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Qualifizierung
Fachingenieur BIM VDI

Lehrgang für Planer, die sich fit für Ausschreibungen mit Building Information Modeling machen.

Digitales Planen und Bauen gehört in Deutschland längst noch nicht zum Standard. Für das Arbeiten mit BIM entwickelten bisher laut Studie „Digitalisierung der deutschen Bauindustrie“ nur 18 Prozent der Unternehmen eine Strategie.

Mit dem Zertifikatslehrgang „Fachingenieur BIM VDI“, der Planer dabei unterstützt, entsprechende Kompetenzen zu erwerben und dabei individuelle Schwerpunkte zu setzen, soll sich das nun ändern. Damit sichern sich Planer langfristig Vorteile im Wettbewerb und steigern ihre Produktivität.

Worauf kommt es an?

Es stellt sich zuerst die Frage, welches BIM-Level ein Büro erfüllen muss, um am Markt aussichtsreich bestehen zu können? Es kommt auf das jeweilige Geschäftsmodell, die Projekte und die Struktur im Büro an, weshalb es auf die Frage keine allgemeingültige Antwort gibt.

Im internationalen Umfeld unterscheidet man drei Ebenen (Level 1 bis 3, 3D) von erweiterten Funktionen.

Level 0, das den konventionellen Prozess mit CAD-Zeichnungen und ausgedruckten Plänen darstellt. Es genügt für kleinere Vorhaben, wie den Umbau eines Einfamilienhauses, und erfolgt in 2D.

  • Level 1 umfasst 2D- und 3D-CAD-Zeichnungen und den elektronischen Datenaustausch - ohne eine gemeinsame Projektplattform.
  • Level 2 bedeutet, dass 3D-CAD-Modelle für alle Beteiligten zur Verfügung stehen. Es gibt zudem Prozessdefinitionen und eine gemeinsame Projektplattform. Hierin können auch Zeitpläne (4D) und Kosten (5D) hinterlegt sein.
  • Level 3 beschreibt das komplette Programm, das sich beispielsweise für Gewerbebauten lohnt: Objektspezifische Prozesse können über den gesamten Lebenszyklus bereits während der Planungs- und Bauphase starten, wenn die vorgeschriebenen Dokumente intelligent mit dem BIM-Modell verknüpft sind. Dies beinhaltet offene Datenformate und eine gemeinsame Projektplattform.

BIM ist schrittweise implementier- und einsetzbar, wie der Zertifikatslehrgang „Fachingenieur BIM VDI“ zeigt. (Bild: Professor Dr. Christian Fieberg, Lehrgebiet Gebäudetechnik, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen)

Eine schrittweise Entwicklung der Planer von Level 0 bis Level 3 ist möglich.

Steigender Einsatz von BIM

Viele Ausschreibungen erfordern schon heute den Einsatz von BIM und die Tendenz ist steigend. Technologien wie 3D-Druck, Cloud-Technologie oder 3D-Laserscanning befinden sich auf dem Vormarsch. BIM wird bei allen öffentlichen Infrastrukturprojekten ab 2020 verbindlich, weshalb in den kommenden Jahren fast 80 Prozent der Unternehmen mit BIM arbeiten wollen, wie die Studie „Digitalisierung der deutschen Bauindustrie“ zeigt. Demnach erarbeiten 39 Prozent eine Strategie für ihre Digitalisierung.

Gut ausgebildete Experten und praxisnahe Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich werden in Zukunft benötigt. Der Zertifikatslehrgang „Fachingenieur BIM VDI“ mit vier Pflicht- und drei Wahlpflichtmodulen bietet neben einem umfassenden Überblick auch die Möglichkeit zum individuellen Vertiefen einzelner Themenaspekte der BIM-Konstruktion.

Folgende Themen enthält die Weiterbildung:

  • ganzheitliche Betrachtung des gesamten Lebenszyklus
  • BIM-Modellierung und Datenmanagement
  • Rechtliche Grundlagen
  • BIM-Software
  • BIM-Leistungsbilder
  • BIM-Projektmanagement

Mit bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer das VDI-Zertifikat „Fachingenieur BIM VDI“. Darüber hinaus gibt es beim VDI Wissensforum auch andere Aus- und Weiterbildungsformate zum Thema BIM

Anmeldung und Programm unter vdi-wissensforum.de/lehrgaenge/fachingenieur-bim/ oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

BIM-Aus- und Weiterbildungen

(Bild: wladimir180/stock.adobe.com)

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