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Startschwierigkeiten
BIM in Deutschland

Bisher ist das Interesse der großen deutschen Bau- und Planungsfirmen an der Digitalisierung überschaubar.

Die Düsseldorfer Marktforscher von BauInfoConsult haben im Rahmen der Studie BIM-Monitor 2017 bei BIM-Nutzern wie Interessenten bei mittleren und großen Bau- und Planungsfirmen nach Gründen der Ablehnung bzw. der Skepsis nachgefragt. Das Ergebnis überraschte. 

Für die Studie wurden 304 Architektur- und Ingenieurbüros sowie größere Verarbeiter telefonisch befragt. Dabei wurden folgende Barrieren genannt:

56 Prozent ist der mit der Nutzung von BIM verbundene Fortbildungs- und Schulungsaufwand für die eigenen Mitarbeiter ein zu großer Kostenfaktor. Ebenfalls 56 Prozent scheuen die momentan noch hohen Investitionen, die für eine BIM-Einführung notwendig sind.

Die befragten Planer und Verarbeiter am Bau, die BIM bereits selbst nutzen, sind sich mit den Nicht-BIM-Nutzern in der Befragungsstichprobe einig.

Unterstützung der Bauakteure bei BIM-Einführung

Die Umstellung auf BIM dauert laut den Erfahrungen von BIM-Intensivnutzern ein gutes Jahr. In dieser Zeit muss ein Unternehmen weiterhin alle laufenden Projekte fortführen. Hier sind mehr Aufklärung und Unterstützung der Bauakteure gefragt, beispielweise in Form von externen Schulungen. Langfristig lasse sich die Einführung von BIM-Software in der Baustoffbranche rechnen. Hat ein Unternehmen BIM erstmal eingeführt, so sind sich die meisten BIM-Nutzer einig, lohne es sich, das System beizubehalten.

Unkenntnis oder Desinteresse stellen hingegen ein geringes Problem in der deutschen Bauwirtschaft dar. Vielmehr ist fehlendes Wissen über das Thema ein wesentliches Hemmnis zur Einführung. Den Willen, einen Wandel hin zur digitalen Branche zu vollziehen, sieht nur jeder fünfte Befragte als nicht gegeben an.

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