Mit Building Information Modelling (BIM) wird Bauen kosteneffizienter. An welchen Stellen die Erwartungen jedoch zu hoch sind, verrät die Marktstudie „BIM Monitor 2017“.
In der Studie „BIM Monitor 2017“ der BauInfoConsult wurden 304 Planer- und Architekturbüros in einem Telefoninterview zu ihren Erfahrungen und Erwartungen befragt, die bereits mit der Planungs- und Projektsteuerungsmethode BIM gearbeitet und auch jene, die BIM bisher noch nicht genutzt haben. Erstere gaben an, dass sich die erwarteten Kosteneinsparungen bestätigten, BIM jedoch nicht als Wundermittel angesehen werden sollte.
Beim Thema Kosteneinsparung waren sich Nutzer und (Noch-)Nicht-Nutzer nahezu einig. So schätzten beide die Einsparung auf die unterschiedlichen Kostenstellen ähnlich positiv ein.
Die Einschätzungen der (Noch-)Nicht-Nutzer im Überblick
- 52 Prozent erhofften sich Personalkosteneinsparungen
- 44 Prozentsahen niedrigere Kosten für Bauwerksstoffe auf sich zukommen
Die Einschätzungen der BIM-Nutzer zum Vergleich
- 61 Prozent meinten, dass die Personalkosten abgenommen hätten
- 59 Prozent bescheinigten geringere Bauwerkskosten
Branchenübel Fehlerkosten
Zur Befragen gehörte außerdem eine Einschätzung der Fehlerkosten-Entwicklung in Verbindung mit der Nutzung von BIM. Wer bereits BIM genutzt hatte sah auch hier deutliche Einsparungen. Der Antwort „Fehlerkosten nehmen ab“ stimmten 69 Prozent der befragten Nutzer zu. Dem Gegenüber steht jedoch ein Ergebnis von 29 Prozent der Befragten, welche insgesamt keine Auswirkungen auf die Fehlerkosten feststellen konnten.
Das Ergebnis zeigt, dass BIM zwar viele Vorteile hat, aber durch weitere Maßnahmen unterstützt werden sollte. Die Bauwirtschaft sollte es sich besser nicht erlauben, nur auf BIM zu warten und keine weiteren Anstrengungen gegen das Branchenübel Fehlerkosten zu unternehmen.