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Bündnis für Wohnungslüftung

Der BDH und der FGK machen auf die Potenziale der Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung aufmerksam.

Der  Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e. V.(BDH) und der Fachverband Gebäude-Klima e. V.  (FGK) starteten 2019 das „Bündnis für Wohnungslüftung“. Ziel der Kampagne ist es, Politik und Öffentlichkeit umfassend sowohl über die Notwendigkeit als auch über die Vorteile der mechanischen Wohnungslüftung zu informieren.

Niedrigenergiehäuser können nur dann energieeffizient betrieben werden, wenn sie mit einer mechanischen Wohnungslüftung, idealerweise in Kombination mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet sind. Aus energetischen Gründen werden neue Wohngebäude oder auch bestehende Gebäude bei energetischen Sanierungsmaßnahmen mit hohem Aufwand wärmegedämmt. Die dichte Bauweise bewirkt jedoch, dass über die Fassade der Gebäude kein Luftaustausch und somit auch keine Luftschadstoff- und Feuchteabfuhr mehr stattfindet.

Potenziale müssen gehoben werden

Schlechte Raumluftqualität und die Gefahr der Schimmelpilzbildung sind die Folgen. Eine Lösung bietet die mechanische Wohnungslüftung, die für einen kontinuierlichen Luftaustausch sorgt, die Zuluft filtert und mit einer Wärmerückgewinnung verhindert, dass teuer aufgeheizte Raumluft „zum Fenster hinausgeblasen“ wird. Auf diese Zusammenhänge BDH sowie der FGK in einer gemeinsamen Erklärung hin.

In Deutschland wurden 2021 rund 51.000 zentrale Lüftungsanlagen und 240.000 Einzelraumlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung abgesetzt. Bei der dezentralen Technik ist zwar ein leichter Anstieg zu verzeichnen, dennoch zeigt sich deutlich, dass bei steigender Bautätigkeit sowohl im Neubau als auch im Bestand das Potenzial der mechanischen Lüftung bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist.

Diese Potenziale müssen dringend gehoben werden, um die Klimaschutzziele 2045 zu erreichen. Denn mit Hilfe von Wohnungslüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung können die CO2-Emissionen durch den reduzierten Heizenergiebedarf im Wohngebäude um bis zu 15 % verringert werden. Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung kann einen Beitrag zur Erreichung des Anteils von 65 % erneuerbarer Energie bei neu eingebauten Heizungen ab 2025 leisten.

Verschiedene Förderprogramme verfügbar

Die Deutsche Energieagentur, dena, kommt in ihrer Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ zu dem Ergebnis, dass die mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung als wichtige Maßnahme zur Effizienzsteigerung und zur Verringerung der Treibhausgasemissionen des Gebäudesektors einzustufen ist. Aus diesem Grund fordert die dena folgerichtig, dass bis zum Jahr 2045 8,8 Mio. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung installiert werden müssen.

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung stellen gerade in energieeffizienten Gebäuden eine Grundvoraussetzung für gesunde Raumluft dar. Der Markt bietet mit einer breiten Palette an zentralen und dezentralen, raumweisen Lüftungssystemen für jeden Bedarf und für jeden Anwendungsfall die richtige Lösung.

Das „Bündnis für Wohnungslüftung“ rät allen Bauherren, sich sowohl für den Neubau wie für die Sanierung über Möglichkeiten von Lüftungsanlagen und deren Fördermöglichkeiten zu informieren. Aufgrund des weitreichenden Nutzens der mechanischen Wohnungslüftung stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung.

 

Bild: Zehnder Group Deutschland GmbH

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