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09.09.2021 | James Kelly

TYPSA Group erhält ISO 19650-Zertifizierung für BIM-Workflows

ProjectWise® stellt sicher, dass alle Projekte den BIM-Standards entsprechen

Den Kunden einen besseren Service bieten

Die TYPSA Group ist ein Ingenieurbüro mit Sitz in Spanien, das seit über 50 Jahren öffentliche, private und institutionelle Kunden unterstützt. Die TYPSA Group hilft ihren Kunden bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme und dem Betrieb und arbeitet in den Bereichen Verkehr, Bauwesen, Wasser, erneuerbare Energien und ländliche Entwicklung.

Als Berater haben sie an vielen bedeutenden Projekten auf der ganzen Welt gearbeitet, von denen zwei auf der Bentley Year in Infrastructure Konferenz ausgezeichnet wurden. Eines davon war das 25,7 Mrd. SEK (2,5 Mrd. EUR) teure Erweiterungsprojekt der Stockholmer Metro mit ca. 20 Kilometern Gleisen und 10 neuen Stationen. In Zusammenarbeit mit Sweco plante die TYPSA Group den Abschnitt zwischen Nacka und Söderort, der Arbeiten an 11 Kilometern Gleisen und Tunneln sowie sieben neue Stationen umfasste.

Die TYPSA Group ist ein Ingenieurberatungsunternehmen mit Sitz in Spanien, Bild: TYPSA Group

Das andere Projekt war High Speed 2 (HS2), das neue Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz mit einer Geschwindigkeit von über 350 Kilometern pro Stunde, das acht der zehn größten Städte Großbritanniens verbinden wird und eines der komplexesten Eisenbahnprojekte im Vereinigten Königreich darstellt. TYPSA unterstützte in einer Arbeitsgemeinschaft mit Arup und STRABAG das Joint Venture Skanska-Costain-STRABAG bei den Bauarbeiten für den 25 Kilometer langen südlichen Abschnitt der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die zwischen London und Birmingham gebaut werden soll.

Um ihren Kunden bei diesen und anderen Projekten einen besseren Service bieten zu können, begann die TYPSA Group damit, ihren Einsatz von BIM-Methoden zu erweitern. Die TYPSA Group nutzte BIM-Workflows zwar schon seit 2008, doch wurden diese hauptsächlich bei kleineren Projekten eingesetzt. Als Unternehmen, das an Projekten auf fünf Kontinenten arbeitet, erkannte die TYPSA Group jedoch, dass sie bei all ihren Projekten die höchsten technischen, Nachhaltigkeits- und Integritätsstandards einhalten musste. Die Herausforderung bestand darin, die Verwendung von BIM-Methoden zu erweitern und zu systematisieren, um ihre Kompetenz zu demonstrieren und ihre Grenzen zu erweitern, um mehr Aufträge zu erhalten.

Anstreben der ISO 19650-Zertifizierung im gesamten Unternehmen

Um ihr Engagement für BIM-Workflows und die Digitalisierung unter Beweis zu stellen, erkannte die TYPSA Group, dass sie eine ISO 19650-Zertifizierung benötigen würde. Viele Verträge verlangten von den Beratern diese Zertifizierung, um ihre Verpflichtung zu der BIM-Reife für dieses Niveau der Planungsprojektabwicklung nachzuweisen, und auch diejenigen, die sie nicht verlangten, erkannten ihre Bedeutung. Dementsprechend benötigte die TYPSA Group eine Möglichkeit, um zuverlässig sicherzustellen, dass alle BIM-Workflows auf dem für diese Zertifizierung erforderlichen Niveau verwaltet werden, und diese Verwaltung so zu skalieren, dass sie für ihre Vielzahl komplexer, globaler Projekte geeignet ist.

Die TYPSA Group arbeitet mit anderen Plattformen zur Dateifreigabe; diese Optionen entsprechen ihren Anforderungen jedoch nicht vollständig. Sie haben Schwierigkeiten, BIM-Standards zu implementieren und Best Practice Workflows einzuhalten, was zusätzlichen Aufwand bedeutet, da sichergestellt werden muss, dass diese Anforderungen erfüllt werden. Dies kostet die TYPSA Group nicht nur Zeit und Ressourcen, sondern behindert sie auch bei der Skalierung dieser Bemühungen über ihre Projekte hinweg.

Standardisierung von BIM mit ProjectWise

Im Jahr 2015 führte die TYPSA Group in Zusammenarbeit mit Bentley ein Forschungsprojekt durch, bei dem verschiedene Lösungen zur Zusammenarbeit analysiert wurden, um herauszufinden, welche Lösung für ihre Bedürfnisse am besten geeignet wäre. Die Analyse ergab, dass ProjectWise ihnen nicht nur eine schnellere und bessere Zusammenarbeit, sondern vor allem auch die Einhaltung von BIM-Standards ermöglichen konnte. Des Weiteren konnten wichtige digitale Arbeitsabläufe automatisiert und nachvollziehbar gemacht werden – ohne manuelle, zeitaufwendige Schritte. Deshalb setzte die TYPSA Group die Anwendung bei zwei ihrer größten Projekte ein: der Stockholmer Metro-Erweiterung und HS2.

