Im neuen Lehr- und Forschungslaboratorium sollen Themen zu digitalen Prozessen und neue Perspektiven erarbeitet werden.
Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) zeigt sich zukunftsorientiert. Im neuen Lehr- und Forschungslabor wird sie sich künftig mit digitalen integrierten Prozessen befassen und praxisnahe Lösungen erarbeiten.
Das Laboratorium dient künftig zur Anwendung von Building Information Modeling (BIM) und als Plattform zu dessen Weiterentwicklung. Die HCU Hamburg bietet mit ihrem inter- und transdisziplinären Ansatz ein ideales Umfeld für die neue Querschnittsdisziplin. Die neue Arbeitsmethodik zur digitalen Administration der Informationen und Daten soll gemeinsam mit allen Beteiligten des Lebenszyklus eines Bauwerkes weiterentwickelt werden.
Die neue Professur, ermöglicht durch die Europa-Center Uwe Heinrich Suhr Stiftung, soll die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Planungswerkzeugen und den interdisziplinären Austausch an der HCU Hamburg stärken.
Wissenschaftler begeistert
Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Forschungslab: „BIM ist geeignet, die allgegenwärtigen ,7 Plagen des Bauens‘ zu beherrschen – angefangen von der präzisen und realistischen Definition des Bauvorhabens, über die intensive Kommunikation und einen aktuellen Informationsaustausch, bis hin zum Management von Planung und Bau. BIM ist eine zeitgemäße Methodik, eine Philosophie, Sichtweise und Handlungsgrundlage für alle Baubeteiligten. Das BIMLab@HCU soll für die Lehre, die Forschung und den intensiven Austausch aller Interessierten die Plattform des Nordens werden.“
Dr. Alexander Rieck vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und dem Laboratory For Visionary Architecture (LAVA) ergänzte: „BIM ist im Wesentlichen eine digitale Verknüpfung einer objektorientierten dreidimensionalen Planung mit einem Attribut. Diese Attributisierung gibt uns anhand von Bestellvorgängen und Produktionsprozessen neue Möglichkeitsräume. BIM ist der Hauptkern und der digitale Link zwischen realer und virtueller Planung. In der Verbindung mit weiteren digitalen Technologien wie Blockchain und K.I. ermöglicht BIM, Planungsprozesse digital zu gestalten.“
Digitale Zukunft
Der neue Stiftungsprofessor, Daniel Mondino, konstatierte: „Wir müssen uns bewusst sein, dass die Menschen, die wir heute ausbilden, am Ende des Studiums einer völlig anderen digitalen Welt begegnen. Darauf muss unsere Ausbildung reagieren. Wir verstehen das BIMLab als Hotspot für die Digitalisierung im Bauen, Planen und Betreiben der Metropolregion Hamburg.“
Prof. Dr.-Ing. Annette Bögle, Professur für Entwurf und Analyse von Tragwerken, fügte hinzu: „Wir müssen über die Grenzen der Disziplinen hinaus kommunizieren, da BIM eine Querschnittsdisziplin ist. Wir wollen in Zukunft das dazugehörige Kompetenzzentrum sein.“
Prof. Dipl.-Ing. Reinhold Johrendt, Professur für Bauökonomie, zum neuen Lehr- und Forschungslaboratorium: „Auch in der Grundlagenforschung zu BIM sind wir bestens aufgestellt. 75 Prozent unserer Masterstudierenden belegen bereits eines unserer BIM-Seminare. Für unsere Studierenden hat sich gezeigt, dass BIM ein Modell für die Zukunft ist.“