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Jürgen Spitz

Leuchte, mein BIM, leuchte

Produkte: BIM in der Lichtplanung

Ein kostenloses Tool erleichtert die Lichtplanung für BIM-Projekte.

In der klassischen Bauplanung werden in verschiedenen Schritten Pläne ausgetauscht, Kostenkalkulationen erstellt und einzelne Fachplanungen wie auch die Lichtplanung und -installation auf der Baustelle koordiniert. In der weit verbreiteten CAD-Planung sind die Informationen nicht verknüpft, und die geplanten Objekte sind nicht mit weitergehenden Informationen ausgestattet. Das kann viel Zeit kosten und zu Aufwand und Nacharbeiten führen.

BIM ändert den Planungsprozess

Mit Building Information Modeling (BIM) ändert sich dieses Vorgehen. BIM erfasst dabei alle baurelevanten Daten auf einer Plattform, verknüpft sie und erstellt dann ein digitales Modell. Daraus entsteht sozusagen ein digitales Abbild eines realen Gebäudes.

Die Methode verbindet alle Beteiligten auf einer Plattform und erspart dadurch viele Koordinationsschritte. BIM bietet somit einen Austausch zwischen den Fachprogrammen verschiedener Gewerke, sodass diese während der Planung, in der Bauphase und im Betrieb Daten austauschen können. Dadurch lassen sich Bauprojekte schneller und effizienter steuern. Viele öffentliche Auftraggeber machen die Planung mit BIM deshalb für alle Planungsbeteiligten zur Bedingung.

IFC-Datei in DIALux evo (Bild: DIAL GmbH)

Oft wird BIM missverständlich als Software aufgefasst, denn eine Reihe von Softwareprodukten, insbesondere CAD-Systeme, werden unter dem Begriff vermarktet. Die BIM-Methode stellt jedoch Anforderungen an Softwareprodukte, um BIM-fähig zu sein. Dazu wird das Format Industry Foundation Classes (IFC) benötigt. Teilweise werden Produkte in der Planung und Ausschreibung nur dann berücksichtigt, wenn die Produktdaten im IFC-Format vorliegen und digital in den BIM-Prozess einfließen können.

Lichtplanung mit BIM

Da die Lichtplanung ein wesentlicher Bestandteil des Bauprozesses ist, wird auch hier BIM immer wichtiger. Der Lichtplaner benötigt dafür die Geometrie des Gebäudes, um das Beleuchtungskonzept zu entwickeln und die normativen Nachweise erbringen zu können. Die Lichtplanung enthält im BIM-Prozess die Information zu Produkten und Montageorten. Alle Information werden mittels offener Schnittstellen ausgetauscht. Somit kann jeder am Prozess Beteiligte auf die für ihn relevantenLeuchten-Informationen zugreifen, sobald die Daten im BIM-Prozess hinterlegt sind.

Aber nicht nur in der Planung steigert BIM die Effizienz, auch bei der anschließenden Wartung eines Gebäudes bietet die Methode viele Vorteile: Reparaturen und Erweiterungen von Leuchten können einfacher umgesetzt werden, da der Facility Manager genaue Informationen über die verbauten Leuchten hat.

Die Firma DIAL hat das Potential von BIM früh erkannt. Als erste Lichtplanungssoftware hat das Unternehmen ab der Softwareversion DIALux evo 7 einen Import für die offene BIM-Schnittstelle IFC implementiert. Mit wenigen Klicks kann der Lichtplaner schnell und unproblematisch Gebäude vollständig oder in Teilen aus anderen CAD-Anwendungen verwenden. Die 3D-(Re)Konstruktion der zu planenden Projekte entfällt somit.

BIM erfasst alle baurelevanten Daten auf einer Plattform, verknüpft sie und erstellt daraus ein digitales Modell. (Bild: DIAL GmbH)

Für den Lichtplaner im BIM-Prozess bedeutet das eine starke Vereinfachung. Das importierte Projekt wird um lichttechnische Informationen und die Daten realer, am Markt verfügbarer Produkte ergänzt. Dort sind die relevanten Informationen wie beispielsweise Modell, Fotometrie, Montageart, Gewicht und Marketinginformationen einer Leuchte hinterlegt, die im BIM-Planungsprozess benötigt werden. Im Gegenzug liefert die Software die geforderten normativen Nachweise und simuliert anschaulich die Ergebnisse unterschiedlicher Lösungen, beispielsweise im Hinblick auf Energieverbrauch und Lichtwirkung.

DIALux evo ist für den Nutzer kostenfrei und lässt sich in den bereits bestehenden Workflow eines Planers integrieren. Die Software unterstützt neben IFC weitere offene Schnittstellen und Dateiformate wie STF, DWG, DXF, IES oder LDT.

© DIAL Gmbh
Mit dem Tool kann der Anwender komplexe Geometrien abbilden, Licht visualisieren und normativ bewerten.
Autor

Dipl.-Ing. Innenarchitekt Jürgen Spitz ist Bereichsleiter Licht + Smart Building bei DIAL. Seit 2002 ist er bei DIAL beschäftigt, ab 2006 als Teamleiter Licht, zuständig für alle Lichtplanungs-, Weiterbildungs- und Laboraktivitäten. Jürgen Spitz ist seit Juni 2015 Teil der Führungsmannschaft von DIAL. dial.de

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