ProjectWise half der TYPSA Group, die Einhaltung der ISO 19650-Anforderungen zu bestätigen und ihre Zertifizierung zu sichern, Bild: TYPSA Group

Beim Stockholmer Metro-Projekt setzte die TYPSA Group in einem Joint Venture mit Sweco 700 Berater in sieben Ländern ein. Sie erstellten Vorlagen in ProjectWise, um sicherzustellen, dass ihre Planer sich, unabhängig von ihren Standorten oder Fachbereichen, an einheitliche Arbeitsabläufe und Standards hielten. ProjectWise bot eine vernetzte Datenumgebung für die projektweite Zusammenarbeit zwischen Sweco, der TYPSA Group, ihrem Kunden FUT und Auftragnehmern in anderen Phasen als der Planung, einschließlich Bau und Betrieb. Dieser Ansatz verbesserte die Entwurfsqualität, reduzierte den Informationsverlust während des gesamten Projektlebenszyklus und senkte die Entwurfs- und Produktionskosten. Weitere Vorteile wurden erkannt, als die bestehenden föderierten BIM-Modelle in das Facility-Management-System des Kunden integriert wurden, was einen vereinfachten Genehmigungsprozess und weitere Zeiteinsparungen ermöglichte.

Beim HS2-Projekt arbeitete die TYPSA Group mit ProjectWise an einer vernetzten Datenumgebung, um die Projektabwicklung zu optimieren und die Zeitvorgaben des Kunden einzuhalten. Sie waren in der Lage, digitale Workflows zwischen den zahlreichen Ingenieursdisziplinen in Übereinstimmung mit den Informationsanforderungen des Kunden, abgestimmt mit PAS 1192 und ISO 19650 zu vereinfachen. Darüber hinaus konnte das Team Prozesse, die zuvor manuell abliefen, automatisieren, Ressourcen und Bibliotheken innerhalb von ProjectWise zentral verwalten und die Datenkonsistenz und digitale Effizienz sicherstellen, um die Produktivität und Qualität der Ergebnisse zu verbessern. Die Arbeit in einer vernetzten Datenumgebung erleichterte auch die frühzeitige Einbindung der Auftragnehmer, sodass diese potenziell kostspieligen Fehler früher im Prozess erkennen und beheben konnten, was zu Einsparungen von schätzungsweise 1 Mio. GBP (ca. 1,16 Mio. EUR) führte.

Föderiertes Modell des HS2-Projekts, Bild: TYPSA Group

Beste Ergebnisse für Kunden erzielen

Im Januar 2021 wurde die TYPSA Group erfolgreich bewertet und erhielt im März 2021 ihre ISO 19650-Zertifizierung in Spanien. Als erstes großes Ingenieurbüro, das diese Zertifizierung erhält, wird damit die BIM-Reife und die Einhaltung der neuen internationalen BIM-Standards bestätigt. Außerdem wird damit die Verpflichtung der TYPSA Group zu der Gewährleistung von vollständig kollaborativen und konsistenten Prozessen für BIM-Informationsmanagement anerkannt. Später, im April 2021, wurde auch das Büro in Großbritannien erfolgreich bewertet.

Der Einsatz von ProjectWise hat der TYPSA Group dabei geholfen, diese Zertifizierung zu erhalten. Die Anwendung erleichterte dem Team die Einhaltung der ISO 19650-Normen, indem sie die Implementierung von BIM-Methoden automatisierte und standardisierte. In den Projekten, in denen ProjectWise eingesetzt wurde, konnte mit der Anwendung sichergestellt werden, dass alle Projektinformationen der TYPSA Group digital verwaltet, gespeichert und bereitgestellt wurden, sodass die weltweit verteilten Teams effektiv miteinander verbunden und konform waren.

ProjectWise half der TYPSA Group auch dabei, ihre Ziele im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen. Da alle Dateien in einer cloud-gehosteten, vernetzten Datenumgebung verfügbar sind, müssen Dokumente nicht ausgedruckt werden und die Zahl der notwendigen Reisen kann eingeschränkt werden. Im Jahr 2020 wurde ihr Vorschlag „Designing less carbon-intensive infrastructure“ (Entwicklung einer weniger CO2-intensiven Infrastruktur) für die Bemühungen und das Engagement von der Community #PorElClima gewürdigt, den Klimanotstand anzugehen und gleichzeitig ihren Kunden die beste Erfahrung zu bieten.

© TYPSA Group
Autor

James Kelly ist Product Marketing Manager, Project Delivery bei Bentley Systems. Er ist für die weltweite Vermarktung der ProjectWise-Lösung von Bentley als Teil von Bentleys Angebot an Projektabwicklungslösungen für alle Branchen und Märkte verantwortlich. Er ist seit zwei Jahren als Product Marketing Manager bei Bentley tätig. (Bild: Bentley) bentley.com

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