welchen Quadranten die Lasten anzusetzen sind. Mit der Zusatzoption FD-PRO können zudem Kreisfundamente modelliert, berechnet und bemessen werden.
Die Integration von Schöck Isokörben wurde weiter verbessert. Im PLT können nun Schöck Isokörbe mit Höhenversatz (Typ K-U und K-O) sowie mit freier Tragwirkung (Typ Z) bei der Bemessung berücksichtigt werden. Der grafisch optimierte Ergebnisdialog des PLT ermöglicht es, den vom Programm nach der Berechnung vorgeschlagenen Schöck Isokorb zu ändern. Kleine Schnittkräfte können bei der Bemessung des Schöck Isokorbs optional vernachlässigt werden. Zudem lassen sich Stabausstände für die Kollisionsplanung anzeigen. Die Ausgabetabelle der verwendeten Schöck Isokörbe wurde um bauphysikalische Werte erweitert.
Für die Bemessung von Stahlbetonträgern wurde die Querschnittsdatenbank im Programm Durchlaufträger DLT+ um die Querschnittstypen einseitiger Platten (oben rechts, oben links, unten rechts und unten links) erweitert. Im Querschnittsdialog können nun Höhe, Stegdicke, Plattenbreite und Plattenhöhe auch für einseitige Plattenbalken konfiguriert werden. In der Systemansicht können Anwender die berechnete effektive mitwirkende Plattenbreite für ein- und zweiseitige Plattenbalken sowohl in der Programmoberfläche als auch im Ausgabedokument grafisch anzeigen lassen. Bei der seitlichen Verstärkung von Holzträgern mit Stahlquerschnitten können Holzträger mit U-Profilreihen, L-Profilreihen oder Flachstahlprofilen verstärkt werden. Diese Verstärkungsquerschnitte können in der Systemeingabe unter „Verstärkung links” und „Verstärkung rechts” um 90° gedreht werden.
Neue RSX-Schnittstellen für Detailnachweise im Stahlbau und Integration von DC-Software
Das Stabwerk RSX kann Schnittgrößen, Querschnitte und Materialien zur Bemessung von Rahmenecken (SRE+), Stirnplattenstößen (SPS+), Winkelanschlüssen (SWA+) und Fahnenblechen (SFB+) an die entsprechenden Frilo-Programme übergeben. Der Datentransfer ist auf 2D-Schnittgrößen beschränkt. Im RSX können benutzerdefinierte Bemessungsschnitte erstellt und zur grafischen Darstellung der Spannungsverläufe an das SQN+ übertragen werden. Für Stahlbetonstabzüge oder Stäbe können Abmessungen sowie Querschnitt und Lasten an den Durchlaufträger DLT+ weitergegeben werden. Im SFB+ können Nachweise für die Bauteile Stütze, Hauptträger, Nebenträger und Fahnenblech unter Berücksichtigung verschiedener Stahlarten und Stahlgüten geführt werden. Im Programm Stahlstütze STS+ können Zwischenhalterungen in z-Richtung eingegeben werden.
Durch die Integration der DC-Software in die Frilo-Umgebung wird die Datenverwaltung aller DC-Programme und -Positionen nun im Frilo Control Center zentralisiert. Diese Neuerung ermöglicht es DC-Nutzern, bestehende DC-Positionen und -Projekte in das Control Center zu importieren. Um ein einheitliches, prüffähiges Statikdokument mit Berechnungsergebnissen aus Frilo- und DC-Programmen zu erstellen, können vorhandene DC-Positionen in den Document Designer von Frilo eingelesen werden. Der neue Anmerkungseditor im Document Designer ermöglicht es Anwendern, dem Ausgabedokument der Statik benutzerdefinierte Text- und Zeichenelemente hinzuzufügen.