Building Information Management GLW GmbH
Siemens Technopark Ruhstorf
Das Projekt befasst sich mit der Digitalisierung und Virtualisierung des Produktionsstandortes Technopark Ruhstorf, einem ehemaligen Produktionsstandort für Antriebstechnik und Energieerzeugung in Niederbayern. Heute stehen auf dem Gelände 60.000 m² Mietfläche für Produktion, Büro sowie Lager und Logistik zur Verfügung. Die Mieter sind sowohl etablierte Unternehmen als auch innovative Start-ups.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Erstellung von Punktwolken und BIM-Modellen (Building Information Modeling) zur detaillierten Erfassung und Nachbildung des gesamten Standortes. Dies ermöglicht eine präzise Synchronisation der Produktionssystem- und Bauplanung. Beispielsweise wurde eine Punktwolke des gesamten Werksgeländes erstellt und ein Konsolidierungsmodell entwickelt, das die Nachmodellierung des Standortes auf Basis vorhandener Pläne und der Punktwolke umfasst.
Für verschiedene Hallen des Technoparks wurden spezifische Simulationen durchgeführt. In Halle 5 wurde ein digitales Gebäudemodell erstellt und mit der Punktwolke kombiniert, um die LKW-Andienung inklusive Schleppkurven zu simulieren und die Platzverhältnisse auf dem Werksgelände zu untersuchen. Ähnliche Arbeiten wurden in Halle 2 durchgeführt, wo die Anpassung des Gebäudemodells und die Simulation der nördlichen und südlichen LKW-Andienung sowie eines Hebevorgangs innerhalb der Halle im Fokus standen.
Darüber hinaus wurden modellgestützte Variantenuntersuchungen im Mieter- und Logistikmanagement durchgeführt, um mögliche Layoutvarianten für die Produktion zu untersuchen. Dies beinhaltete die Erstellung eines digitalen Gebäudemodells der Halle 24 und die Untersuchung der Produktionsabläufe in verschiedenen Layoutvarianten. Durch den Einsatz von Generative Design konnten automatisiert Layoutvarianten erstellt und die räumlichen Platzverhältnisse sowie die Produktionsabläufe analysiert werden.
Insgesamt bietet das Projekt daten- und modellgestützte Entscheidungsunterstützung, indem es durch die detaillierte digitale Nachbildung und Simulation der Produktionsstandorte eine fundierte Planung und Optimierung ermöglicht . Herausforderungen: Bei der Erstellung eines digitalen Zwillings sind die Planungsgrundlagen von essenzieller Bedeutung. Je besser die Grundlagen sind, umso detaillierter kann der Zwilling modelliert werden. Daher müssen vor allem bei nicht vorhandenen 2D-Plänen möglichst genaue Laserscans der Gebäude erstellt werden und auch dabei können nicht immer alle Bauteile genau erfasst werden. Des Weiteren stellte die Positionierung der einzelnen Gebäude auf dem Firmengelände die größte Herausforderung dar, weil dafür exakte Vermessungdaten von definierten Punkten des Gebäudes erstellt werden müssen, um diese Koordinaten dann in der Software verknüpfen zu können.
Mehrwert: Anhand des digitalen Zwillings konnten diverse weitere Use-Cases und Machbarkeitsstudien durchgeführt werden. Von der Umnutzung und dem Umbau vorhandener Hallen bis zur Simulation und Animation bestimmter Vorgänge wie z.B. das Beliefern einzelner Hallen durch LKW oder Kranfahrten innerhalb der Gebäude. |
Adressdaten
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Fliederweg 1
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