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Ceratizit Austria: Neuer Firmensitz mit Green Factory

Der neue Firmensitz der Hightech-Engineering-Group im Tiroler Breitenwang verdeutlicht, dass auch große Produktionen Vorbildcharakter für umweltschonendes Bauen haben können.

Energieeffizient und äußerst flexibel gestaltet, nutzt das Gebäude im Einklang mit den Zielen des ATP Green Deals die verfügbaren Ressourcen am Standort - insbesondere den nachhaltigen Rohstoff Holz - optimal aus. Es setzt auf verschiedene nachhaltige Maßnahmen wie die Nutzung von Grundwasser für Kühlzwecke, die Umwandlung von Maschinenabwärme für die Heizung und die Erzeugung von Strom mithilfe von Sonnenlicht.

ATP architekten ingenieure haben das Gebäude entsprechend den Prozessen und Arbeitsabläufen für die Bearbeitung von Hartmetallwerkzeugen konzipiert. Es erstreckt sich über teils drei Stockwerke und hat eine Länge von etwa 220 Metern. Dabei umfasst es unterschiedlich große Produktionshallen, Lager- und Logistikbereiche, Büros sowie Sozialräume für mehr als 300 Mitarbeiter:innen.

Besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gelegt

Die sichtbare Holzkonstruktion aus heimischer Fichte wurde gezielt genutzt, um den verfügbaren Raum optimal auszuschöpfen. Die Büros sind in den robusten Verbindungen der Holzfachträger platziert, wodurch eine separate Zwischendecke eingespart werden konnte. Diese Büros erscheinen wie "schwebende Holzboxen" und bieten einen unverbauten Ausblick in die offene, lichtdurchflutete Produktionshalle. Die Architektursprache der Produktionshalle ist funktional reduziert und vermittelt ein offenes Raumerlebnis.

Im Einklang mit den Unternehmenszielen von Ceratizit und den Prinzipien des ATP Green Deals wurde bei der Planung des Gebäudes besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gelegt. Ein Teil der Beheizung erfolgt durch die Nutzung der Abwärme der Maschinen. Die Gebäudekühlung basiert hauptsächlich auf der thermischen Nutzung des vorhandenen Drainagewassers des Hanges. Durch die Ableitung des überschüssigen Wassers in den nördlich gelegenen Grünlandbereich konnte zudem ein ausgetrocknetes Biotop revitalisiert werden. Das rund 15.000 m2 große Dach wurde umfangreich begrünt, was zu einer Verbesserung des Mikroklimas beiträgt und den Energiebedarf senkt. Zudem versorgt eine großzügige PV-Anlage das Gebäude mit umweltfreundlichem Strom.

 

Bild: ATP/Bause

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