Schüco präsentiert mit Carbon Control ein flexibles Konzept, das verschiedene Produkte und Services für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden umfasst. Damit wird die klimafreundliche Gestaltung von Fenstern, Türen und Fassaden objektspezifisch ermöglicht.
Die Dekarbonisierungs-Lösung ist in vier Phasen strukturiert: Planung, Bau, Betrieb und Rückbau. Neben den Produkten und Dienstleistungen aus dem Schüco Portfolio umfasst das Angebot auch eine objektspezifische Beratung durch ein Team von CO2-Beratern, die Architekten, Planer und Verarbeiter dabei unterstützen, den CO2-Fußabdruck der Gebäudehülle aktiv zu minimieren.
1 Planung: Design to Decarb
2 Bau: Build to Decarb
3 Betrieb: Operate to Decarb
4 Rückbau: Recycle to Decarb
1 Planung: Design to Decarb
Bereits in der Entwurfs- und Planungsphase wird der Grundstein für die spätere CO2-Bilanz eines Gebäudes gelegt. Ausgehend von einem ganzheitlichen Ansatz beginnt das Angebot und die begleitende Beratung bei den Investoren, Architekten und Fachplanern. Denn durch die richtige Gebäudeform, Material- und Oberflächenwahl, Elementgrößen und den Einsatz intelligenter Gebäudetechnologie kann der CO2e-Wert bereits in der Planungsphase minimiert werden.
Immer mehr Investoren und Bauherren streben Zertifikate wie LEED, BREEAM, QNG oder DGNB an, um nachzuweisen, dass ihr Gebäude den Nachhaltigkeitskriterien entspricht und an Wert und Attraktivität gewinnt, auch langfristig. Ähnlich wie der GWP-Wert berücksichtigen diese Gebäudezertifikate den gesamten Lebenszyklus, daher müssen bereits in der Planungsphase die späteren Phasen mitgedacht werden. Darüber hinaus gewährleistet der Einsatz von Schüco Systemen, die Cradle to Cradle zertifiziert sind, die Unbedenklichkeit und Kreislauffähigkeit der Materialien.
2 Bau: Build to Decarb
Die Lösung ermöglicht es Verarbeitern in der Bauphase aktiv den CO2-Fußabdruck der geplanten Elemente zu steuern. Hierfür bietet die 3D-Kalkulationssoftware SchüCal das passende Instrument zur gezielten Planung, indem sie fortlaufend den CO2-Fußabdruck als CO2e-Wert berechnet und ausspielt. Zudem ermöglicht die Kalkulationssoftware die Auswahl verschiedener Materialoptionen, darunter neben Standard-Aluminium auch die beiden neuen Aluminiumgüten Low Carbon (LC) und Ultra Low Carbon (ULC). Die Auswirkungen der Verwendung dieser neuen Aluminiumgüten können ebenfalls berechnet werden. Darüber hinaus optimiert Schüco kontinuierlich sein nachhaltiges Verpackungsmanagement, indem Wertstoffkreisläufe implementiert werden und somit die Ressourcennutzung reduziert wird.
3 Betrieb: Operate to Decarb
Auch für einen hocheffizienten und CO2-minimierten Betrieb von Gebäuden stellt das Unternehmen die passenden Produkte und Services bereit, um eine optimale energetische Bilanz zu erzielen. Von intelligenter Gebäudesteuerung über hochwärmegedämmte Gebäudehüllenelemente bis hin zur Energiegewinnung durch bauwerkintegrierte Photovoltaik tragen smarte Produktlösungen in der Betriebsphase maßgeblich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Dank der IoF ID (Internet of Façades), einer Plakette, die an Fenstern, Türen oder Fassadenelementen angebracht ist und digitale Produktinformationen bereitstellt, können Wartungen und Produktupgrades effizient geplant und durchgeführt werden. Dadurch wird ein nachhaltiger Gebäudebetrieb sichergestellt und die Lebensdauer der verbauten Systeme verlängert. Schüco und seine Partner bieten zudem After Sales Services für Wartungen und Nachrüstungen an, um den Werterhalt der Elemente zu gewährleisten und ihre Funktionsfähigkeit zu verlängern.
4 Rückbau: Recycle to Decarb
Cradle to Cradle Zertifizierungen gewährleisten, dass Bauprodukte in Gebäuden zu Rohstofflagern der Zukunft werden. Dieses Konzept sieht vor, dass alle Materialien, die im System verwendet werden, am Ende ihrer Lebensdauer als neuer Werkstoff in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Dadurch erfüllen Cradle to Cradle zertifizierte Systeme die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft, die im Europäischen Green Deal zur Erreichung von Klimaneutralität eine zentrale Rolle spielt. Schüco ist ein Vorreiter bei der Umsetzung des Cradle to Cradle Prinzips im Gebäudesektor und hat mehr als 60 zertifizierte Aluminiumsysteme, die zur langfristigen CO2-Einsparung und Ressourcenschonung beitragen. Schüco ist auch Gründungsmitglied des A|U|F und engagiert sich seit 1995 für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Wiederverwendung und Verwertung von Aluminium als Wertstoff. Auch die Kunststoffprodukte von Schüco tragen zur Kreislaufwirtschaft und CO2-Minimierung bei, wie durch die Auszeichnung mit dem VinylPlus Produkt-Label bestätigt, die Schüco als erstes Unternehmen der Branche erhalten hat. Um den Kreislauf für PVC-Wertstoffe zu schließen, bietet Schüco seinen Partnerbetrieben im Kunststoffbereich einen exklusiven Recycling-Service für Altfenster und Profilreste aus dem Fensterbau in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft RE:CORE an.
Um Gebäude effektiv als Rohstofflager der Zukunft zu nutzen, ist es wichtig, Informationen darüber zu haben, welche Bauteile und Materialien sich an welchen Stellen im Gebäude befinden und welchen Einfluss sie auf die Umwelt haben. Dies kann mithilfe der Plattform Madaster, dem Online-Kataster für Materialien und Produkte, verfolgt werden. Dadurch wird die Wiederverwendung der verbauten Ressourcen erleichtert und ein weiterer Schritt in Richtung einer zirkulären Bauwirtschaft gemacht.