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BIM-Methode in Deutschland marktfähig machen
Forderung nach nationalem BIM-Kompetenzzentrum

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) kündigte Anfang 2017 eine EU-weite Ausschreibung für ein nationales BIM-Kompetenzzentrum an.

Mit diesem Schritt möchte das Bundesministerium die BIM-Umsetzung besonders für Infrastrukturmaßnahmen vorantreiben. Die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der digitalen Planungsmethode sollen in einer neuen zentralen Anlaufstelle gebündelt werden. Die Umsetzung muss baldmöglichst erfolgen, da der Stufenplan des Bundes eine Implementierung von BIM für Infrastrukturprojekte bereits bis zum Jahr 2020 vorsieht.

Zu den Aufgaben des Zentrums wird es unter anderem gehören, Leitfäden zu entwickeln, Schulungen und Informationsveranstaltungen zu koordinieren und umfassende Beratungen anzubieten. Des Weiteren soll juristischer Sachverstand bereitgestellt werden.

Staat in der Pflicht einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen

Die Digitalisierung hat längst auch das Planen und Bauen erfasst. Die Baubranche plant und errichtet Bauprojekte unter Einsatz neuer digitaler Arbeitsmethoden und nutzt die neue Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM). Dezentral organisierte BIM-Cluster haben sich bereits in vielen Städten, Regionen und Bundesländern gegründet. Im Fokus stehen die fachliche Weiterbildung, die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch.

Eine Begegnungsplattform für alle an der Planung und am Bau Beteiligten fordert nun auch die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB). Die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der digitalen Planungsmethode müssen in einer einzigen zentralen Anlaufstelle zusammengeführt werden. Die Ankündigung der neuen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, ein eigenes BIM-Kompetenzzentrum zu gründen, sei daher ein Schritt in die falsche Richtung, so die mittelständische Bauwirtschaft.

Überregionale Bündelung gemeinsamer Kompetenzen

Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der BVMB, warnt: „Ähnliche Fehler, wie sie in der Vergangenheit in Zusammenhang mit Public Private Partnership (PPP) begangen wurden, sollten sich nicht wiederholen. Damals hat fast jedes Bundesland eine eigene PPP-Task Force gegründet und eine Vielzahl von eigenen PPP-Leitfäden und -Empfehlungen veröffentlicht. Das alles hatte viel knappe Manpower gebunden, enorme Kosten produziert und war für die Übersichtlichkeit der PPP-Informationen nicht gerade förderlich.“

„Wenn es gelingt, die planen-bauen 4.0 GmbH in das Zentrum zu integrieren, wäre dies ein großer Schritt hin zum Ziel, die beabsichtigte Innovationsführerschaft Deutschlands beim digitalen Planen und Bauen international zu übernehmen. Damit kämen wir auch dem im BIM-Stufenplan des BMVI vorgesehenen Ziel, ab 2020 alle neu begonnenen Projekte des Bundes als BIM-Projekte auszuschreiben und zu vergeben, deutlich näher“, ergänzt Michael Gilka.

Die planen-bauen 4.0 GmbH ist eine Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens, die von führenden Verbänden der Branche 2015 gegründet wurde.

Bild: adiruch na chiangmai/stock.adobe.com

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