Die Umfrage des GdW beleuchtet die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich der Digitalisierung.
Auch in der Immobilienbranche werden digitale Transformationsprozesse immer wichtiger. Aktuell liegt der Fokus auf der Digitalisierung interner Abläufe. Beim Thema Geschäftsmodelle setzen die Unternehmen bisher sehr stark auf mobile Endgeräte und digitale Plattformen. Sie erwarten für die kommenden fünf Jahre jedoch einen digitalen Aufholprozess. Das sind die Ergebnisse der Umfrage des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.
Positiver Blick in die Zukunft
Das Thema digitale Geschäftsmodelle liegt bei der Wohnungswirtschaft im Trend. Schon jetzt sind viele Prozesse der Datenverarbeitung und Wohnungsvermarktung digitalisiert. „Für die nächsten fünf Jahre plant rund die Hälfte der befragten Unternehmen, alle ihre Serviceangebote und weiteren Leistungen digital zu vernetzen“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Zum Vergleich: aktuell haben erst fünf Prozent der befragten Wohnungsunternehmen neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt. 30 Prozent wollen dies jedoch innerhalb der nächsten fünf Jahre ändern. Bei immerhin 38 Prozent der Unternehmen liegen die wichtigen Daten digital und auswertbar vor. Für die Entwicklung eines Erlösmodells müssen diese jedoch medienbruchfrei sein. Das bedeutet, sie müssen ohne notwendige manuelle Eingriffe in die Erfassung von Daten sowie in die Datenverarbeitung funktionieren.
Dies ist jedoch nur bei 11 Prozent der Fall. Gerade in diesem Bereich erwarten rund 60 Prozent der Wohnungsunternehmen für die nächsten fünf Jahre einen Aufholprozess. Der Ausbau einer Netzinfrastruktur gehört zu den weiteren Trends. Sie ist übrigens auch eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Smart Home Angeboten.
BIM spielt noch untergeordnete Rolle
Ein Drittel der Wohnungsunternehmen arbeitet bereits mit digitalen Mieterakten. Die Verkehrssicherung sowie die Vermarktung von Wohnungen wurden inzwischen von jedem vierten bis fünften Unternehmen digitalisiert.


Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) sowie die Kooperation mit Start-ups spielen in der Wohnungswirtschaft bislang eine noch eher untergeordnete Rolle.

Die Unternehmen erwarten für die Zukunft in erster Linie ein Voranschreiten der digitalen Aus- und Aufrüstung der Wohnung. Aus Sicht der Umfrageteilnehmer wird sich außerdem die lokale Vernetzung zwischen Energieproduzenten- und –verbrauchern im Quartier verstärken.

Die detaillierten Umfrageergebnisse gibt es hier.
Abbildungen 1 bis 5 sind der Umfrage entnommen (Quelle: GdW)